Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 16 Grad /
Wind: 3 bis 5 Bf. (NO)
Nach dem gestrigen Regentag blühen die Campinggäste heute richtiggehend auf. Gestern müssen zwei Blitze geradewegs in den Campingplatz eingeschlagen haben. Blitz und Donnerknall fielen praktisch zusammen. Da gibt es viel zu erzählen.

Für die nächsten sieben Tage ist guter Surfwind vorhergesagt. Nach dem samstäglichen Einkauf in "Cabo de Palos" nehmen wir erstmal einen Augenschein am Strand. Andere Windsurfer haben offenbar die gleiche Absicht :-)

Franz und Willi sind die beiden "guinea pigs" (Versuchskaninchen).


Allerdings sind sie noch mit grossem Material unterwegs.


Wir warten, bis die Lufttemperatur die 15 Gradmarke erreicht hat. Kurz vor ein Uhr mischen wir uns dann ebenfalls unter die Surfenden.

Wir verbringen volle drei Stunden auf dem "Mar Menor" und haben eine Menge Spass.
Windsurfen am Mar Menor (E) (Sonntag, 6.3.2011)
Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 16 Grad / Wind: 3 bis 5 Bf. (NO)
Um zehn Uhr fahren wir mit Karin an den Sonntagsmarkt nach "Cabo de Palos". Noch ist nicht viel Betrieb und der naturbelassene Parkplatz ist noch ziemlich leer.

Zwei Stunden später schaut die Szenerie schon anders aus, wie das Vergleichsfoto zeigt.

Karin und Anita machen ihre Besorgungen und ich schaue mir derweil die attraktiven Auslagen an.




Wir treffen uns zum Schluss, wie üblich, in einem der vier Cafés im Hof.

Als wir gegen ein Uhr unsere Surfbretter wassern, sind wir zusammen mit Karin doch tatsächlich die ersten Windsurfer und dies, obwohl schon seit Stunden eine toller Surfwind mit 3 bis 4 Bf. weht. Wir sind mit unseren 7.2 bzw. 6.0 m2 Segeln gut unterwegs. In der Piratenbucht sind wir allerdings nicht lange alleine.

Nach zwei Stunden tollem Surfspass, bricht mein "North"-Gabelbaum am Frontstück entzwei und dies, obwohl dieser erst zweieinhalb Jahre alt ist!

Zum Glück kann ich mit der intakten Gabelbaumseite noch ans Ufer surfen. Wir sind von der Qualität dieses Gabelbaumes von "North" nicht gerade begeistert, umsomehr weil "North" happige Preise verlangt. Schon letzten August ist am Frontstück der Plastikhebelverschluss in Tausend Teile zerbrochen. Ausserdem löst sich inzwischen der Kunststoffbelag an der innen liegenden Naht an etlichen Stellen vom Alurohr ab. Die Gabel schaut mittlerweile aus, wie wenn sie eine "Kuh in der Schnauze" gehabt und darauf herumgekaut hätte. Wir sind uns von "North" bislang an bessere Qualität gewohnt gewesen. Wir fahren immerhin schon seit über 20 Jahren "North-Gabelbäume". Mal sehen, was die Firma "North" dazu meint.
Der Wind hat unterdessen auf 4 bis 5 Bf. aufgefrischt, so dass ich nun das 6.0 m2 nehmen und nochmals eine Stunde surfen kann :-)
Windsurfen am Mar Menor (E) (Montag, 7.3.2011)
Wetter: bewölkt, bedeckt bis heiter / Temp.: 16 Grad /
Wind: 5 bis 6 Bf. (NO)
Schon am Morgen weht ein gleichmässiger Wind aus Nordosten mit 6 Bf. Trotzdem kümmern wir uns zunächst um den Gabelbaumersatz und fahren zu diesem Zweck zum Surfshop auf "La Manga". Leider hat dieser in der benötigten Grösse nur "North"-Gabelbäume mit eben diesem mangelhaften Frontstück mit Plastikhebelverschluss. Wie kann man nach über dreissig Jahren Erfahrung im Surfgeschäft so etwas Unprofessionelles auf den Mark bringen? Wir verzichten vorerst auf einen neuen Gabelbaum und lehnen bei Karin und Eugen eine alte "Neil-Pryde"-Gabel aus. Den definitiven Ersatz werden wir bei Gun-Sails bestellen. Diese sind erst noch wesentlich günstiger :-)
Es ist nun der zehnte Tag in Folge mit tollem Surfwind und es wird wieder ein Spitzensurftag. Wie gewöhnlich, nehmen wir zuerst einen Augenschein am Strand. Franz kommt eben für eine erste Verschnaufpause an den Strand zurück.

Gisela, seine Frau, steht schon mit dem Lunch am Ufer bereit.

Derweil entschliesst sich Jutta, ihr Brett zu wassern. Dieter meint, dass heute ihr Lieblingswind wehe und Brett und Segel optimal dazu passen würden.


Winfried kommt endlich auch auf seine Kosten und braust mit seinem kleinsten Surfmaterial durch die Piratenbucht. Heissa, da kommt Freude auf :-)



Es ist Zeit, dass auch ich mein kleines Brett und das 4.7 m2 Segel sattle. Der Wind ist heute ausserordentlich konstant und die Welle ein Traum. Über drei Stunden vergnüge ich mich zusammen mit vielen anderen auf dem "Mar Menor".




Auf morgen sind sogar 6 bis 7 Bf. vorhergesagt. Mal sehen…
Windsurfen am Mar Menor (E) (Dienstag, 8.3.2011)
Wetter: bedeckt, bewölkt bis heiter / Temp.: 16 Grad /
Wind: 6 bis 7 Bf. (NO)
Wind ohne Ende: Seit Tagen bringt uns ein Tiefdruckgebiet vor Portugal/Marokko windiges und wolkenreiches Wetter. Trotzdem bleiben die Temperaturen eher mild, weil warme Luft aus Afrika an die südspanische Küste getragen wird. Auch heute befinden wir uns wieder in einer Wolkenrandzone (siehe roter Kreis), so dass man nie genau weiss wie sich das Wetter entwickeln wird.

Über Windmangel brauchen wir uns jedoch zurzeit keine Sorgen zu machen :-) Der Wind legt heute noch eine Windstärke zu und weht den ganzen Tag mit 6 bis 7 Beauforts aus Nordost. Zusammen mit ein paar wenigen Surfkollegen geniesse ich die tollen Bedingungen.



Die Wellen sind heute besonders hoch und teilweise ungewöhnlich lang gezogen, so dass man die Halsen beinahe ungestört durchgleiten kann.



Zwischendurch zeigt sich auch mal die Sonne, und die Lufttemperatur pendelt sich auf komfortable 16 Grad ein.



Dazwischen nehmen wir am Strand an windgeschützter Stelle eine kleine Stärkung zu uns. Starkwindsurfen ist schliesslich Schwerstarbeit ;-)

Nach drei Stunden Surfspass mit dem 4.2 m2 Segel und dem kleinen Naish-Board habe ich genug. Immerhin liegen noch weitere drei prognostizierte Starkwindtage vor uns.

Windsurfen am Mar Menor (E) (Mittwoch, 9.3.2011)
Wetter: bedeckt / Temp.: 14 Grad / Wind: 6 bis 8 Bf. (NO)
Spitzenböen mit über 8 Beauforts peitschen die ganze Nacht hindurch übers "Mar Menor" und unseren Campingplatz. Wir haben unsere Surfausrüstung und unser Küchenzelt gut festgezurrt, so dass eigentlich nichts passieren sollte.
Trotz der stürmischen Nacht haben wir gut geschlafen. Unsere Nordic-Walking-Runde absolvieren wir heute auf dem Campingplatz. Eine Runde entlang des umgebenden Zaunes ist immerhin 2,9 km lang. Ein flüchtiger Blick aufs "Mar Menor" zeigt eindrücklich, warum wir heute diese Variante wählen und nicht dem Strand entlang laufen.



Dutzende von Booten sind gestrandet, gekentert und teilweise sogar auf Grund gelaufen. Ein dünnes Tau an einem Stein befestigt reicht bei solch stürmischen Verhältnissen eben nicht aus.




Obwohl der Wind recht ruppig daherkommt, zelebriert ein spanischer Windsurfer unbeirrt seine Tricks und Sprünge.




Seine "Loops" übt er bestimmt nicht zum ersten Mal.



Und noch einen "Loop" zum Geniessen.




So macht Windsurfen wirklich Spass.

Starkwindscheue Gäste ziehen die warme, windgeschützte Veranda des Strandrestaurants vor.

Derweil versuchen einige Bootsbesitzer ihre Boote besser festzumachen.

Von unserer Windsurf-Clique ist Franz der einzige, den es heute aufs Wasser zieht. Mit seinem 3.7 m2 Segel ist er flott unterwegs.




Wir schauen ausnahmsweise von der Veranda aus zu ;-)
Windsurfen am Mar Menor (E) (Donnerstag, 10.3.2011)
Wetter: bedeckt, regnerisch / Temp.: 14 Grad /
Wind: 5 bis 6 Bf. (NO)
Bereits in der Nacht hat es einige Male geregnet. Für heute und auch morgen ist leider noch ein wenig Regen und kaum Sonnenschein vorhergesagt. Wir nutzen eine kurze Aufhellung für einen Augenschein am Strand. John wassert eben sein Surfbrett. Der Wind weht zurzeit lediglich mit ca. 5 Bf. schräg auflandig (NO).

Er wählt die riskante Durchfahrt quer durch die Boote um vom Ufer weg zu kommen.


Ich starte den heutigen Surftrip zusammen mit Franz. Mit dem 5.5 m2 Segel und dem 105 Liter Lorch-Brett bin ich optimal unterwegs. Die Welle ist heute vergleichsweise kabbelig und auch der Wind ist nicht sehr konstant.

Nach einer guten Stunde frischt der Wind auf und bläst mit 6 Bf. übers "Mar Menor", so dass ich auf mein 4.7 m2 Segel und das 85 Liter Naish-Brett wechseln kann.

Der gestrige Starkwind mit bis über 8 Beauforts hat offenbar viel Grünzeugs (Ranken, Seegras und Algen) in unsere Bucht geschwemmt. Auch Plastikfetzen verhacken sich oft in unseren Finnen. Wir können kaum einmal die Bucht durchqueren, ohne dass sich nicht irgendetwas in der Finne verheddert und unsere Fahrt spürbar abbremst. Der Surfspass ist deswegen deutlich eingeschränkt :-( Hinzu kommt, dass immer wieder kurze Regenschauer unsere Fahrt beeinträchtigen.
Nach zweieinhalb Stunden Surfen habe ich die Nase endgültig voll und beschliesse, mein Surfzeugs gegen eine "Tortilla" mit "Café con leche" zu tauschen. Hinter dem Fensterglas der Veranda vom Strandrestaurant ist es zurzeit um einiges gemütlicher, als auf dem Wasser ;-)
Windsurfen am Mar Menor (E) (Freitag, 11.3.2011)
Wetter: bedeckt, regnerisch / Temp.: 14 Grad /
Wind: 5 bis 7 Bf. (NO)
Allmählich schlägt uns das regnerische Wetter auf den Geist. Seit fünf Tagen haben wir die Sonne nicht mehr gesehen. Dies ist für diese Gegend absolut untypisch. So lange anhaltend schlechtes Wetter haben wir hier überhaupt noch nie erlebt. Erst ab nächsten Sonntag soll es wieder schönes, warmes Wetter geben.
Wir lassen heute das Windsurfen ausfallen und genehmigen uns stattdessen ein ausgiebiges Mittagsmahl im Strandrestaurant. Das Wetter ist uns einfach zu unfreundlich. Von der Veranda aus lassen sich die wenigen unverdrossenen Windsurfer gut beobachten ;-)

John, Franz, Keith und ein Spanier "vergnügen" sich derweil in der Piratenbucht.




Ein "Kiter" mischt sich ebenfalls noch unter das surfende Volk.


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