Wetter: bedeckt, leichter Regen, heiter / Temp.: 17 Grad / Wind: 1 bis 3 Bf. (SW)
Gemäss den Wetterprognosen sollte eigentlich ab Mittag die Sonne scheinen. Stattdessen regnet es mal wieder, als wir von unserem Einkauf in Cartagena mit dem Roller zum Campingplatz zurückfahren. Auch der angekündigte Surfwind aus Südwesten lässt auf sich warten. Die Meteorologen hatten heute wieder mal kein gutes Händchen.
Der Sonnenuntergang lässt jedenfalls hoffen, dass sich das Wetter morgen Sonntag bessern wird.


Der Campingplatz "Caravaning La Manga" am "Mar Menor" ist zu 49 % in Privatbesitz (ca. 1000 Parzellen). Auf diesen Grundstücken findet man vor allem Bungalows. Der ausgedehnte Campingplatz ist durch Längs- und Querstrassen erschlossen, so dass jede Parzelle Strassenanstoss besitzt.

Geschmackvolle, gefällige Anwesen muss man allerdings suchen. Die meisten haben sich fixfertige Wohncontainer angeschafft und versuchen die meist nüchternen Kästen mit Blumen ein wenig zu verschönern.

Die Spanier bevorzugen anscheinend dunkle Höhlen und fühlen sich auch in beengten Verhältnissen wohl. Dies mag daran liegen, dass viele Einheimische vor allem in den Sommermonaten hier verweilen. Derartig eingerichtete Parzellen gibt es zu Hauff.
Wir möchten uns indessen den ästhetisch attraktiven Bungalows mit geschmackvoll gepflegtem Umschwung widmen und ein paar davon, zumindest von aussen, vorstellen. Da gibt es zunächst die Holzbauten für Nostalgiker.



Einige haben ihre Parzelle total verbaut.

Andere haben sich zwei Parzellen zugelegt und sich eine grosszügige Gartenlandschaft aufgebaut.

Etliche versuchen ihr Heim mit Blumen und Kakteen wohnlicher zu gestalten.





Ein paar Wenige haben sich auf dem Dach ihres Heims sogar eine Terrasse mit Rundumsicht gebaut.


Und da gibt es noch die Romantiker.


Die Meisten haben letztendlich nur ein einziges Ziel: Dem Alltag mal eine Zeitlang entfliehen und die Seele baumeln lassen.
Windsurfen am Mar Menor (E) (Sonntag, 13.3.2011)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 20 Grad /
Wind: 3 bis 4 Bf. (S)
Wir mussten lange auf schönes Wetter warten. Die Schlechtwetterperiode hat immerhin 6 Tage gedauert, was für diese Gegend ausserordentlich lange ist. So geniessen wir den sonnigen und warmen Tag nun umsomehr :-)
Schon beinahe explosionsartig entfalten sich auf den saftigen Wiesen die Frühlingsblumen.




Die Blumenpracht ist einfach herrlich. Darauf hat die Natur schon wochenlang gewartet.


Mit dem Roller fahren wir zunächst zum Sonntagsmarkt nach "Cabo de Palos", um dort günstig saftige Orangen einzukaufen. Diejenigen vom Supermarkt konnten uns in der letzten Zeit nicht mehr überzeugen.

Anschliessend schauen wir eine Weile dem Go-Kart-Rennen unweit des Campingplatzes zu.



Die Veranstalter haben Glück. Das schöne Wetter zieht eine Menge Zuschauer an.




Am Nachmittag machen wir es uns zunächst vor unserem "Elchi" gemütlich.

Um halb zwei Uhr beginnt unsere Windfahne unruhig im Wind zu flattern. Bei unserem Augenschein am Strand ist zu unserem Erstaunen bereits überraschend viel Betrieb.

Hans ist mit seinem Surfmaterial startbereit. Lediglich sein Trapez fehlt noch (er hat es dann auch tatsächlich vergessen anzuziehen ;-)

Gisela und Franz kommen eben von ihrem "Nordic Walking Trip" zurück. Franz hat es nicht eilig. Er hat schliesslich die vergangenen 13 Starkwindtage bestmöglich ausgenützt.

Günther, Klaus und Winfried sind mit ihren grossen Segeln derweil schon wacker am Gleiten.



Winfried hat mit seinem neuen GunSail riesigen Spass (Cannonball 8,6 m2). Nun schlagen die Camber sauber um und das Segel zieht super.

Lia und Karin sind auch mit von der Partie.


Da wollen wir natürlich nicht zurückstehen. Für zwei Stunden geniessen wir den überraschenden Wind, der aus südlicher Richtung mit 3 bis 4 Bf. über die Bucht weht.

Regatta-Klaus hat seine dreiwöchige Grippe scheinbar glücklich überstanden und fährt beherzt mit. Er hatte nach dieser langen Auszeit bestimmt Entzugserscheinungen ;-)

Windsurfen am Mar Menor (E) (Montag, 14.3.2011)
Wetter: schön bis leicht bewölkt / Temp.: 18 Grad /
Wind: 2 bis 3 Bf. (NO)
Spatzen sind hier auf dem Campingplatz überall anzutreffen. Bei dem Überangebot an Nahrung vermehren sie sich vorzüglich.




Sauberkeit muss sein, auch bei den Spatzen.

Der Wind ist, trotz gegenteiliger Vorhersage, nicht gerade üppig. Von den zweieinhalb Stunden auf dem Wasser war ich gerade mal eine knappe halbe Stunde im Gleiten.
Windsurfen am Mar Menor (E) (Dienstag, 15.3.2011)
Wetter: bewölkt bis schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 3 Bf. (SW)
Ein heftiges Gewitter hat uns in der Nacht überquert. Die kräftigen Regenschauer haben unseren "Elchi" tüchtig gewaschen. Dies war nach dem Sahara-Sand-Regen der vergangenen Wochen auch bitter nötig :-) Um eine gründliche Frühlings-Reinigung unseres Reisemobils werden wir dennoch nicht herumkommen.
Ab Mittag findet in "La Manga" im "Restaurante La Isleta" am "Puerto Bello" das Frühlingsfest statt, welches vom "Deutschsprachigen Club" jedes Jahr organisiert wird. Da vom angekündigten Wind noch weit und breit nichts zu spüren ist, entschliessen wir uns spontan, dorthin essen zu gehen. Gleich beim Hafen gibt es eine Durchfahrt zum Mittelmeer, welche allerdings sehr seicht ist.


Als wir eine Stunde nach Eröffnung ankommen, ist der Saal bereits total voll. Wir ergattern uns mit zwei Reservestühlen einen Platz am Tisch bei Ellinor und Detlef vom Campingplatz. Überhaupt sind am Fest viele Gäste vom Campingplatz zu sehen. Der Zuspruch am Dessertbüffet ist ausgesprochen gross.


Um drei Uhr gibt es dann doch noch Wind mit 3 Bf. aus Südwest, so dass wir noch zwei Stunden lang surfen können.
Windsurfen am Mar Menor (E) (Mittwoch, 16.3.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 4 bis 7 (8) Bf. (SW)
Heute ist unser zweiter grosser Frühlingsputztag. Wir räumen alle Stauräume im Zwischenboden aus und machen wieder mal gründlich sauber. Mit der Zeit sammelt sich dort viel Schmutz an. Ausserdem sind wir schon seit Monaten auf der Suche nach ein paar Ameisen, die immer wieder von unten in den Wohnraum heraufkrabbeln und uns Rätsel aufgeben.
Der Nachmittag gilt dem Windsurfen. Volle drei Stunden kämpfen wir mit dem kräftigen, aber böigen Südwestwind, der mit 4 bis 6 Bf. über die Piratenbucht weht. Mit dem 5.5 m2 Segel bin ich bisweilen ziemlich an der Grenze, wenn die Böen mit bis zu 8 Bf. übers Wasser peitschen. Am späten Nachmittag legt der Wind generell nochmals zu und erreicht eine Basisstärke zwischen 6 und 7 Bf., was absolut nicht den Vorhersagen von "Windfinder" und "Windguru" entspricht. Trotzdem ist es wieder mal ein super Starkwindtag.
Fotos des Tages: Paradiesblumen sind hier omnipräsent



Windsurfen am Mar Menor (E) (Donnerstag, 17.3.2011)
Wetter: schön / Temp.: 21 Grad / Wind: 4 bis 5 Bf. (W)
Schon beinahe sommerlich muten die 15 Grad am frühen Morgen an. Wenn nicht zugleich ein kräftiger Westwind wehen würde, könnten wir zum ersten Mal in diesem Jahr im Freien frühstücken.
Um halb elf Uhr nehmen wir einen Augenschein am Strand. Die Gymnastikgruppe ist, wie jeden Donnerstag, eifrig am Trainieren.


Als wir am Strand ankommen, ist Lia mit ihrem 5.7 m2 Segel bereits am Surfen.



Der Wind weht zurzeit mit 4 bis 5 Bf. aus westlicher Richtung übers "Mar Menor". Lia legt bereits eine erste Pause ein.


Wir beobachten die Szene eine Weile, bis wir uns entschliessen, unser Surfmaterial ebenfalls zu holen. Mit dem 6.0 bzw. 5.5 m2 Segel sind wir optimal unterwegs. Nach einer Stunde lässt der Wind leider nach, wie von Windfinder prognostiziert, gerade recht für einen Lunch auf der Terrasse des Strandrestaurants (heute 2 Tapas für eines :-) Karin, Eugen, Brigitte und Klaus leisten uns Gesellschaft.
Am Nachmittag gibt es lediglich noch Schwachwind für Genügsame, gerade richtig für eine Fahrt zum Einkaufen nach "Cabo de Palos".


Ausflug nach Bolnuevo (E) (Freitag, 18.3.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 20 Grad / Wind: 1 bis 3 Bf. (SW)
Wir haben für unseren Ausflug nach "Bolnuevo" einen Prachtstag ausgesucht. "Bolnuevo" liegt gleich hinter "Puerto de Mazarrón", wo wir letztes Jahr schon gewesen sind.
Bis nach "Cartagena" nehmen wir zunächst die Autobahn. Die vielen "Plastikkulturen" schauen von weitem wie Seen aus. Riesige Kulturflächen werden hier in Südspanien mit diesen Plastikhauben abgedeckt.


Dabei entstehen für Fotografen durchaus interessante Perspektiven.

Hinter "Cartagena" beginnt die eindrucksvolle Küstenstrasse E22 in Richtung "Puerto de Mazarrón". Anstelle der Mandelbaumblüten treten nun die gelben Blüten der Akazienbüsche, welche ganze Berghänge bewachsen.



Beim Aussichtspunkt hoch über der Bucht von "Mazarrón" machen wir einen ersten Halt.




In "Isla Plana" spazieren wir entlang der Strandpromenade bis zur Kirche "Nuestra Señora del Carmen". Leider können wir die Kirche nur von aussen begutachten.

Der knallblaue Himmel kommt hier besonders zur Geltung.


Wir fahren weiter durch "Puerto de Mazarrón" hindurch der abwechslungsreichen Küste entlang. Die gelben Blüten herrschen zurzeit vor.


Ferienwohnungen schiessen hier wie Pilze aus dem Boden.


Gleich hinter dem Dorf an der Küstenstrasse liegen die berühmten Bodenerosionen von "Bolnuevo", deren Ursprung auf vier Millionen Jahre geschätzt wird.


Die bizarren Formen wurden vom Meereswasser aus dem unterschiedlich harten Gestein gewaschen. Inzwischen liegt der Meeresspiegel einige Meter tiefer.




Wie lange diese ungewöhnlichen Felsgebilde noch bestehen, ist ungewiss. Manche werden nur noch von einem mageren zerbrechlichen Sockel getragen.


Vor dem dunkelblauen Himmel heben sich die bizarren Felsformationen besonders kontrastreich ab.


Auch die zerklüfteten Felswände links davon sind imposant und erinnern ein wenig an den "Brice Canon" in den USA.


Wir folgen der Küstenstrasse noch etwas weiter und geniessen auf dem nächsten Hügel die herrliche Aussicht auf die zerklüfteten Buchten.



Auf der Rückfahrt machen wir in "Puerto de Mazarrón" Halt. Ein Spaziergang entlang der wunderschönen Hafen- und Strandpromenade lohnt sich. Diese mit viel Aufwand gestaltete, parkähnliche Anlage wurde erst kürzlich fertiggestellt.



Zahlreiche Restaurants und Café säumen die Strandpromenade mit dem vorgelagerten Sandstrand.




Auch einige Boutiquen haben sich hier niedergelassen.


Entlang der Küste fahren wir wieder auf dem gleichen Weg zurück. Es war ein traumhaft schöner Tag und wir haben für einmal keinen nennenswerten Surfwind verpasst :-)


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