Wetter: sehr schön / Temp.: 25 Grad / Wind: 2 bis 3 Bf. (S)
Ein weiterer Wärmerekord in diesem Jahr steht an. Wir messen am Nachmittag doch tatsächlich 25 Grad am Schatten. Die Sonne hat bereits eine bemerkenswerte Kraft. Es ist das erste Mal, dass wir wieder den Schatten aufsuchen.

Die Wiesen um den Campingplatz blühen schöner denn je…



…und die Badenden am Sandstrand mehren sich.


Das Wasser scheint nun wirklich nicht mehr kalt zu sein.


Ein Hobbyfischer steuert sein motorisiertes Kanu mit Paddelhilfe zielgerichtet ans Ufer, ein seltsames Gefährt ;-)


Wir warten indessen auf den angekündigten Surfwind. Noch weht erst ein laues Lüftchen aus Südosten.

Doch dann um drei Uhr ist die Bucht plötzlich voll von windsuchenden Surfern. Auch wir sind dabei.


Bedauerlicherweise ist heute die Windrichtung nicht optimal, so dass wir mit den 2 bis 3 Bf. aus Süden Vorlieb nehmen müssen und nur eine Stunde im Gleiten sind.
Windsurfen am Mar Menor (E) (Sonntag, 27.2.2011)
Wetter: bewölkt, Regen, schön / Temp.: 16 Grad /
Wind: 2 bis 7 Bf. (NO)
Eine massive Abkühlung, verursacht durch eine kräftige Nordströmung, bringt uns Kaltluft aus Mitteleuropa und nebenbei einen Temperatursturz um beinahe 10 Grad. Das Sommerfeeling scheint für die nächsten Tage buchstäblich auf Eis gelegt :-(
Freilich jammern wir auf hohem Niveau, denn die Temperaturen bewegen sich immer noch um die 15 Grad. Zudem soll es heute und in den nächsten Tagen wieder mal Starkwind geben :-) Den ganzen Morgen über lassen Wind und Sonne auf sich warten.

Kurz nach ein Uhr, ich spreche gerade mit Franz über die Unzuverlässigkeit der Windprognosen, verneigen sich die Palmen urplötzlich in Richtung Süden. Windböen mit über 7 Bf. lassen das "Mar Menor" schäumen. Gleichzeitig setzt leichter Regen ein. Wir hasten, so schnell es eben geht, mit unserem kleinsten Surfmaterial an den Strand. Die Segel müssen wir bei dem heftigen Wind sogar einzeln durch das Tor tragen.
Leider haben die Fischer unlängst wieder ihre Netze flankierend an unsere Bucht ausgelegt, so dass ich bei dem auflandigen Wind ziemlich Mühe habe vom Strand weg zu kommen. Zudem ist der Wasserstand immer noch überdurchschnittlich niedrig. Als ich endlich genug weit vom Ufer entfernt bin, um keinen Finnenkontakt mehr zu erhalten, lässt der Wind bereits nach. Ich tausche das 4.2 m2 gegen das 4.7 m2 Segel aus und mache einen weiteren Versuch. Es dauert nicht lange, ist auch dieses Segel zu klein. Der letzte Versuch mit dem 5.5 m2 scheitert genauso kläglich, weil der Wind nun ganz nachgelassen hat. Da kommt keine Lust auf; da bleibt nur der Frust :-(
Als wir anschliessend in der Veranda des Strandrestaurants einen Café zu uns nehmen, reisst der Himmel bereits wieder auf und macht schönstem Wetter Platz. Von der ultra kurzen Regen-/Windfront ist nichts mehr zu sehen.

Windsurfen am Mar Menor (E) (Montag, 28.2.2011)
Wetter: schön, bewölkt, Sturm / Temp.: 17 Grad /
Wind: 4 bis 6 (9) Bf. (NW)
Eine sternenklare Nacht und eine kräftige Nordwestströmung bringen uns am letzten Tag des Monats rekordverdächtige Tiefsttemperaturen seit anfangs Februar. Wir messen lediglich 5 Grad über dem Nullpunkt. Dazu weht ein Nordwestwind mit 5 Beauforts übers "Mar Menor", was einen Windchill von minus acht Grad ergibt. Brrr…


Der Frühling in Südspanien hat einen herben Rückschlag erfahren. Noch vor zwei Tagen hatten wir sommerliche Temperaturen und Badehosewetter. Nun müssen wir, wohl oder übel, wieder unsere Wintersachen hervorkramen :-( Bei unseren Tai-Qi-Übungen auf der Terrasse des Strandrestaurants am frühen Morgen frieren wir trotz Mütze und Handschuhe.
Obgleich der Wind bereits surfwürdig wäre, halten wir uns am frühen Morgen noch zurück und warten auf komfortablere Temperaturen. Nach zehn Uhr werde ich dann doch allmählich unruhig. Unsere Fahne flattert nervös im Wind. Als ich am Strand ankomme, sind John und Keith bereits am Aufriggen.


Sich in den Neoprenanzug stürzen und mit dem Surfwägelchen zum Strand hasten sind Eins. Mit dem 6.0 m2 Segel und dem 105 Liter Lorch bin ich gut unterwegs. Ich koste die zwei Stunden mit tollem Wind und schönen Wellen voll aus.

Anita ist es heute trotz Sonnenschein zu kalt. Gegen halb ein Uhr schläft der Wind vorübergehend ein und es bildet sich über dem "Mar Menor" ein dunkler Wolkendeckel, gerade rechtzeitig für den Lunch.
Am Nachmittag legt der Wind nochmals zu und erreicht zunächst für kurze Zeit 4 bis 6 Beauforts. Doch leider bleibt der Himmel Wolken verhangen, so dass wir uns entschliessen, die Szene lieber von der Veranda des Strandrestaurants aus zu betrachten.

Paul schaut schon ganz aufgeregt auf sein Windmessgerät.

Regatta-Klaus steuert eben das Ufer an. Der Wind scheint ihm zu stark geworden zu sein.

Lediglich ein einsamer Kiter nutzt den tollen Wind.

Da ist Wind und niemand geht hin… :-) Es scheint, dass die Surferschar am "Mar Menor" wohl schon etwas vom Winde verwöhnt ist.

Eine Stunde später vergnügen sich einige Windsurfer nochmals für zwei Stunden bei 4 bis 5 Bf. bis sich der Himmel nach fünf Uhr blitzartig verdunkelt. Als ich zum Reisemobil hinausschaue, bemerke ich eine dunkle Wolkenwand, die sich uns aus Nordwesten rasend schnell nähert. Die ersten Böen mit 7 bis 9 Bf. peitschen übers Wasser und bringen das "Mar Menor" innert kurzer Zeit zum Kochen.



Rette sich wer kann!

So schnell, wie er gekommen ist, ist der Spuk vorbei.
Auf dem Gemüsemarkt von La Union (E) (Dienstag, 1.3.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 15 Grad / Wind: 1 bis 4 Bf. (NW)
Wir beginnen den Monat März gleich mit einem Kälterekord. Das Thermometer beginnt seinen Weg heute Morgen bei Null Grad. Auf den kleinen Wasserpfützen unserer Abdeckplane hat sich eine Eisschicht gebildet. Nach wie vor weht ein kühler Nordwind, welcher einen Windchill von minus 9 Grad ergibt und eine Lufterwärmung trotz kräftiger südspanischer Sonne verzögert. Das Thermometer erreicht heute gerade mal die 15 Gradmarke.
Wir suchen uns die Wintereinsätze unserer Motorradjacken wieder heraus und fahren mit dem Roller an den Gemüsemarkt von "La Union".



Weil der Markt besonders günstig ist, fahren viele Campingplatzgäste dorthin zum grossen Gemüse- und Früchteeinkauf. So treffen wir zufälligerweise auch auf Annemarie und Wolfgang, die das gleiche Ziel haben.



Ein Kilo saftige Orangen kostet hier beispielsweise nur 40 Cents.

Schwärzlich gefärbte Tomaten haben wir bei uns zuhause noch nirgends angetroffen.

Windsurfen am Mar Menor (E) (Mittwoch, 2.3.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 17 Grad /
Wind: 1 bis 3 Bf. (W - SO - SW)
Die Kaltluft hat uns nach wie vor voll im Griff. Am frühen Morgen ist das Thermometer auf minus ein Grad gesunken. "Herr Raureif" ist wieder zu Gast und hüllt Segel, Bretter und Autos ein. Dank der kräftigen südspanischen Sonne werden wir dennoch voraussichtlich 17 Grad erreichen. Mal sehen…

Zunächst gilt es wieder einmal unsere Ess- und Trinkvorräte aufzustocken. Nach dem grossen Einkauf genehmigen wir uns in der Cafeteria vis-à-vis des ALDI einen Café. In dieser windgeschützten Ecke kommen wir mit unseren Rollerjacken ganz schön ins Schwitzen.

Im Laufe des Tages dreht der schwache Wind allmählich von West auf Ost und weiter auf Südost und treibt die Temperaturen förmlich auf 17 Grad empor. Geschafft ;-)
"Major Tom" markiert heute Nachmittag den "guinea pig" und kommt tatsächlich ab und zu ins Gleiten.

Währenddessen üben die "Line Dancer" auf der Strandterrasse tapfer ihre Tanzfiguren. Wir beobachten derweil bei einer Tasse Café aufmerksam die wenigen Windsurfer auf "Mar Menor".

Um vier Uhr mische ich mich, trotz magerem Wind, ebenfalls unter die Surfenden und vergnüge mich für eine Stunde auf dem "Mar Menor".
Windsurfen am Mar Menor (E) (Donnerstag, 3.3.2011)
Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 15 Grad / Wind: 3 bis 5 Bf. (SO)
Wie schon letztes Jahr um diese Zeit, wandert eine internationale Frauengruppe singend und Sprüche klopfend durch den Campingplatz. Sie feiern heute den "Weiber-Fastnachts-Tag".



Die farbenfrohe Clique weckt bei manchen Männern offenbar grosse Freizügigkeit.


Um halb zwei Uhr entwickelt sich praktisch aus dem Nichts ein stattlicher Südostwind mit 3 bis 5 Bf., den wir nicht ungenutzt vorüberstreichen lassen wollen. Grund dafür ist ein kleiner Gewitterturm vor der Küste von "Cabo de Palos". Zusammen mit noch ein paar weiteren Surfern brausen wir eine Stunde lang durch den östlichen Teil der Piratenbucht. Dort besteht bei dieser Windlage nämlich keine Windabdeckung durch Häuser und den Campingplatz. Dieser ausserordentliche Wind war weder von Windguru, noch von Windfinder vorhergesagt worden, ein richtiges Geschenk also ;-)
Nach getaner Arbeit (Windsurfen kann durchaus auch körperliche Arbeit sein :-) leisten wir uns wieder einmal einen Besuch im Restaurant "Maribel". Zusammen mit Trudel und Willi lassen wir uns kulinarisch verwöhnen und verbringen einen wunderschönen, gemütlichen Abend.
Foto des Tages:
Paradiesblume mit Doppelblüte im Garten von Karin und Eugen

Camping am Mar Menor (E) (Freitag, 4.3.2011)
Wetter: Regen, Gewitter bis heiter / Temp.: 13 Grad /
Wind: 1 bis 5 Bf. (O / W)
Regen braucht das Land! Seit anfangs des Jahres hat es nur an drei Tagen für ein paar wenige Stunden ein bisschen geregnet. In der vergangenen Nacht brachten ausgiebige, gewittrige Regengüsse nun ansehnliche Wassermengen, für die seit Monaten ausgetrocknete Landschaft ein wahrer Segen.


Wir nutzen eine kurze Aufhellung für unsere morgendlichen "Tai Qi"-Übungen am Strand.

Am Nachmittag ziehen kräftige Gewitter über uns hinweg, teilweise sogar mit leichtem Hagelschlag. Das viele Wasser sucht sich seinen Weg und fliesst die beiden Hauptstrassen des Campingplatzes hinunter durch das Doppeltor hinaus auf den Strandweg.

Dort werden die Wassermassen von den seitlichen Mauern kanalisiert schliesslich über den Strandweg hinter den Sandstrand ableitet. Durch das reissende Wasser entstehen üblicherweise tiefe Gräben, die nach jedem Unwetter wieder mühsam aufgefüllt werden müssen, eine typische Sisyphusarbeit, wie es die Spanier lieben ;-)


0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen