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Freitag, 1. April 2011

Heimreise in die Schweiz (mit Elchi)

La MangaSpätzle Fritz (E) (Freitag, 1.4.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad

Kurz nach neun Uhr fahren wir los. Das wunderschöne und warme Wetter nehmen wir gleich mit :-) Wir fahren grösstenteils auf mautfreien Autobahnen und Nationalstrassen. Lediglich für ein paar Dutzend Kilometer auf der AP7 vor "Elche" bezahlen wir EUR 6,50.


Die mittelalterlichen Burgen auf wehrhaften Bergketten und Hügeln sind hier omnipräsent. Darunter gibt es bestimmt einige sehenswerte, die wir aber auf unserer Heimfahrt aus Zeitgründen nicht genauer ansehen können. Vielleicht später einmal…



Nach einem kurzen Halt an der Tankstelle bei "LIDL" in "Vinaros", verlassen wir die Nationalstrasse N340 und fahren ca. 12 km in Richtung Landesinnere. Um halb vier Uhr treffen wir bereits beim "Spätzle Fritz" ein. Der Stellplatz ist schon erstaunlich voll.



Einer der Gründe dafür mag sein, dass dieser Stellplatz längst kein Geheimtipp mehr und inzwischen in den meisten Stellplatzführern und Navis enthalten ist. Zudem besitzen sie seit kurzem auch eine eigene Homepage. Nebst dem hauseigenen Gratis-WLAN-Netz gibt es noch einen Fremdanbieter, "onawifi". Entsprechende Wifi-Zugriff-Tickets sind im Restaurant erhältlich. Nachfolgend die momentanen Preise:
  • 1 Stunde kostet EUR 1,00
  • 4 Stunden kosten EUR 2,00
  • 24 Stunden kosten EUR 4,00
  • 72 Stunden kosten EUR 6,00
  • 7 Tage kosten EUR 12,00
  • 30 Tage kosten EUR 24,00
Der WLAN-Empfang von "onawifi " ist auf dem ganzen Stellplatz zwar ausgezeichnet und angenehm schnell, wenn es läuft. An diesem Abend haben wir wohl etwas Pech, denn das "Wifi-Netz" bricht immer wieder zusammen. Aber auch das hauseigene "Wifi" ist oft überlastet und langsam. Ausserdem kann es nur im oder ums Restaurant empfangen werden. Unsere Rettung kommt mit "MásMovil". Wir haben mit unserem USB-Mobile-Stick tatsächlich Empfang und können unsere Arbeiten im Internet in aller Ruhe erledigen. So viel zur WLAN-Versorgung auf dem Stellplatz.

Zunächst trinken wir, wie immer, im gemütlich eingerichteten Gartenrestaurant einen Café.

Das nachfolgende Panoramafoto zeigt, wie voll der Platz um vier Uhr bereits ist.

Zur Vergrösserung bitte auf Foto klicken (386 KB)

Anmerkung: Seit wir im Herbst zum letzten Mal getankt hatten, ist der Dieselpreis pro Liter um unglaubliche 20 Cents gestiegen. Dies haben wir wohl dem Libyen-Konflikt zu verdanken.

Spätzle Fritz (E) – Gruissan (F) (Samstag, 2.4.2011)
Wetter: sehr schön bis bedeckt / Temp.: 21 Grad

Wir starten mit wolkenlosem Himmel in den Tag. Das Thermometer zeigt lediglich noch 8 Grad über dem Nullpunkt an. Dennoch erreichen wir heute für kurze Zeit die 21 Gradmarke. Auf der Nationalstrasse N340 fahren wir weiter in Richtung Nordosten. Die schon grüne Landschaft wandert an uns im 80 km/h Tempo vorbei.


Lediglich kurz vor "Taragona" bis nach "Barcelona" nehmen wir die mautpflichtige AP7. Atomkraftwerke sind zurzeit in aller Munde. Auch Spanien besitzt einige von diesen furchterregend wirkenden Ungetümen.


Alternative Energiequellen, wie diese Windfarmen, sind bei uns zuhause noch absolute Mangelware (Grüne und Linke sei Dank).

Der Frühling ist auch im Südosten Spaniens auf dem Vormarsch. Das saftige Grün der Blätter und Wiesen mutet uns bereits etwas heimatlich an.


Auf den Wiesen dominiert, wie in "La Manga", die gelbe Farbe der Blumen.


Die Pyrenäen sind teilweise noch tief verschneit.

In "La Jonquera", dem letzten Dorf auf spanischem Boden, machen wir unseren Mittags- und Tankhalt. Wir sind bei Leibe nicht alleine hier. Hunderte von LKW-Fahrern legen hier ihre Wochenendpause ein.

Für das Teilstück "La Jonquera" bis nach "Perpignan" nehmen wir wieder die kostenpflichtige Autobahn. Leider nimmt die Bewölkung schlagartig zu, als wir uns der Passhöhe nähern.

Nach der spanisch-französischen Grenze folgt heute nicht nur ein Temperatursturz um 7 Grad, zugleich schnellt auch der Dieselpreis um ca. 10 Cent in die Höhe :-(

Um halb vier Uhr trudeln wir auf dem Stellplatz von "Gruissan" ein. Das touristische Städtchen ist bereits aus dem Winterschlaf erwacht. Die weitläufige Hafenpromenade beherbergt unzählige Restaurants, Cafés und Boutiquen. Viele davon haben schon geöffnet.


Als wir vor drei Jahren anfangs Dezember hier waren, hatten wir etliche Mühe, ein offenes Café zu finden. Heute ist dies kein Problem.

Der Hafen von "Gruissan" ist riesig. Hunderte von millionenschweren Jachten überwintern hier.


Die ausgedehnten Hafenanlagen schauen bei schönem Wetter mit blauem Himmel natürlich wesentlich attraktiver aus, als bei flauem Wetter.



Gruissan (F) – Genfersee (CH) (Sonntag, 3.4.2011)
Wetter: bewölkt bis schön / Temp.: 23 Grad

Als wir am frühen Morgen losfahren, ist der Himmel bereits Wolken bedeckt. Eine Kaltfront, welche Mitteleuropa in den nächsten zwei Tagen überquert, sorgt für eine kräftige Südwestströmung, was für uns auf der ganzen Strecke wertvollen Rückenwind bedeutet :-) Vor der Stadt "Orange" kommt endlich die Sonne wieder zum Vorschein und die Temperaturen bewegen sich allmählich nach oben.

Auch hier bringt der Frühling Farbe in die Landschaft. Zur Abwechslung erblicken wir zwischen dem gut vertretenen Gelb auch mal ein paar rote Sträucher.


Frankreich setzt total auf Kernkraftwerke. Über 80 % ihres Strombedarfes werden damit gedeckt. Entlang der Rhone gibt es zahlreiche dieser gespenstisch wirkenden Anlagen.

Wir kommen gut voran, da der Verkehr heute Sonntagmorgen minimal und die Autobahn A7 gut ausgebaut ist.


Nach der Stadt "Avignon" überqueren wir die Rhone bei schönstem Sonnenschein.


Die vielen Burgen und Festungen links und rechts der Strasse begleiten uns auch hier.

Bei "Valence" zweigen wir ab ins "Vallée de Noix", wo wir auf einem Rastplatz eine Kleinigkeit essen und die Blütenpracht der Nussbäume bestaunen.



Bei "Grenoble" überschreiten wir erstmals die 23 Gradmarke. Den Café mit Kuchen können wir bei einer Raststätte oberhalb der Stadt "Chambéry" im Gartenrestaurant geniessen.

In diesem Voralpental ist der Frühling ebenfalls schon weit fortgeschritten.


Zwischen "Annecy" und "Genf" nehmen wir das neue Autobahnteilstück der A41, welches sich durch moderne Tunnelanlagen auszeichnet und damit die Strecke in die Schweiz enorm abkürzt.

Schon bald erblicken wir in der Ferne den Genfersee.

Die A41 mündet direkt in die Genfer Stadtumfahrung. Anschliessend folgt der Zoll, welchen wir schnell und problemlos passieren. Endlich wieder in der Schweiz, wenn auch nur für kurze Zeit :-)

Nach einem kurzen Halt bei der Coop-Tankstelle in "Gland", steuern wir den Stellplatz bei der Raststätte "Relais de la Côte" vor "Rolle" an, wo wir heute übernachten. Die milden Temperaturen laden zum Cabrio-Fahren ein.



GenferseeSt. Gallen (CH) (Montag, 4.4.2011)
Wetter: Regen, bedeckt, heiter / Temp.: 8 Grad

Wir erleben über Nacht einen massiven Temperatursturz um unglaubliche 17 Grad. Die Kaltfront macht ihrem Namen alle Ehre. Wir messen nur noch 6 Grad über dem Nullpunkt. Dazu regnet es teilweise in Strömen. Brrrh… Das Morgenessen nehmen wir ausnahmsweise im Autobahnrestaurant ein.

Die letzten 330 km bis nach St. Gallen schaffen wir locker. Es ist die kürzeste Etappe unserer Heimreise. Leider zieht diese Kaltfront im Laufe des Tages mit uns über die Schweiz hinweg, so dass der Regen heute unser ständiger Begleiter sein wird. Die Umfahrung Lausanne schaffen wir trotz Berufsverkehr ohne Stau. Je mehr wir nach Osten vorankommen, umso mehr lässt der Regen nach.

Erfreulicherweise sind für die folgenden fünf Tage wieder relativ schönes Wetter und steigende Temperaturen vorhergesagt, so dass wir unsere Angelegenheiten voraussichtlich ungehindert erledigen können. Mal sehen, ob's zutrifft…

Kritische Anmerkung:
Eines der meist befahrenen Autobahnteilstücke der Schweiz, die A1 zwischen dem Härkingerkreuz, wo die A2 in Richtung Basel abzweigt, bis zur Einmündung der Gotthardlinie A2 bei Wiggertal wurde seiner Zeit als Betonplattenpiste erstellt. Dieses Autobahnteilstück ist mittlerweile in einem erbärmlichen Zustand, so dass unser "Elchi" richtig durchgeschüttelt wird. Wir haben auf all unseren Reisen noch keine solche Holperpiste erlebt, für die reiche Schweiz echt beschämend.

Mit diesem Beitrag schliessen wir unser "Reisetagebuch 5" ab. Nach einem kurzen Service-Aufenthalt im Carthago-Hauptwerk bei Ravensburg (D), geht unsere Reise zunächst nach Italien, wo wir im "Gargano", an unserem beliebten Windsurfrevier, etwa zwei Monate verweilen werden.

Bis demnächst im "Reisetagebuch 6"…

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