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Samstag, 8. Januar 2011

Aufenthalt in Südspanien XI (mit Elchi)

Camping am Mar Menor (E) (Samstag, 8.1.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 1 bis 2 Bf.

Foto des Tages: Esel oder Maultier?


Windsurfen am Mar Menor (E) (Sonntag, 9.1.2011)
Wetter: schön bis heiter / Temp.: 19 Grad / Wind: 1 bis 4 Bf.

Heute findet in "Cabo de Palos" der wöchentliche Sonntagsmarkt statt. Auch wir schlendern wieder mal durch den farbenfrohen Strassenmarkt.





Wer geduldig ist und Ausdauer besitzt, findet in den Auslagen so manches Schnäppchen.



Strassenmärkte ums "Mar Menor" (Mercadillos)
Wer es liebt, kann in der Region jeden Tag einen oder mehrere Strassenmärkte besuchen :-)

Montags: San Pedro del Pinatar
Dienstags: Los Alcázares, Los Belones, La Unión
Mittwochs: Cartagena, Santiago de la Ribera
Donnerstags: San Javier, Los Urrutias
Freitags: El Algar, Torrevieja
Samstags: Torre Pacheco, Los Narejos
Sonntags: Cabo de Palos, Los Nietos, San Javier

Ein grosses Motorradtreffen auf "La Manga" lockt viele Schaulustige an.



Am späten Nachmittag gibt es dann noch Surfwind.

Wir halten uns diesmal zurück, wie viele andere Mitsurfer auf dem Campingplatz auch. Einzig ein paar Spanier zieht es aufs "Mar Menor". Bei ihnen geht heute der Weihnachtsurlaub zu Ende.


Wanderung auf Aussichtsberg von Cabo de Palos (E)
(Montag, 10.1.2011)

Wetter: sehr schön / Temp.: 18 Grad / Wind: 1 bis 2 Bf.

Ein dunkelblauer, wolkenloser Himmel wölbt sich über dem "Mar Menor". Nach der Besteigung des Wasserberges letzte Woche, wollen wir uns heute den Aussichtsberg von "Cabo de Palos", auch "Hausberg" genannt, vornehmen. Einen Namen hat der Berg anscheinend nicht. Wir radeln mit Rolf, der schon oft auf diesem wunderbaren Aussichtpunkt gewesen ist, an den Fuss des Berges wo wir unsere Fahrräder unweit hinter der grossen Kläranlage parkieren.

Von hier aus können wir unser angepeiltes Ziel bereits überblicken.


Auch hier sind gutes Schuhwerk und lange Hosen ratsam, weil der schmale Weg teilweise ziemlich steil und von Dornenbüschen gesäumt ist.

Während des Aufstiegs schweifen unsere Blicke immer wieder übers "Mar Menor", welches durch die klare Sicht in ganzer Grösse mit all den umliegenden Dörfern und Städten überblickbar ist.

Unser Campingplatz liegt uns zu Füssen.

Die Halbinsel "La Manga" trennt das "Mar Menor" vom Mittelmeer.


In Richtung Süden können wir die charakteristische Form des Wasserberges erkennen.

Auf dem Sattel der Hügelkette angekommen, breitet sich unter uns "Cabo de Palos" mit der Bucht von "Cala Reona" aus.



Am Wegesrand entdecken wir Rosmarin, Thymian und das "goldene Moos von La Manga".



Der gesamte Aufstieg dauert lediglich dreiviertel Stunden und wird belohnt von einer traumhaft schönen Rundsicht.

Zur Vergrösserung bitte Foto anklicken (388 kB)

Die Salinen von "Calblanque" sind genau so zu überblicken, wie der Kanonenberg im Hintergrund.


Auch von oben herab schaut unser Lieblingsbauwerk in "Playa Honda" edel aus ;-)

…und "La Manga" in der gerafften Teleperspecktive, wie ein kleines Dorf.

Auf dem Abstieg entdecken wir in den Föhrenbüschen die sogenannten Prozessionsspinnerrauben in ihren Kokons.

Einmal mehr haben wir einen optimalen Tag für unsere kleine Bergwanderung ausgewählt.

Windsurfen am Mar Menor (E) (Dienstag, 11.1.2011)
Wetter: bewölkt bis sehr schön / Temp.: 21 Grad / Wind: 1 bis 3 Bf.

Heute erleben wir den bisher wärmsten Tag in diesem Jahr. Leider erst am späten Nachmittag kommt der von Windguru und Windfinder angekündigte Wind. Karin macht den "guinea pig". Der Wind reicht gerade mal für zwei Schläge im Gleiten.


Wir geniessen derweil unseren Café auf der Terrasse des Strandrestaurants und schauen Karin bei ihren Gleitversuchen zu.

Nun will auch Willi sein Glück versuchen.

Er ist mit seinem 10 m2 Segel schon um einiges erfolgreicher :-)

Die Luft ist heute wiederum sehr klar, so dass die Sicht bis weit in die Berge von "Murcia" hinein reicht.

Zu einem wunderschönen Tag gehört ein schöner Sonnenuntergang :-)



Rollerausflug nach Los Alcàzares (E) (Mittwoch, 12.1.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 21 Grad / Wind: 1 bis 2 Bf.

Wir nutzen den wunderschönen Tag für einen Rollerausflug nach "Los Alcàzares". Das "Mar Menor" liegt auch heute dunkelblau vor uns.

Wir fahren, soweit möglich, der Küstenstrasse entlang. Das Gemüse und auch die Zitronen wachsen bei den hier herrschenden milden Temperaturen schnell heran.




Auch die Artischocken halten da wacker mit.


Zunächst würde man annehmen, dass die Palmenalleen der Strandpromenade von "Los Alcàzares" unter der momentan herrschenden Trockenheit leiden. Dem ist leider nicht so. Der Grund ist wesentlich gravierender. Für die herunterhängenden braunen Palmenblätter ist der berüchtigte "Rote Palmrüssler" verantwortlich.


Der "Rote Palmrüssler" ist ein Käfer aus dem südöstlichen Asien, der auf Kosten der Palmen lebt. Dieser Käfer hat sich in den letzten fünf Jahren dramatisch, auch an der "Costa Calida", ausgebreitet. Der "Rote Palmrüssler" schafft es in etwa drei Monaten eine Palme, die augenscheinlich gesund ist, kaputt zu fressen. Er lebt im Blätteransatz unterhalb der Krone und kann im Stamm über mehrere Generationen existieren. Die Larve dringt über die Krone direkt in den Palmenstamm ein. Die Schäden, die durch die Larven entstehen werden oft zu spät erkannt, weil sie von aussen vorerst nicht sichtbar sind. Wenn sie sichtbar sind, wie hier, kann die Palme nicht mehr gerettet werden.

Es gibt inzwischen eine kombinierte Behandlung (Verneblung der Baumkrone mit Chemikalien und anderen Zusätzen, Niederdruckspritzen in den Stamm, Entfernung der befallenen Teile der Baumkrone, Entsorgung der abgestorbenen Palmen). Diese Behandlung ist jedoch sehr aufwendig und teuer. Wie lange wir die Millionen von Palmen in den südlichen Ländern noch bewundern können, wird sich zeigen, eine wirklich traurige Geschichte, wieder mal durch den Menschen und sein Unachtsamkeit verursacht.

Im zurzeit einzigen geöffneten Restaurant am Platz "Terra Mare" geniessen wir beim Lunch die Aussicht aufs "Mar Menor".


Ab und zu donnert ein Düsenjet vom nahen Militärflughafen "San Javier" über unsere Köpfe.

Nach einem kurzen Besuch des Campingplatzes "Mar Menor", gleich hinter dem Flughafen, treten wir den Rückweg an. Erstaunlicherweise weht hier ein leichter Surfwind, der gerade zum Einturnen reicht.

Als wir auf dem Campingplatz ankommen, liegt das "Mar Menor" wiederum spiegelglatt vor uns.




Wanderung auf den Espiritu Santo (E) (Donnerstag, 13.1.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 20 Grad / Wind: 1 bis 3 Bf.

Ein weiterer wolkenloser Tag erwartet uns. Wir schliessen uns einer kleinen Wandergruppe auf dem Campingplatz an. Unser Ziel ist die Erklimmung des "Espiritu Santo". Mit ca. 400 m Höhe über Meer ist dieser die höchste Erhebung ums "Mar Menor". Mit dem Auto fahren wir bis auf die Passhöhe zwischen "Llano del Beal", wo wir unsere Tageswanderung beginnen.

Über dem Mittelmeer hat sich heute Morgennebel gebildet, welcher zwischen den Hügeln gut sichtbar ist.

Zunächst folgen wir einem Minenerschliessungsweg bis auf den Sattel der sich zwischen der Bergkette zu "La Union" und "Espiritu Santo" erstreckt.



Gegen Norden liegt das "Mar Menor" mit der "Isla del Barón" bereits tief unter uns.

In Richtung Süden erblicken wir das Hügelland von "Cartagena" mit dem hässlichen, stinkenden Industriegebiet "Escombreras".


Auf dem Sattel angekommen, biegen wir nach links in einen steil ansteigenden Waldpfad ab. Bald überblicken wir die Windfarm von "La Union" auf der gegenüberliegenden Bergkette.


Auf halber Höhe treffen wir am Wegesrand auf Orchideen.

Aber auch andere interessante Pflanzen können wir entdecken.



Wir arbeiten uns allmählich zum Gipfel vor.

Noch gilt es die Steilwand im letzten Teilstück zu überwinden.

Dann endlich nach eineinhalb Stunden haben wir unser Ziel erreicht.

Der Rundblick vom "Espiritu Santo" ist atemberaubend. Unter uns liegt das ausgedehnte "Golfgelände von La Manga".

In der Ferne können wir auch unseren Campingplatz mit "La Manga" im Hintergrund erkennen.

Wir geniessen die tolle Panoramasicht auf das "Mar Menor".

Zur Vergrösserung bitte das Foto anklicken (212 KB)

Ein Blick Richtung Mittelmeer zeigt weit entfernt "La Manga" und "Cabo de Palos".

Zur Vergrösserung bitte das Foto anklicken (307 KB)

Wenn wir unsere Blicke weiter Richtung Süden schweifen lassen, können wir unschwer den kürzlich bestiegenen "Hausberg", den "Wasserberg" und den "Kanonenberg" ausmachen.

Zur Vergrösserung bitte das Foto anklicken (355 KB)

Nachdem wir uns sattgesehen haben, suchen wir uns einen geeigneten Platz für unser Picknick.


Ein Adler zieht seine Kreise und steigt in den thermischen Aufwinden überraschend schnell aus dem Tal bis über unsere Köpfe.

Auch auf dieser windigen Höhe finden wir die Kokons der Prozessionsspinnerraube.

Immer wieder schweifen unsere Blicke auf den gegenüberliegenden markanten Wasserberg.

Der Abstieg erfolgt zügig, so dass wir bereits um drei Uhr wieder auf dem Campingplatz eintreffen.

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Wir kommen gerade recht, um unseren Café auf der Sonnenterrasse zu geniessen und den wenigen Surfern beim Herumdümpeln auf dem "Mar Menor" zuzuschauen.


Camping am Mar Menor (E) (Freitag, 14.1.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 18 Grad / Wind: 1 Bf.

Das stabile Hochdruckgebiet über Spanien beschert uns dauerhaftes schönes Wetter. Sonnenbaden am Strand liegt uns weniger.

So unternehmen wir eine Radtour nach "La Manga". Bei der neu renovierten Strandbar am "Kite-Strand" treffen wir auf Gaby und Herbert mit Freunden vom Campingplatz, die ebenfalls mit ihren Fahrrädern hier gelandet sind.

Auf der Sonnenterrasse ist es herrlich warm. Die 20-Gradmarke erreichen wir heute allerdings nicht mehr. Die Winde drehen allmählich von Süden auf Norden, so dass wieder weniger warme Luft nach Südspanien strömt. Das schöne Wetter bleibt uns gemäss Wettervorhersage trotzdem noch einige Tage erhalten.

Im deutschen Restaurant "Pasadoble" auf "La Manga" ist heute Freitag "Steak-Tag".

Wir geniessen beim Abendessen die bezaubernde Abendstimmung über dem "Mar Menor".

1 Kommentare:

  1. Der Markt mit den riesigen Klamottenhaufen ist ja mehr als genial. :D

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