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Donnerstag, 9. September 2010

Aufenthalt am IJsselmeer II (mit Elchi)

Campieren in Hindeloopen (NL) (Donnerstag, 9.9.2010)
Wetter: bewölkt bis schön/ Temp.: 19 Grad / Wind: 1 – 3 Bf.

Endlich hat der Regen aufgehört. Wir benutzen die Gelegenheit und fahren mit dem Fahrrad nach "Workum" zum Einkaufen. Das romantische "Workum" ist wie "Hindeloopen" durchzogen von Wasserkanälen (Grachten) und kleinen Weihern.

"Workum" verfügt im Gegensatz zu "Hindeloopen" über wesentlich mehr Einkaufsmöglichkeiten. So gibt es nebst vielen kleinen Läden auch einen Handwerker- und Haushalts-Shops und sogar ein kleines Einkaufszentrum mit "Poiesz" und "Aldi".

Am Nachmittag wird es dann so richtig schön. Wir machen einen ausgedehnten Bummel durch das schmucke Dörfchen "Hindeloopen".

Auch die modernen Häuser des Ortes sind im typisch holländischen Stil erbaut und sind wie das ganze Dorf auffallend gut gepflegt.


Die Gassen mit den stilvollen Häusern und hübschen Gärten sind eine Augenweide.




Ein Rundgang beim Hafen darf natürlich auch nicht fehlen.


Und zu guter Letzt geniessen wir auf der Terrasse des "Pannenkoekenhus" unsere holländische Lieblingsspeise :-)


Darauf sind noch andere Vögel scharf, wie dieser Spatz auf unserem Tisch eindeutig zu erkennen gibt.


Windsurfen in Hindeloopen (NL) (Freitag, 10.9.2010)
Wetter: schön bis regnerisch / Temp.: 19 Grad / Wind: 3 – 4 Bf.

Über dem "Ijsselmeer" liegt heute ein erster Hauch von Herbst. Die Nordic Walking-Runde rund um den Campingplatz findet heute im Bodennebel statt. Eine Runde ist beinahe ebenso lang wie jene um den "Campingplatz La Manga" in Südspanien. Allmählich kämpft sich die Sonne durch die Nebelschwaden, so dass wir mit unseren Fahrrädern einen kleinen Ausflug nach "Koudum" unternehmen.

Das Dorf "Koudum" sieht heute richtiggehend feierlich aus. Alle Strassen und Häuser sind festlich geschmückt und beflaggt. Wie wir im Internet herausfinden, findet die alljährliche "Koudumer" Festwoche statt.



Jede Strasse hat Ihr eigenes Thema. Es entsteht ein reger Wettbewerb zwischen den verschiedenen Strassen und Quartieren um die originellste Dekoration.


Leider haben heute alle Läden, Restaurants und Cafés geschlossen, so dass unser Vorhaben, in einem der gemütlichen Cafés einen Cappuccino zu trinken, scheitert. Gegen Mittag sind wir wieder zurück auf dem Campingplatz. Am Nachmittag soll es noch ein bisschen Surfwind geben, leider aber auch ein wenig Regen.

Doch als der Wind dann um ca. drei Uhr mit 3 bis 4 Bf. schräg auflandig zu wehen beginnt, gibt es kein Halten mehr. Schliesslich machen sich bei uns schon seit Tagen die ersten Entzugserscheinungen bemerkbar. Mangels aktuellem Foto, nachfolgend ein schönes Surfbildchen, welches ich vor vier Tagen geschossen habe, als wir nicht surfen waren.


Windsurfen in Hindeloopen (NL) (Samstag, 11.9.2010)
Wetter: schön / Temp.: 20 Grad / Wind: 4 – 5 Bf.

Wir haben lange genug auf diesen tollen Windsurftag gewartet, und nun ist er endlich da. Um elf Uhr wassern wir unsere Bretter. Das 6.0 m2 bzw. 5.5 m2 Segel passen ideal zu diesem Wind aus südlicher Richtung. Wir surfen, nur durch eine kleine Mittagspause unterbrochen, durch bis nach 3 Uhr. Dann flaut der Wind allmählich ab. Die Welt ist wieder in Ordnung :-))

Foto des Tages: Windsurfen am IJsselmeer


Campieren in Hindeloopen (NL) (Sonntag, 12.9.2010)
Wetter: bedeckt bis schön / Temp.: 18 Grad / Wind: 2 – 3 Bf.

Der Tag beginnt wieder mal Wolken verhangen. Erst am Nachmittag zeigt sich vermehrt die Sonne und es wird immerhin noch 18 Grad warm. Viele "Wochenendler" reisen frühzeitig ab, da der Wind nur noch schwach (2 bis 3 Bf.) und dazu noch aus verschiedenen Richtungen weht. Wir geniessen den ruhigen Sonntag.

Erst am späteren Nachmittag dreht der Wind dann auf West und bläst mit ca. 3 Bf. übers Ijsselmeer. Michael und ich unternehmen derweilen eine kleine Fitnessradtour (ca. 25 km); Radwege gibt es hier ja mehr als genug. Die Rückfahrt mit Gegenwind ist ganz schön anstrengend ;-)

Foto des Tages: Entenfamilie auf Besuch

Mit einem kurzen Spaziergang entlang des Campingplatz-Uferweges runden wir den schönen Tag ab.

Noch immer sind einzelne Surfer zu sehen, die den Wind bis zum Sonnenuntergang ausnützen.


Ausflug nach Lemmer (NL) (Montag, 13.9.2010)
Wetter: schön / Temp.: 18 Grad / Wind: 3 – 4 Bf.

Weil für heute schönes Wetter und am Morgen noch wenig Wind vorhergesagt ist, entschliessen wir uns für eine Fahrt mit dem Roller nach "Lemmer". Dieses idyllische Dorf am "Ijsselmeer" liegt ca. 30 km von uns weg.



Wie die meisten Dörfer hier, ist auch "Lemmer" durchzogen von Wasserkanälen mit diversen Zugbrücken und Schleusen.


Aber auch die gepflegten Gassen und wunderschönen Häuserzeilen mit vielen Geschäften, schön gelegenen Restaurants und Cafés laden zum Bummeln ein.



Etwas seltsam: Auch hier, wie in "Hindeloopen", steht der Kirchturm schief in der Landschaft.

Wir schlendern noch etwas den "Grachten" entlang und bestaunen manches edle Segelschiff.


In einer gemütlichen Konditorei/Bäckerei mit angegliedertem Café nehmen wir das Mittagessen ein und fahren anschliessend zurück zum Campingplatz. Es soll ja noch Surfwind geben ;-)


Der Wind verstärkt sich leider erst am späteren Nachmittag, so dass wir für einmal als Zuschauer fungieren.

Morgen und die nächsten Tage soll ja mehr als genug starker Wind wehen.



Windsurfen in Hindeloopen (NL) (Dienstag, 14.9.2010)
Wetter: regnerisch / Temp.: 18 Grad / Wind: 5 – 7 Bf.

Allmählich nervt uns das anhaltend unbeständige und regnerische Wetter gewaltig. In den letzten 6 Wochen, seit wir im nördlichen Europa unterwegs sind, haben wir mindestens 3 Wochen, das heisst 50 % regnerisches Wetter erduldet. Das sind drei Mal so viele Regentage innerhalb dieses kurzen Zeitraums, wie auf unser ganzen 8½ monatigen Asien-/Australienreise zusammen! Und auch diese Woche scheint das unbeständige Wetter kein Ende zu nehmen. Ein Tiefdruckgebiet folgt dem nächsten.

Wir können froh sein, zwischendurch mal wieder einen einigermassen sonnigen Tag, wie den Gestrigen, zu erleben.

Am Nachmittag lassen die Niederschläge etwas nach und es gibt doch einige Surfer die den tollen Wind nicht versäumen wollen.


Der Wind scheint doch ziemlich konstant zu sein, so dass das Surfen trotz leichtem Regen Spass macht.




Wir sparen unsere Kräfte für morgen auf. Dann soll der Wind noch mit einem Beaufort mehr übers Ijsselmeer pfeifen ;-)

Windsurfen in Hindeloopen (NL) (Mittwoch, 15.9.2010)
Wetter: schön bis Regen / Temp.: 16 Grad / Wind: 6 – 9 Bf.

Der Tag begrüsst uns mit einem wunderschönen Sonnenaufgang.

"Nur fliegen ist schöner!" Dieser Spruch trifft den heutigen Windsurftag absolut. Wir riggen unser 4.2 m2 Segel auf. Das 3.7 m2 scheint uns noch zu klein zu sein. Dies sollte sich aber bald ändern. Ich wassere mein kleinstes Brett und brause los. Der Wind weht mit 6 bis 8 Bf. aus Südwest. Endlich wieder mal High Speed :-)




Auch Michael ist mit von der Partie. Horst besitzt kein kleines Surfmaterial.



Gegen Mittag legt der Wind noch eine Windstärke zu. Ich entscheide mich für eine Mittagspause. Für den Nachmittag sind Sturmspitzen über 8 Bf. vorhergesagt. Wir zurren unsere gesamte Ausrüstung fest, damit die Sachen sich nicht selbständig machen.


Nach dem Lunch verschaffe ich mir erstmal einen Überblick und überprüfe die momentane Windlage.


Der Wind hat nochmals zugelegt, so dass die Meisten mittlerweile ultra kleine Segel fahren.



Die Manöver werden immer radikaler. Es ist auch als Surfer ein Genuss, einmal den anderen vom Ufer aus zuzuschauen. Fotografieren ist schliesslich eines meiner Hobbys ;-)



Halsen und Sprünge sind besonders fotogen.


Bei solch starkem Wind trennt sich Spreu vom Weizen. Wer etwas auf seine Rübe hält, trägt bei solchen Verhältnissen einen Helm :-)




Um bei dieser Windstärke mitzuhalten, müsste ich unser kleinstes Segel das 3.7 m2 oder noch kleiner aufriggen. Da für den späteren Nachmittag indessen Sturm mit Regen vorhergesagt ist, entscheiden wir uns für ein Pannenkoekenessen in "Hindeloopen". So spazieren wir zusammen mit Maria, Michael, Gaby, Horst, Karl-Heinz und Helga zum "Pannenkoekenhus", ihr wisst schon :-)

Die Vielfalt dieser köstlichen Speise ist dort einzigartig. Ob süss oder deftig, sie schmecken wirklich ausgezeichnet. Hier eine kleine Auswahl der leckeren "Pannenkoecken".




Nach einem kleinen Bummel durch die Souvenir-Shops machen wir uns auf den Rückweg. Leider hat es schon wieder zu regnen begonnen, so dass wir klitschnass auf dem Campingplatz ankommen.

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