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Sonntag, 29. August 2010

Caravan Salon in Düsseldorf (mit Elchi)

Rügen - Düsseldorf (D) (Sonntag, 29.8.2010)
Wetter: regnerisch bis sonnig / Temp.: 19 Grad / Wind: 2 – 5 Bf.

Wir haben es nicht eilig, denn wir unterteilen die Strecke bis zu unserem nächsten Ziel "Düsseldorf" in zwei Etappen. Das Wetter ist zwar nicht berauschend, aber wenigstens trocken, so dass wir trotz Gegen- und Seitenwind gut vorankommen.

Weil heute Sonntag ist, hat es kaum Werk- und LKW-Verkehr, weshalb wir schon am frühen Nachmittag an unserem Teilziel, auf einem der vielen Autohöfe zwischen "Hamburg" und "Bremen", ankommen. Wir finden ein ruhiges Plätzchen zum Übernachten, durch einen Strassendamm vom Lärm der Autobahn geschützt.


Rügen - Düsseldorf (D) (Montag, 30.8.2010)
Wetter: bedeckt bis heiter/ Temp.: 16 Grad / Wind: 1 – 3 Bf.

Am Abend hat es zu regnen begonnen und die ganze Nacht durchgeregnet. Und auch für heute ist anhaltend schlechtes Wetter vorhergesagt. Wir nehmen es für einmal locker, denn zum Fahren brauchen wir nicht unbedingt strahlenden Sonnenschein. Immerhin prognostizieren die Wetterfrösche ab Dienstag eine durchgreifende Wetterbesserung für ganz Mitteleuropa. Nach den gemachten Erfahrungen der letzten drei Wochen sind wir indessen etwas skeptisch. Schauen wir mal…

Wir sind für den P1 auf dem Düsseldorfer Messegelände noch etwas zu früh dran und machen eine ausgedehnte Mittagsrast. Autohöfe haben den Vorteil, dass man meistens mehrere Lokalitäten zur Auswahl hat. Unser favorisiertes "McCafé" ist oftmals auch vertreten :-)

Gerade rechtzeitig um 16.00 Uhr fahren wir durch die Zufahrt des "P1" um uns in die Tausenden von parkierten Reisemobilen und Caravans einzureihen. Nach 16.00 Uhr geht nämlich der kostenpflichtige Tag auf dem Park-/Stellplatzgelände zu Ende und man bezahlt somit für den nächsten Tag, welcher wiederum von 08.00 Uhr bis 16.00 Uhr dauert. Das bedeutet aber auch, dass man jeweils vor 08.00 Uhr den Platz verlassen muss, um nicht für den nächsten Tag zu bezahlen. Diese etwas ungewohnte Abrechnungsmethode funktioniert problemlos und ist erst noch fairer, als die auf Campingplätzen übliche Übernachtungspauschale.

Nicht nur in den Messehallen stehen Reisemobile und Caravans für Hunderte von Millionen Euro umher, sondern auch auf dem gigantischen Messeparkplatz "P1".

Ein Spaziergang durch die unendlichen Reihen dieses Stellplatzes durch die Tausenden von Reisemobilen aller Klassen und Marken hindurch ist immer wieder faszinierend.




Auch wir erhalten einen schönen Platz zwischen den Baumalleen zugewiesen, allerdings diesmal weitab vom Festzelt und Versorgungsplatz. Freilich hat alles seine Vor -und Nachteile. Unser jetziger Platz liegt bestimmt ruhiger :-)


Caravan Salon in Düsseldorf (D) (Dienstag, 31.8.2010)
Wetter: schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.

Es war eine kurze und dazu noch unruhige Nacht, denn der Stell-/Parkplatz "P1" liegt ziemlich genau in der Flugschneise des nahen Flughafens. Auf frische Brötchen vom Beck müssen wir heute verzichten. Um zehn Uhr wollen wir spätestens beim Messeeingang sein.

Es ist schon eine Weile her, seit wir diese grösste Ausstellung der Camping-Branche Europas besucht haben. Deshalb genehmigen wir uns zwei Tage, um die zehn geräumigen Hallen ausgiebig auszukundschaften. Ausserdem wollen wir diesmal auch die Düsseldorfer Innenstadt besichtigen. Der Transfer mit dem Shuttlebus vom Messegelände ins Stadtzentrum und zurück ist im Messeticket inbegriffen.

Kurz vor zehn Uhr reihen wir uns in die Wartenden vor den Eingangspassagen ein, um gleich die erste Halle mit den "Hymer-Reisemobilen" zu stürmen.

Die "Hymer-Mobile" sehen von aussen und innen auf den ersten Blick toll aus. Sobald wir jedoch die Details anschauen, fällt "Hymer" in unserer Evaluation Reihenfolge wieder nach hinten. Als grösster Negativpunkt fällt uns immer wieder die ungenügende Zuladung auf. Auch unser nächstes Reisemobil wird wohl wiederum kein "Hymer" sein.

Das gläserne "Hymer-Modell" lockt viele Zuschauer an.


Der Nutzfahrzeughersteller "Iveco" stellt sein neuestes leistungsstarkes 7-Tonnen-Modell vor. Mittlerweile gefällt uns auch das Cockpit, welches nicht mehr so grobschlächtig gestaltet ist wie in unserem "Iveco-Fahrzeug" aus dem Jahre 2003.


Ein Hauch von Australien überfällt uns beim Anblick dieser Zeltanhänger und Dachzelte.



Bei "La Strada" gibt es mittlerweile auch günstigere Modelle auf Fiat-Ducato-Basis.

Die meisten Modelle trumpfen mit horrenden Preisen, aber auch mit perfekter Ausstattung auf. Etliche dieser Kompakt-Campervans von "La Strada" kosten mehr als unser ausgewachsenes "Carthago-Reisemobil".


Die Marke "Westfalia" ist immer wieder ein Besuch wert. Schliesslich stammten unseren ersten zwei "Jocker"-Campervans von dieser renommierten Marke.

Im grossen Hof der Ausstellungshallen bieten verschiedene Essbuden und Restaurants ihre Speisen an. Nach drei Stunden Bummeln haben auch wir eine Entspannung nötig.

Anschliessend stürzen wir uns wieder in die zirkulierende Menschenmenge in den Hallen. Solche autarken hochbeinigen Outback-Modelle wie auf dem Foto sind wohl nur für eine kleine Minderheit attraktiv und erschwinglich.

Ebenso selten findet man auf den Strassen Europas solche Riesenmobile.



"Carthago", "Concorde", "Phoenix", "Niesmann&Bischoff", "RMB", "Vario" und andere Reisemobile sind mit ihren integrierten Luxusmodellen schon lange nicht mehr alleine auf dem Markt. Mittlerweile drängen auch immer mehr Marken wie "Dethleffs", "Knaus", "Frankia", "Adria" und andere aus dem unteren Preissegment nach vorne und bieten vergleichsweise preiswerte Integrierte an.


In den noblen "Lounges" der Hersteller werden die grossen Geschäfte abgewickelt.

Zweidrittel der Ausstellung haben wir bereits abgelaufen. Den Rest sparen wir uns für morgen auf. Mit der U-Bahn verschieben wir uns in die Innenstadt von Düsseldorf.

Vor allem die Uferpromenade am Rhein mit den vielen Cafés ist sehr attraktiv.


Viele versuchen die letzten Sonnenstrahlen dieses kärglichen Sommers zu erhaschen.


Wir lassen uns bei einem der einladenden Cafés nieder und geniessen die schöne Aussicht auf den Rhein, der zurzeit überdurchschnittlich viel Wasser führt.


Der Schlossturm und das Rathaus sind zwei der wenigen erhaltenen alten Gebäude der Altstadt.


Wir bummeln noch ein wenig durch die Gassen. So viele Restaurants wie hier haben wir noch selten erlebt.

Die Gassen sind buchstäblich überflutet davon, und an jeder Ecke findet man die für Düsseldorf typischen Stehbars für das Bier nach Feierabend (happy our :-)



Nach dem Abendessen fahren wir mit der U-Bahn wieder zurück zum Campingplatz. Es war ein langer und anstrengender Tag, umso mehr, da wir wegen des auf dem "P1" herrschenden Fluglärms nicht allzu gut geschlafen haben :-)

Caravan Salon in Düsseldorf (D) (Mittwoch, 1.9.2010)
Wetter: schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 1 – 2 Bf.

In der Nacht kühl es mittlerweile ziemlich ab und die Morgentemperaturen sind mit 11 Grad bereits herbstlich. Der meteorologische Herbst hat denn auch heute begonnen ;-)

Seit Jahren bereits steht ein alter Bekannter auf dem "P1" und zieht viele Besucherblicke auf sich. Die Rede ist von einem exotisch bemalten Reisemobil mit indischen Motiven. Der Besitzer hat es, wie wir vernommen haben, auf seinen Reisen in Indien kunstvoll bemalen lassen.





Heute Morgen nehmen wir den Weg bis zum Nordeingang zu Fuss. Als wir kurz vor zehn Uhr dort eintreffen, herrscht in der Eingangshalle bereits reger Betrieb. Es sind genügend Eingangskreuze vorhanden, so dass sich die Menschenschlangen schon nach kurzer Zeit auflösen.

Ein Rückblick in die Anfänge des Caravanings lässt die rasante Entwicklung zu den modernen und inzwischen perfekt durchkonstruierten und gestylten Reisemobilen in einem anderen Licht erscheinen. Dabei liegen doch nur ein paar Jahrzehnte dazwischen.



Die "Hobbys" sind, wie jedes Jahr, in eine gediegene Gartenlandschaft eingebettet, was zu diesen extravaganten Reisemobilen und Caravans durchaus passt.



Aber auch andere Hersteller geben sich redlich Mühe, das notwendige Ambiente zu schaffen um die Besucher in ihren Stand zu locken und das Kaufinteresse zu wecken.


Vollbepackt mit Prospektmaterial und Zubehör laufen wir zum nächsten Shuttlebus. Wir haben den "Caravan Salon" in den zwei Tagen voll und ganz ausgekostet :-)

2 Kommentare:

  1. Wolfgang und Annemarie3. September 2010 18:50

    Hallo Heinz und Anita, wir lesen mit Spannung Eure Berichte unter anderem, den von Eurem Winteraufenthalt in La Manga. Wir beabsichtigen diesen Winter auch dort zu verbringen. Unsere Frage, muss man zwingend einen Platz dort reservieren oder kann man auf gut Glück im Oktober anreisen. Wir haben das Anmeldeformular vom Camping erhalten, müssten dort aber unsere Kreditkartennummer angeben, was wir aber nicht möchten.
    Wir würden uns sehr auf eine Antwort von Euch freuen.
    Wolfgang und Annemarie aus Winterthur

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  2. Hallo Wolfgang und Annemarie,

    wenn ihr keine besondere Ansprüche, z.B. Strandnähe wegen dem Windsurfen, habt, ist eine Reservierung nicht nötig. Es hat meistens genügend freie Plätze. Zu beachten ist allerdings, dass der Campingplatz ca. 1 km lang ist, so dass der Weg an den Strand ziemlich weit sein kann.

    Wir würden uns freuen, Euch mal kennen zu lernen. Wir stehen auf Parzelle PQ91 (natürlich reserviert, weil wir beide Windsurfer sind :-)

    Freundliche Grüsse
    Anita und Heinz

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