Wetter: schön / Temp.: 22 Grad / Wind: 5 - 6 Bf.
Hilfe wir sind umzingelt. Die Bayern kommen! Heute ist der grosse Anreisetag.


Unser Campingplatz ist im Nu gefüllt.


Auch am Strand ist einiges los. Die Rentner sind ab sofort in der Minderzahl ;-)

Zudem ist heute wieder ein toller Surftag. Der Wind bläst schon am frühen Morgen mit 5 bis 6 Bf. aus Nordwesten über die Bucht. Es ist der 7. Tag in Folge mit Surf- und Kitewind.

Anita findet den Wind heute etwas zu stark und und die Welle zu rauh. Für vier Stunden geniesse ich die tollen Verhältnisse mit dem 5,4 m2 Segel und dem kleinen 85 Liter "Naish-Board" bis der Wind dann allmählich nachlässt.


Windsurfen im Gargano (I) (Sonntag, 23.5.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 5 - 6 Bf.
Ein absoluter Traumsurftag liegt vor uns. Um zehn Uhr bläst bereits ein kräftiger Wind mit 4 bis 5 Bf aus Nordwesten und lockt die ersten Windsurfer aufs Wasser. Es dauert nicht lange bis die "Bucht von Santa Maria di Merino" voll von Surfern und Kitern ist.


Um elf Uhr brausen wir bei komfortablen 5 bis 6 Bf. mit unseren 5,4 bzw. 4,7 m2 Segeln und den kleinen Brettern los.

Der Strand ist inzwischen von Surfbrettern und anderem Equipment überdeckt und auch in der Bucht herrscht reger Betrieb.



Bis gegen drei Uhr sind wir auf dem Wasser.

Es war der bisher schönste Windsurftag im Gargano. Was will man mehr :-)) Bei einem "Cappuccino" auf der Terrasse der "Touring Bar" geniessen wir die phantastisch Aussicht auf die Bucht.



Wir runden den tollen Tag mit einer feinen Gelati der "Pasticceria Terrazza" ab und schauen gespannt den Beach-Volley-Spielern bei ihrem abendlichen Spiel zu.

Windsurfen im Gargano (I) (Montag, 24.5.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 4 - 5 Bf.
Es ist der 9. Tag in Folge mit Surf- und Kitewind. Wir nutzen den tollen Wind und surfen den ganzen Tag mit unseren 6,0 bzw. 5,4 m2 Segeln, denn ab morgen soll wieder eine Schwachwindphase eintreten.

Manchmal geht es ganz schön eng zu und her ;-)

Zufriedene Gesichter, wo man hinschaut :-)

Eine friedliche Abendstimmung liegt über dem Meer. Ein weiterer Spitzensurftag geht zu Ende.

Ausflug nach Monte Sant’Angelo und Windsurfen (I)
(Dienstag, 25.5.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 25 Grad / Wind: 2 - 4 Bf.
"Monte Sant'Angelo" liegt rund 15 km nördlich von "Manfredonia" an den südlichen Hängen des Gargano. Wir wählen als Anfahrt die Strecke über den "Foresta Umbra". Bei der Talfahrt ins "Valle Carbonara" können wir auf der gegenüberliegenden Hügelkamm bereits "Monte Sant'Angelo" erkennen.


"San Michele", die Hauptkirche von "Monte Sant’Angelo", ist eine Grottenkirche. Was oben auf der Bergspitze zu sehen ist, ist nur der achteckige Glockenturm der Kirche und die zweiteilige Eingangshalle.


Die Kirche selbst liegt im Innern des Berges. "San Michele" ist übrigens einer der ältesten Pilgerorte des Abendlandes.



Die angegliederte zweite Kirchengrotte sieht eher weniger spektakulär aus.


Über allem thront die mächtige gut erhaltene Festung.


"Monte Sant'Angelo" ist als Pilgerort sehr touristisch. "Padre Pio" ist allgegenwärtig.

Aber auch sonst hat der traumhaft schön gelegene Ort einiges zu bieten. Die malerischen Gässchen und Plätze sind sehenswert.




Kurios muten die Hunderten von Kaminen auf den Dächern an. Zentralheizung ist hier bestimmt ein Fremdwort :-)

Kleinstläden und Handwerkerbuden haben hier immer noch goldenen Boden.


Denkmäler sind oftmals Heiligen gewidmet. "Monte Sant'Angelo" ist schliesslich ein Pilgerort.


Für die Rückfahrt wählen wir die malerische Küstenstrasse via "Mattinata" nach "Vieste".



In einem Terrassenrestaurant machen wir einen kurzen Lunch-Halt.

Unter uns liegt die zerklüftete Steilküste und eine Muschelzucht.



Als wir am späten Nachmittag auf dem Campingplatz eintreffen, reicht es gerade noch für einen Cappuccino an der Strandbar. Es gab heute für ca. 4 Stunden von "Windguru" nicht prognostizierten Surfwind mit 2 bis 4 Bf. Wir haben also nicht allzu viel verpasst und sind froh, den prächtigen Tag für unseren Ausflug genutzt zu haben. Für das "Dolce far niente" gibt es bestimmt noch genug weniger schöne Tage.

Camping im Gargano (I) (Mittwoch, 26.5.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 1 - 2 Bf
Ein sommerlicher Tag liegt vor uns. Das Thermometer steigt erstmals auf 27 Grad an. Am Strand tummeln sich, wie jedes Jahr, die ersten Händler aus Afrika.


Aber auch geschäftstüchtige aus der Windsurfbranche versuchen ihre Produkte auf dem Campingplatz an den Mann bzw. die Frau zu bringen.


Unsere Parzelle ist inzwischen von drei Seiten eingekreist. Es herrschen reichlich beengte Verhältnisse auf dem Campingplatz.


Wir legen heute wieder mal einen "recovery and recreation day" ein. Wäsche waschen, Einkaufen, Olivenöl beim "Pastorella" besorgen und Putzen sind angesagt. Am Nachmittag widmen wir uns ausgiebig dem "Dolce far niente" und geniessen Café/Kuchen auf der "Touring-Terrassen-Bar". Ein stündiger Fitnesstrip mit dem Fahrrad darf natürlich auch nicht fehlen und zum Abendessen bereitet uns Eugen mit viel Liebe ein Grillhähnchen zu :-)
Ausflug nach Rodi und Windsurfen (I) (Donnerstag, 27.5.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 27 Grad / Wind: 2 - 6 Bf.
Die Serpentinenstrasse zwischen "Vico del Gargano" und der Küste, die wir für die Hin- und Rückfahrt meistens gefahren sind, ist relativ schmal, sehr kurvig und unübersichtlich und ausserdem nicht im besten Zustand. Hinzu kommt die Unart der Italiener, jede Kurve zu schneiden, was oft zu gefährlichen Situationen führt.
Heute erkunden wir zusammen mit Lothar eine alternative Strecke entlang der Küste via "San Menaio" und "Rodi", wo es auch weniger Höhenunterschiede zu überwinden gibt. "Rodi" die alte Römerstadt liegt an der Nordküste des "Gargano". Die Küstenstrasse vor "Rodi" verläuft unmittelbar am Meer und ist beinahe gerade, für ein Reisemobil also problemlos zu fahren.


"Rodi" selbst liegt auf einer kleinen Anhöhe. Die Durchfahrt ist nur für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen gestattet. Die Durchgangsstrasse enthält einige scharfe Spitzkehren, die für ein Reisemobil eine echte Herausforderung darstellen. Da unser Iveco einen Wendekreis von nur 12,5 m besitzt, stellen diese für uns kein wirkliches Problem dar. Wir werden bei der Heimreise wohl diese Route wählen.

Wir fahren über die Landstrasse via "Ischitella" weiter nach "Vico del Gargano". Die Aussicht vom Bergdorf "Ischitella" aus auf den "Lago di Varano", der durch einen schmalen Küstenstreifen vom offenen Meer abgetrennt ist, ist beeindruckend.

Wir fahren mit unseren zwei Rollern weiter nach "Vico del Gargano".

Der Cappuccino und die Patisserie in der "Pasticceria Gelateria Pizzicato" schmecken ausgezeichnet :-)


Als wir auf dem Campingplatz ankommen herrscht hektische Betriebsamkeit. Die "White Horses" (Schaumkronen) in der Bucht rennen um die Wette. Der Wind hat, entgegen den Prognosen von "Windguru" und "Windfinder", satte 6 Bf. erreicht. Kleine Segel und Bretter sind angesagt. Viele steuern mit überpowerten Segeln bereits das Ufer an.


Ich schnappe mir das kleine 85 Liter Naish-Board und das 4.7 m2 Segel und stürze mich ebenfalls ins aufgewühlte Meer.



Der tolle Wind hält leider nur eine halbe Stunde an. So schnell wie er gekommen ist, so schnell macht er nun schlapp. Der Wind dreht nach Südwest und wird dadurch unbeständiger und löchriger. Mit Mühe und Not erreiche ich das Ufer hundert Meter unterhalb meines Startortes :-( Eine halbe Stunde später frischt der Wind erneut auf. Diesmal gehe ich mit den 105 Liter Lorch und dem 6.0 m2 Segel aufs Wasser. Eine weitere halbe Stunde Surfen macht den Tag doch noch zu einem erfolgreichen Windsurftag.

Windsurfen im Gargano (I) (Freitag, 28.5.2010)
Wetter: sonnig bis bedeckt / Temp.: 25 Grad / Wind: 4 - 6 Bf.
Die Temperaturen sind in der Nacht nicht unter 22 Grad gefallen. Eine echte Sommernacht liegt hinter uns. Das Wetter ist heute, entgegen den Vorhersagen, die für heute und morgen den Durchzug eines ausgedehnten Tiefdruckgebietes angekündigt hatten, sonnig und warm. Da wir auf der Leeseite der "Apenninen" und des "Gargano" liegen, wird es diesmal im Gargano kaum regnen.
Um zehn Uhr erhalten wir überraschenden Wind aus nördlicher Richtung mit 4 bis 6 Bf. so dass wir zunächst mit dem 5.4 bzw. 4.7 m2 und den kleinen Brettern gut unterwegs sind. Nach einer Stunde lässt der Wind etwas nach. Wir satteln auf die nächst grösseren Segel um und verlängern dadurch den Surfspass für eine weitere halbe Stunde.

Damit hatten wir bisher im Mai schier unglaubliche 17 Windsurftage. Wenn das kein tolles Windsurf-Revier ist ;-) Am Nachmittag schlürfen wir im "Caffé Gelateria Terrazza" zusammen mit Eugen genüsslich einen Cappuccino.
Camping im Gargano (I) (Samstag, 29.5.2010)
Wetter: sonnig bis schön / Temp.: 25 Grad / Wind: 1 - 3 Bf.
Vom Wind ist heute nicht viel zu erwarten, Überraschungen mal ausgenommen. "Windguru" und "Windfinder" haben sich in letzter Zeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Schon drei Mal haben sie kräftig daneben getippt. Nach dem Frühstück fahren wir mit unseren Bikes nach "Vieste" hinein. Kaum haben wir es uns im "Caffé Why not" gemütlich gemacht, trudeln unsere Campingnachbarn Margot und Fred mit ihrem Roller ein. Kurz danach folgt auch noch Traudl mit dem Fahrrad (diesmal ohne Herbert; er wartet anscheinend auf dem Campingplatz noch auf Surfwind :-)


Fred ist stolz auf seinen neuen, roten "Honda SH125i Roller". Letztes Jahr wurde ihm der Alte in "Vieste" am hellichten Tage gestohlen.

Bei leichtem Gegenwind geht's zurück auf den Campingplatz. Die Knoblauchernte ist in vollem Gange. Knoblauchzöpfe verströmen ihren unverkennbaren Duft.

Die italienischen Spezialisten auf der Kanalbaustelle haben es heute tatsächlich fertig gebracht, einen ihrer Baumaschinen im Froschteich zu versenken.


Ein Bergungsversuch durch den anderen Bagger ist missglückt. Um den Spott der zahlreichen Zuschauer brauchen sie sich nicht zu sorgen. Schliesslich leiden wir schon seit Wochen unter dem Lärm der nicht eben gut koordinierten Bauarbeiten. Jung und Alt vom Campingplatz schauen dem Treiben interessiert zu.



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