Wetter: sehr schön / Temp.: 18 Grad / Wind: 2 bis 3 Bf.
Ein wolkenloser Himmel wölbt sich heute Morgen über "La Manga". Das "Mar Menor" liegt wie ein Spiegel vor uns, als wir dem Ufer entlang nach "Cabo de Palos" joggen. Vom vorhergesagten Surfwind noch keine Spur.

Eine kleine Radtour zu unserem bevorzugten Kiosk auf "La Manga" sorgt für ein wenig Abwechslung. Die Wasserpfützen zeugen vom Regen der letzten Tage.



Beim Kiosk treffen wir auf Gaby und Jochen. Bei einem Café geniessen wir zusammen die schon kräftig aufheizende Frühlingssonne. Wir erreichen heute bereits wieder angenehme 18 Grad Lufttemperatur, die an geschützten Stellen noch um einiges höher liegen dürfte.
Auf der Rückfahrt bremst ein Wind aus Südwesten unsere zügige Fahrt. Nun kommt der angekündigte Surfwind also doch noch. Zunächst machen wir uns auf den Weg zum Strand um die Windlage auszukundschaften. Man soll ja nichts überstürzen ;-)

Ein paar mit ihren Monstersegeln sind bei 2 bis 3 Bf. bereits am Gleiten.


Doch dabei bleibt es dann auch. Für kleinere Segel unter 9.0 m2 reicht der Wind fürs Gleiten nicht aus. Mit unbändiger Motorenkraft braust derweil ein Jetski übers das relativ flache Wasser, selbstverständlich ohne Schutzhelm, wie es sich für einen stolzen, spanischen Torrero gehört.

Da widmen wir uns doch lieber dem Sonnenbaden vorm "Elchi" und lesen ein Buch :-)
"Last but not least" erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang über der Bergkette vor "La Union".

Sonntagsmarkt in Cabo de Palos (E) (Sonntag, 30.1.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 15 Grad / Wind: 1 bis 2 Bf.
In Südspanien erwachen erste Frühlingsgefühle. An den Strassenrändern und Wiesen erleuchten die ersten Blumen in sattem Gelb.


Wir besuchen wieder einmal den Sonntagsmarkt in "Cabo de Palos".



Im Hintergrund kann man gerade noch den Wasserberg mit der markanten Steilwand erkennen, den wir vor ein paar Wochen erklommen haben.

Camping am Mar Menor (E) (Montag, 31.1.2011)
Wetter: schön / Temp.: 14 Grad / Wind: 1 bis 2 Bf.
Foto des Tages: Spatzen machen sich offensichtlich nichts aus Datteln

Camping am Mar Menor (E) (Dienstag, 1.2.2011)
Wetter: bewölkt bis schön / Temp.: 15 Grad / Wind: 1 bis 3 Bf.
Anita erhält wieder mal einen neuen Haarschnitt. Daniela macht ihre Sache sehr gut.

Fotos des Tages:
Reminiszenzen an unsere wunderschöne Australienreise 2009



Ausflug nach Cabo de Palos (E) (Mittwoch, 2.2.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 17 Grad / Wind: 2 bis 3 Bf.
Wir erwarten für die nächsten Tage und Wochen ruhiges sonniges Winterwetter mit Temperaturen um die 15 bis 18 Grad.
Ganz anders schaut es in unserem Lieblingsland Australien aus. Dort wüten zurzeit heftige, zerstörerische, Tropenstürme und es herrschen Sommertemperaturen über 40 Grad (z. B. in Sydney). In den nächsten Stunden, in der Nacht auf den 3. Februar, fegt der Zyklon "Yasi" mit Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h über "Queensland" hinweg.

Das Zentrum dieses Wirbelsturmes mit der höchsten Stärke 5 zieht mit seiner zerstörerische Bahn offenbar zwischen "Cairns" und "Townsville" hindurch.
Zur Vergrösserung bitte auf Foto klicken

Vor zwei Jahren haben wir dieses Gebiet auf unserer siebenmonatigen Austalienreise ausgiebig bereist und können uns lebhaft vorstellen, was dies für die Einwohner, die Agglomerationen und Natur dort bedeutet. Was von dieser wunderschönen Region nach diesem Monstersturm noch übrig bleibt, wird man sehen. Wir sorgen uns in diesen Stunden vor allem sehr um unsere Verwandten in "Townsville" und Umgebung, die vom Tropensturm voll betroffen sind. Dieser wird, wie es scheint, direkt über sie hinwegbrausen.


Um einmal die Grössenverhältnisse dieses gewaltigen Wirbelsturms zu aufzuzeigen: Etwa so würde sich der Zyklon "Yasi" über Europa ausbreiten.

Unseren Café nehmen wir heute an der Hafenpromenade von "Cabo de Palos" zu uns.


Auf dem anschliessenden Spaziergang entdecken wir einen neuen wunderschönen Fussweg entlang der Mittelmeerküste bis zum Leuchtturm.

Der Reisemobil-Stellplatz von "Cabo de Palos" liegt ebenfalls an dieser felsigen Küste mit bizzaren Felsformationen und einem traumhaften Ausblick aufs Mittelmeer.



Wir werfen nochmals einen Blick zurück auf die Bucht mit dem Hafen von "Cabo de Palos" bevor wir den markanten Leuchtturm, diesmal von der anderen Seite, erblicken.


Auf der Rückfahrt nehmen wir den Promenadenweg entlang des Mittelmeerstrandes.

Das Bild mit den schönen Wellen ähnelt etwas dem Ausblick auf "Surfers Paradise" an der Ostküste Australiens, aber eben nur "ähnelt" ;-)


Nachfolgend das Australienfoto zum Vergleich.

Das "Mar Menor" liegt wieder mal spiegelglatt vor uns.

Die Fischer haben ihre Netze am Strand zum Trocknen ausgelegt.

Auch "Playa Honda" verfügt über einen kleinen Reisemobil-Stellplatz, jedoch ohne irgendwelche Infrastruktur.

Inzwischen hat der tropische Zyklon "Yasi" die ostaustralische Küste erreicht und ist auf dem Weg ins Landesinnere. Wie man aus der Gefahrenkarte ersehen kann, ging die Zerstörungszone unweit nördlich an "Townsville" vorbei. Die Zerstörungen zwischen "Townsville" und "Cairns" werden jedoch bei den vorliegenden Windgeschwindigkeiten mit Windspitzen bis 300 Km/h beträchtlich sein.
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Camping am Mar Menor (E) (Donnerstag, 3.2.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 17 Grad / Wind: 1 Bf.
Der Zyklon "Yasi", welcher in der vergangenen Nacht vom 2. auf den 3. Februar (Lokalzeit) mit Windspitzen bis zu 300 km/h über die Küstenregion von "Queensland" hinweggefegt ist, hat eine mehrere Hundert Kilometer breite Schneise der Verwüstung hinterlassen. Die Bilder aus Tully, Townsville, Cairns, Cardwell, Innisfail und anderen Küstenstädten sind erschreckend (siehe Brisbane Times vom 3.2.2011).
Unsere Verwandten in "Townsville" haben den Monstersturm glücklich überstanden und sind wohlauf. Allerdings haben auch sie zahlreiche Sachschäden auf ihren Grundstücken und an ihren Häusern zu beklagen.

Der Sturm hat Bäume geknickt wie Streichhölzer.

Der Zyklon ist mittlerweile ins Landesinnere weit gezogen und hat massiv an Zerstörungskraft verloren. Seine Stärke ist inzwischen auf 1 heruntergestuft worden.

Das Zentrum liegt zurzeit über "Mt. Isa" und wird voraussichtlich auch noch "Alice Springs" in der Mitte des Kontinents erreichen, allerdings nur noch mit normalem Regen und moderaten Windstärken.

Wir brauchen uns in Europa momentan noch nicht zu ängstigen. Das könnte sich mit einer Erwärmung der Meere um uns allerdings ändern. Tropische Wirbelstürme beziehen ihre Energie aus den warmen tropischen Meeren und bilden sich nur, wenn die Meeresoberfläche Temperatur über 26,5 ° C liegt. Wenn sie sich einmal gebildet haben, können sie sich dagegen über weite Strecken mit niedrigeren Temperaturen der Meeresoberfläche weiter fortbewegen. Tropische Wirbelstürme können über viele Tage andauern und ziemlich unberechenbare Wege beschreiten. Sie zerstreuen sich sodann meist über dem Land oder kälteren Ozeanen.
Nach diesem kurzen Exkurs widmen wir uns wieder Südspanien, wo wir heute einen wunderschönen Tag mit ausserordentlich guter Fernsicht erleben.


Wir radeln auf die "La Manga Halbinsel" um bei der Strandbar unseren Café zu trinken. Die idyllisch gelegene Bar befindet sich direkt am Kitestrand neben dem Jachthafen.


Zur Zeit ist jedoch mangels Wind eher Surf-Paddeln angesagt.

Wir geniessen die tolle Aussicht.

Von hier aus können wir sogar unseren Campingplatz in der Ferne gut erkennen (allerdings nur mit dem Tele-Objektiv der Kamera ;-)

Die Blumenpracht auch entlang des Ufers nimmt immer mehr zu.

Unterwegs treffen wir noch auf unsere Kreuzfahrt-Freunde Klaus und Brigitte aus der Schweiz.

Die Palmenallee in "Playa Honda" ist glücklicherweise noch nicht vom "Roten Palmrüssler" befallen.

Anita bereitet uns zum Abschluss des schönen Tages einen leckeren Gemüse-Gratin zu.

Mandelbaumblüten und Kanonenberg bei Mazarrón (E)
(Freitag, 4.2.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 17 Grad / Wind: 2 bis 3 Bf.
Der Tag beginnt frostig nahe der Nullgradgrenze. Unsere Rollerabdeckung ist wieder mal mit Raureif überzogen.

Unser Ausflug mit dem Roller zum Kanonenberg bei "Mazarrón" führt uns über die E-22 von "Cartagena" nach "Mazarrón". Entlang dieser Passstrasse stehen links und rechts die Mandelbäume in voller Blüte.


Der liebliche Duft der Blüten begleitet uns auf der ganzen Strecke.


Auch die vielen Bienen lassen sich von diesen Duftstoffen gerne verführen.




Unterwegs treffen wir auf Trudel und Willi vom Campingplatz, die ebenfalls in dieser Richtung unterwegs sind.


Die Mandelbäume wachsen auch auf kargem Boden.


Der wunderbare Ausblick nach der Passhöhe auf "Mazarrón" ist wie immer überwältigend.


In der Ferne können wir Dank klarer Sicht sogar die schneebedeckte "Sierra Nevada" erkennen.

"Puerto de Mazarrón" und auch der Campingplatz "Los Madriles" mit den vorgelagerten in Plastik gehüllten Plantagen liegen tief unter uns.


Unser Hauptziel ist heute jedoch nicht "Mazarrón", sondern der Kanonenberg. Die unscheinbare Strasse zweigt nach etwa einem Kilometer bevor wir ans Meer kommen nach links ab. Nach ein paar Kilometern fällt die Strasse ab in einen Talkessel mit einer kleinen Ansiedlung.

Die Strasse durchquert das vereinsamte Dorf und steigt steil dem Berghang entlang bis auf einen Sattel. Der Ausblick auf die Küste vor Cartagena wird frei.

Aber auch das stinkende Industriegebiet von "Escombreras" ist in der Ferne sichtbar.

Bevor wir uns zum Kanonenberg hinauf arbeiten, zweigen wir auf der Passhöhe nach rechts zur Antennenanlage der Telecom ab. Diese Erhebung gewährt eine weitaus schönere Aussicht auf die Bucht von "Mazarrón" als der Kanonenberg selbst.


Vor der Festung an der Spitze der Halbinsel, am "CaboTiñoso", befindet sich ein Leuchtturm. Wir begnügen uns mit der Besichtung der Festung mit seinen riesigen Kanonen.



Ob diese jemals benutzt worden sind, ist uns unbekannt. Die Kanonen auf dem Kanonenberg bei "Portman" waren jedenfalls nie im Einsatz.


Die Festung ist renoviert worden und befindet sich in guten Zustand.


Die umfangreichen Festungsanlagen erstrecken sich bis auf die Spitze der Halbinsel.

In Richtung "Mazarrón" ist lediglich die Küste einsehbar.

Fernab von jedem Café/Restaurant fahren wir wieder zurück, um anschliessend nach "La Azohia" abzuzweigen, welches am östlichen Ende der Bucht von "Mazarrón" liegt.

Die Zeit vergeht wie im Fluge, so dass wir alsbald an die Rückfahrt denken müssen. Entlang der kurvenreichen Strasse gibt es immer wieder neue Kostbarkeiten zu entdecken.



Ein traumhafter schöner Tag mit idealem Wetter für unseren Mandelbaumblüten-Ausflug geht zu Ende.





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