Wetter: schön bis leicht bewölkt / Temp.: 19 Grad / Wind: 3 bis 5 Bf. (S)
Der Tag beginnt wolkenlos. Trotzdem legen wir heute wieder einmal einen "recovery and recreation day" ein. Der rötliche Wüstensand vom vergangenen Regen sollte herunter gewaschen werden und es hat sich auch etwas Wäsche angesammelt.
Am Nachmittag unternehmen wir sodann einen kleinen Ausflug zum "Restaurant/Café Paquebote", als urplötzlich aus dem Nichts ein Südwind mit 3 bis 4 Bf. übers "Mar Menor" zu wehen beginnt. Mit Gegenwind fahren wir zurück auf den Campingplatz. Die Ersten sind bereits am Windsurfen.

Doch mit Surfspass hat dies wenig zu tun. Der Südwind ist bekanntlich unbeständig und böig.

Infolge der fortgeschrittenen Zeit (es ist bereits vier Uhr) lassen wir den Wind ungenutzt vorüberstreichen, denn für morgen ist ein echter Südwestwind mit 3 bis 4 Bf. angekündigt. Möglicherweise gibt es zusammen mit der lokalen Thermik sogar noch mehr Wind.
Doch dann um ca. halb fünf Uhr folgt die grosse Überraschung. Der Wind dreht unerwartet auf Südwesten und legt nochmals eine Windstärke zu. "Franz" ist mit seinem 6.6 m2 Segel gut "bepowert" und gleitet zusammen mit dem englischen "Dave" eine Stunde lang bei 4 bis 5 Bf. durch die Piratenbucht.




Sie können ungestört von Wellen und anderen Surfern ihre Halsen ins Wasser schneiden.


Wer hätte das gedacht?
Fotos des Tages: Blühende Akazienbüsche



Windsurfen am Mar Menor (E) (Sonntag, 27.3.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 22 Grad / Wind: 4 bis 5 Bf. (SW)
Das beständige schöne und warme Frühlingswetter hat sich wieder durchgesetzt. Noch ein letztes Mal vor unserer Abreise besuchen wir den Sonntagsmarkt in "Cabo de Palos". Nächsten Sonntag werden wir bereits auf der Heimreise sein. Die Sonne treibt die Blüten der Wiesenblumen zu neuen Höchstleistungen an.



Die unzähligen Akaziensträucher wollen da nicht zurückstehen.




Am Nachmittag geniessen wir für drei Stunden den super Surfwind, der aus Südwesten mit 4 bis 5 Beauforts über die Piratenbucht weht. Mit dem 6.0 bzw. 5.5 m2 Segel sind wir gut unterwegs. Die Windausbeute im Monat März ist schier unglaublich. So viel tollen Surfwind hatten wir noch an keinem Surfspot, die Insel "Maui" auf "Hawaii" mal ausgenommen.
Windsurfen am Mar Menor (E) (Montag, 28.3.2011)
Wetter: sehr schön bis bewölkt / Temp.: 24 Grad /
Wind: 3 bis 4 Bf. (SW)
Wir können uns an der Blumenpracht, die hier zurzeit alle Wiesen und Felder kleidet kaum sattsehen.




Wind ohne Ende! Auch heute Nachmittag können wir den Südwestwind, der mit 3 bis 4 Bf. übers "Mar Menor" weht, für 3 Stunden geniessen. Damit wird der Monat März endgültig zum Spitzensurfmonat des Jahres :-) Mit 24 Grad erreichen die Temperaturen für uns Mitteleuropäer bereits sommerliche Werte. Schon jetzt können wir festhalten, dass die Monate Januar, Februar und März wärmer waren, als diejenigen des Vorjahres und zwar um durchschnittlich 0.9 Grad.
Hauseinweihung bei Hella und Dave (E) (Dienstag, 29.3.2011)
Wetter: schön, bewölkt bis Regen / Temp.: 22 Grad /
Wind: 2 bis 3 Bf. (SW)
Am 17. Januar wurde das neue Heim von Hella und Dave angeliefert (siehe auch Beitrag vom 17. Januar 2011). In den vergangenen Monaten und Wochen hat man Dave kaum auf dem Wasser gesehen. Er hat all seine Arbeitskraft und Zeit ins Herrichten des neuen Heims gesteckt, damit innen und aussen baldmöglichst wieder die vertraute Wohnlichkeit des alten Heimes einkehrt.


Heute Nachmittag findet nun das offizielle Einweihungsfest statt. Bestimmt 50 Surfer und Nichtsurfer sind der Einladung von Hella und Dave gefolgt und geniessen das reichhaltige Buffet, welches Hella zusammen mit Karin und Ruth vortrefflich zubereitet hat. Die verschiedensten Speisen schmecken vorzüglich.




Die meisten kennen sich vom Windsurfen oder anderen Gemeinsamkeiten. So entstehen anregende, unterhaltsame Gespräche und die Zeit vergeht wie im Fluge.




Bei so viel Gemütlichkeit und Vergnüglichkeit lassen auch leidenschaftliche Windsurfer einen 4-Beaufort-Wind gerne mal sausen ;-)

Wir überreichen Hella und Dave zur Erinnerung eine kleine Fotocollage, die wir aus Fotos bei der Anlieferung des Bungalows zusammengestellt haben.

Zur Vergrösserung bitte auf Fotos klicken


Das Wetter spielt erfreulicherweise mit. Am Morgen hat es zwar noch kurze Zeit geregnet und auch der Nachmittag präsentiert sich mehr oder weniger Wolken verhangen. Gleichwohl bleiben die Temperaturen mit 22 Grad für einen solchen Anlass angenehm. Und zum Abschluss des erlebnisreichen Tages erleben wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang.


Windsurfen am Mar Menor (E) (Mittwoch, 30.3.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 23 Grad / Wind: 4 bis 6 Bf. (NW)
Sozusagen als Abschluss unseres "La Manga" Aufenthaltes erleben wir noch mal einen bezaubernden Sonnenaufgang.



Leider können wir den überraschend guten Surfwind, der fast 3 Stunden lang übers "Mar Menor" bläst, nicht nutzen, weil wir unsere Surfsachen grösstenteils schon abgebaut haben. Heute ist zudem unser grosser Packtag. Da bleibt kaum Zeit für andere Tätigkeiten. Um halb elf Uhr nehmen wir trotzdem einen kurzen Augenschein am Strand. Karin und Lia sind bereit auf dem Wasser. Der Wind hat derart zugelegt, dass sie mit ihren grossen Segeln (7.0 und 7.5 m2) total überpowert sind. Mit Mühe und Not erreichen sie nach ausgedehnten Schwimmphasen das Ufer.




Die Beiden sind glücklich, dass sie den unerwarteten Powerwind unbeschadet überstanden haben.

Inzwischen ist am Strand der Teufel los. "Welches Segel sollen wir aufriggen?" ist hier die zentrale Frage", denn der Wind ist nicht sehr stabil.


John ist der erste, der sich auf die neuen Verhältnisse eingestellt hat.



Derweil stehen viele noch unentschlossen am Strand. Einige warten üblicherweise bis der Wind vorbei ist (Personen auf dem Foto natürlich ausgenommen :-)

Nach einem Café und einer Portion "Tortilla" gehen wir wieder an unsere Arbeit zurück, leider :-(
Camping am Mar Menor (E) (Donnerstag, 31.3.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 22 Grad / Wind: 1 bis 2 Bf. (O)
Unser letzter Tag in "La Manga" bricht an. Wir sind gestern mit unseren Abbruch- und Packarbeiten gut vorangekommen, so dass wir gut im Rennen liegen und den heutigen Tag relativ locker angehen können.

Am frühen Nachmittag sind wir mit unseren Arbeiten bereits fertig und können zum gemütlichen Teil übergehen.

Auf der Strandterrasse des Restaurants treffen sich Surfer und Nichtsurfer zu einem gemütlichen Schwätzchen.


Die beiden Damen im Kanu versuchen das bisschen Wind für den Vortrieb zu nutzen.


Wir geniessen mit 22 Grad am Schatten schon vorsommerliche Temperaturen. Die ersten Badenden zieht es bereits aufs Wasser.

Wie immer, ist uns beim Abschied etwas wehmütig ums Herz, denn wir hatten eine wunderschöne und gute Zeit in "La Manga" und haben im letzten halben Jahr viele neue Landschaften, Berge, Dörfer und Städte kennen gelernt. Zu diesem positiven Gesamteindruck wesentlich beigetragen hat vor allem das überdurchschnittlich schöne und niederschlagsfreie Wetter, welches wir im vergangenen halben Jahr in Südspanien ausgiebig geniessen konnten. Wir hatten während dieser Zeitspanne lediglich 15 Tage an denen es meist nur für kurze Zeit und zudem vorwiegend in der Nacht geregnet hat. Auch die Windbedingungen fürs Surfen waren im vergangenen Winterhalbjahr insgesamt besser als im Jahr davor.
Dank diesen vorteilhaften Randbedingungen konnten wir im verstrichenen Winterhalbjahr ungleich mehr Ausflüge in die Umgebung unternehmen und neue Sehenswürdigkeiten entdecken, als im Jahr davor und obendrein mehr Windsurfen.
Noch etwas mehr Statistik gefällig?
Zum Wind in "La Manga"
Der März war mit über 90 % windsurfbaren Tagen der windreichste Monat überhaupt. Die Windausbeute im Monat März ist absolut spitzenmässig und kaum zu überbieten. Windmässig war auch das vergangene Winterhalbjahr deutlich ergiebiger, als das Jahr davor. Wir hatten während der letzten sechs Monate einen Durchschnitt des Windmaximums von 3,7 Beauforts. Ein Jahr davor waren es nur 3,5 Beauforts. Beim durchschnittlichen Windminimum schauen die Vergleichswerte ähnlich aus. Wir konnten an 87 von 172 Tagen surfen, was einer beachtlichen Windausbeute von 50 % entspricht. Ein Jahr davor konnten wir lediglich an 75 von 183 Tagen unserem Hobby Windsurfen frönen, was einer Windausbeute von etwa 40 % entspricht.
Zum Wetter in "La Manga"
Die Maximaltemperaturen der Monate Januar, Februar und März lagen wesentlich über denen des letzten Jahres. Andererseits lagen die Maximaltemperaturen der Monate Oktober, November und Dezember weit unter dem Durchschnitt des Winterhalbjahres davor. Über das ganze Winterhalbjahr gesehen lag die durchschnittliche Maximaltemperatur immerhin 0,4 Grad tiefer, als diejenige vom Vorjahr. Leider haben wir die Mindesttemperaturwerte nicht erfasst, welche ein noch umfassenderes Bild ermöglicht hätten.
Wer sich unsere Wind- und Wetterstatistik der Winterhalbjahre 2009/10 und 2010/11 genauer ansehen will, kann sie hier herunter laden (2,1 MB).
Wenn sich jemand wundert, warum wir so oft übers Wetter schreiben, so lässt sich dies auf einfache Art und Weise erklären:
Beim Campieren ist man erheblich mit mehr dem Wettergeschehen verbunden bzw. den Widrigkeiten des Wetters ausgesetzt, als wenn man ein schützendes Haus um sich hat. Hinzu kommt, dass die meisten unserer Hobbys im Freien stattfinden und wir insbesondere beim Surfen zusätzlich vom Wind abhängig sind. Dies alles führt letztendlich zu einem überdurchschnittlichen Interesse am Wettergeschehen. Dank den zahlreichen Informationsseiten im Internet über Wetter und Wind können wir uns ein weitaus besseres und präziseres Bild vom lokalen Wettergeschehen machen, als dies früher über Radio und Fernsehen möglich war.
Fotos des Tages: Unsere blühende Hausblume (Name unbekannt)

Mit Sonnenschein…

Ohne Sonnenschein…


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