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Freitag, 6. August 2010

Aufenthalt auf Rügen III (mit Elchi)

Windsurfen auf Rügen (D) (Freitag, 6.8.2010)
Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 21 Grad / Wind: 3 – 4 Bf.

Heute Morgen bläst aus nördlicher Richtung ein willkommener Surfwind. Wir lassen uns nicht zwei Mal bitten und vergnügen uns zwei volle Stunden auf dem Wasser bis der Wind am Nachmittag etwas nachlässt. Der Lunch ruft :-)


Am späteren Nachmittag frischt der Wind nochmals gehörig auf und erreicht zeitweise fast 5 Bf.


Im Restaurant "Zur alten Schmiede" in "Poggenhof" gefunden: Einen originellen Bierdeckel mit der bizarren Struktur der Inselgruppe "Rügen".

Zur Vergrösserung Foto anklicken

Zum Abendessen bereiten Anita und Eugen die legendäre, schmackhafte Knoblauch-Suppe zu.


Windsurfen auf Rügen (D) (Samstag, 7.8.2010)
Wetter: schön / Temp.: 23 Grad / Wind: 1 – 3 Bf.

Der Wind reicht gerade Mal für eine halbe Stunde Windsurfen mit grossem Material. Trotz aller Voraussagen, bleibt es den ganzen Tag sonnig und warm. Erst für nächste Woche ist wieder stabileres, schönes Wetter vorhergesagt. Mal sehen, ob's zutrifft.

Foto des Tages: Sonnenuntergang auf dem Seehof


Camping auf Rügen (D) (Sonntag, 8.8.2010)
Wetter: Regen / Temp.: 19 Grad / Wind: 1 – 4 Bf.

Nun hat's auch die "Sonneninsel Rügen" erwischt. Bereits in der Nacht beginnt es leicht zu regnen und dies hält fast den ganzen Sonntag über an. Wir nehmen es gelassen, denn wir hatten in den vergangenen 2 ½ Wochen mehrheitlich sonniges und warmes Wetter, im Gegensatz zum restlichen Deutschland, wo es ziemlich nass zu und her ging. Auch die Temperaturen sind überraschend hoch. Am frühen Morgen messen wir auch heute milde 19 Grad. So lässt sich's aushalten :-)

Windsurfen auf Rügen (D) (Montag, 9.8.2010)
Wetter: bewölkt bis schön / Temp.: 21 Grad / Wind: 3 – 5 Bf.

In der Nacht hat es noch kräftig geregnet. Am Vormittag verziehen sich die Wolken allmählich und die Sonne gewinnt immer mehr Oberhand. Der Nachfrontenwind dagegen hält sich noch zurück und so fahren wir erstmal zum Einkaufen nach "Bergen".

Am Nachmittag nach ein Uhr wassern wir trotz schwächelndem Wind unsere Bretter. Der angekündigte Surfwind lässt immer noch auf sich warten. Als wir nach einer halben Stunde bereits ans Aufhören denken, dreht der Wind plötzlich auf und erreicht 4 bis 5 Bf. Beinahe drei Stunden vergnügen wir uns auf dem Wasser und können uns endlich wieder mal austoben.

Foto des Tages: Sonnenuntergang auf dem Seehof


Ausflug zum Kap Arkona (D) (Dienstag, 10.8.2010)
Wetter: bewölkt bis sehr schön / Temp.: 23 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.

Eigentlich wollten wir diese Rundreise schon lange unternehmen. Aber immer kam etwas dazwischen, meistens das Windsurfen oder das nicht optimale Wetter. Für heute ist jedoch kein Wind und dazu noch schönes Wetter vorhergesagt :-)

Wir satteln unseren Roller und stellen uns bei der kleinen Warteschlange bei der "Wittower" Fähre hinten an. Wir brauchen nicht lange zu warten bis die Fähre loslegt und das kurze Stück Wasser hinter sich bringt.

Zunächst steuern wir via "Wiek" die Ortschaft "Danske" an. Vom dortigen Campingplatz aus können wir die Insel "Hiddensee" mal von einer anderen Seite bewundern.


"Danske" ist ein verträumtes Nest ohne besondere Sehenswürdigkeiten. Ausser dem kleinen Bootshafen gibt es kaum was anzusehen.

Wir fahren weiter über "Altenkirchen" nach "Putgarten". Das "Kap Arkona", der nördlichste Punkt der Insel Rügen", ist für Touristen nur zu Fuss, per Fahrrad, mit der Pferdekutsche oder "Kap-Arkona-Bahn" erreichbar. Wir wählen für die gut 2 km lange Strecke aus Zeitgründen die Letztere.

Der Antrieb der K.A.B. geschieht mit Gas und einer zusätzlichen wasserstoffbetriebenen Brennstoffzelle zur Elektroenergieerzeugung, die zukünftige Antriebsart für Automobile :-)

Wir besichtigen, zumindest von aussen, den weithin sichtbaren Leuchtturm und Peilturm des Kaps. Auf eine Besteigung desselben verzichten wir.



Einen Euro zu verlangen, um einen Hügel besteigen zu dürfen (Slawische Wallanlage), ist uns dann doch zu viel. Wenn wir in der Schweiz solche Hügelgebühren erheben würden?

Da steigen wir doch lieber die sogenannte "Königstreppe" mit den 198 Tritten hinunter an den Strand, um von unten ein Stück der Kreidefelsen anzusehen. Dies dürfen wir doch tatsächlich gratis tun. Das bleibt wohl auch das Einzige an diesem touristischen Ort.



An diesem speziellen Ort scheinen doch manche Paare ihre Hochzeit zu feiern. Eingravierte Bodenplatten vor dem Leuchtturm zeugen davon.

Zu hungern braucht hier niemand. An jeder Ecke finden sich Restaurants und Schnellimbissbuden.

Wir fahren weiter nach "Sassnitz", zur zweitgrössten Ortschaft auf "Rügen". Die Strasse führt durch ausgedehnte Alleen, Föhren- und Buchenwälder.


In einer neuen Einkaufsstrasse finden wir, was wir suchen.

Ein chinesisches Restaurant bietet ein Mittags-Buffet für nur Euro 7.50 an. In der Schweiz wird von den Chinesen seit jeher eine Hochpreispolitik betrieben.

Anschliessend spazieren wir über die geniale Fussgängerbrückenkonstruktion zum Hafen von "Sassnitz".


Die Kirche von "Sassnitz" liegt besonders idyllisch im Grünen auf einem Hügel. Wir steigen hinauf und besichtigen das in Sichtbackstein gehaltene Bauwerk (diesmal ohne Eintrittsgeld ;-)


Weiter geht's auf der Hauptstrasse nach "Bergen". Bei der Landbrücke von "Lietzow" machen wir Halt. Dieses schmale Stück Land teilen sich Autostrasse, Bahntrasse und Fahrradweg.


Das avisierte Restaurant "Lagune am Strand" kann man aus dieser Fahrtrichtung nicht erkennen. Nur wenn man von "Bergen" her anfährt und dazu noch scharfe Augen hat entdeckt man diesen idyllischen Ort womöglich.

Vielen Dank für Euren Tip Michael und Maria :-) Auf der Terrasse geniessen wir die herrliche Aussicht auf den "Jasmunder Bodden".



Via "Bergen" (es gibt keine andere Strasse) fahren wir zurück zum Campingplatz. Es war ein wunderschöner und erlebnisreicher Tag, auch wenn das Wetter nicht ganz mitgespielt hat.

Camping auf Rügen (D) (Mittwoch, 11.8.2010)
Wetter: regnerisch bis sonnig / Temp.: 22 Grad / Wind: 1 – 3 Bf.

Wir nutzen den verregneten Tag für einen ausgedehnten "recovery and recreation day" :-) Mücken ohne Ende: Die feuchtwarme Witterung hat die Mückenpopulation explosionsartig vermehren lassen. Im Freien zu essen ist leider nur noch mit massivem Einsatz von Anitmückenmitteln möglich :-( Ein Vergnügen ist es so oder so nicht gerade.

Foto des Tages: Sonnenuntergang auf dem Seehof


Camping auf Rügen (D) (Donnerstag, 12.8.2010)
Wetter: schön bis Regen / Temp.: 22 Grad / Wind: 1 - 3 Bf.

Endlich ist auf dem Stellplatz wieder was los :-( Gestern Abend haben wir neue Campingnachbarn gekriegt, welche leider gar nicht unserer Wellenlänge entsprechen. Zunächst plazierte sich nur ein einziges Reisemobil neben uns, dann kamen aber noch zwei weitere Familien mit ihren Zelten hinzu, die anscheinend zusammen gehören. Schon ab dem frühen Abend hat sich die Gruppe benommen, als wenn sie alleine auf dem Stellplatz wären.

Obwohl offenes Feuer hier generell verboten ist, zündeten sie einen Holzkohlegrill und später einen grossen Feuerkorb an. Der nicht ungefährliche Funkenflug mit dem hier herrschenden Wind war vorauszusehen. Wir mussten alle Fenster dichtmachen um den Gestank nicht in unserem Reisemobil zu haben. Hinzu kam der Lärm, welchen die Clique vollführte. Noch am frühen Morgen um vier Uhr waren laute, betrunkene Männerstimmen zu hören. Ab zehn Uhr abends sollte hier eigentlich Nachtruhe herrschen. So geht das nicht!

Wir sind beileibe nicht die Einzigen, die heute Morgen beim Campingplatzbesitzer reklamieren. Frau Palke zeigt volles Verständnis und wird mit den Leuten reden. Wir sind alle gespannt auf das Ergebnis, denn bekanntlich sind solche Rüpel nicht einfach mit ein paar netten Worten von ihrem ungesitteten Benehmen abzubringen. Da braucht es schon die Androhung des Campingplatzverweises.

Der Wind am Morgen reicht leider nur, um sporadisch ins Gleiten zu kommen. Erst am Nachmittag frischt der Wind auf ca. 3 Bf. auf. Leider verschlechtert sich das Wetter zusehends und am späteren Nachmittag beginnt es wiederum zu regnen. Wenigstens halten sich die Temperaturen mit 22 Grad im akzeptablen Rahmen.

Zum Abendessen bereitet uns Anita eine spezielle Rüblisuppe (Karottensuppe) nach Rezept von Norbert zu. Das Erstlingswerk ist auf Anhieb gelungen und schmeckt ausgezeichnet.


Fotos des Tages: Kormorane versammeln sich für den Flug nach Süden

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