Wetter: sehr schön / Temp.: 18 Grad / Wind: 1 bis 3 Bf.
Schon lange hatten wir vor, zusammen mit Annemarie und Wolfgang mal zum Hafen von "Cabo de Palos" zu spazieren, um dort gemütlich Café und Kuchen zu geniessen. Obwohl für den Nachmittag etwas Wind vorhergesagt ist, entschliessen wir uns heute zu diesem dreistündigen Ausflug. Vorbei an wehrhaften spanischen Finkas ;-) peilen wir die Mittelmeerküste zwischen "La Manga" und "Cabo de Palos" an.

Die ausgedehnten Salinen umgehen wir linkerhand.

Nach dreiviertel Stunden sind wir bereits auf dem Promenadenweg, der bis zum Leuchtturm hinausführt und können den unendlich langen Mittelmeerstrand von "La Manga" überblicken.


Allenthalben leuchten uns am Wegesrand farbenfrohe Blüten entgegen.


Vom Leuchtturm nehmen wir den Fussweg entlang der Felsklippen, den wir mit unseren Fahrrädern erst kürzlich schon mal gefahren sind, bis zur kleinen Hafenpromenade von "Cabo de Palos".

Wegen des zunehmenden Windes aus Süden, können wir den Café leider nicht auf der Terrasse geniessen, obwohl das Thermometer immerhin 17 Grad anzeigt. Auf dem Rückweg sehen wir in der Ferne, wie sich eine Handvoll Surfer vom Campingplatz vergeblich abmüht, ins Gleiten zu kommen.



Der Wind bewegt sich wie gestern zwischen 2 und 3 Beaufort. Entnervt streichen schon einige ihre Segel und zotteln mit ihrem Surfzeugs wieder ab. Wir haben jedenfalls nichts verpasst ;-)

Heute Abend sind wir seit langem wieder einmal beim Restaurant "Maribel" zu Gast. Es gibt etwas zu feiern :-) Die Veranda mit Aussicht auf das Golfplatzgelände wird wohl erst im Sommer oder bei "Fullhouse" belegt.

Wir erfreuen uns an den delikat zubereiteten Speisen, dem hervorragenden Service und dem gefälligen Ambiente dieses empfehlenswerten Restaurants.

Windsurfen am Mar Menor (E) (Sonntag, 13.2.2011)
Wetter: schön / Temp.: 19 Grad / Wind: 3 bis 7 Bf.
Seit nunmehr 18 Tagen haben wir keinen echten Starkwind mehr gehabt, dafür aber umso schöneres Wetter. Seit anfangs Jahr hat es nur ein einziges Mal kurz geregnet. Die Böden sind längst ausgetrocknet und erhalten ihre Feuchtigkeit lediglich durch den morgendlichen Tau. Eigentlich sind die Wintermonate hier in Südspanien die "nassen" Monate mit überdurchschnittlich vielen Regentagen. Davon merken wir dieses Jahr buchstäblich nichts.
Was lange währt, wird endlich gut. Ein Nachmittag mit super Gleitwind liegt vor uns und dazu Temperaturen um die 19 Grad. Als wir am frühen Nachmittag zusammen mit Karin auf der Terrasse des Strandrestaurants sitzen und genüsslich unseren Café schlürfen, ist unser "guinea pig" Klaus mit seinem 9.8 m2 Segel bereits im Gleiten.


Da "Windguru" und "Windfinder" übereinstimmend zunehmenden Wind ab Mittag bis in die Nacht hinein vorhersagen, warten wir geduldig noch etwas zu, bis auch wir mit unseren grössten Segeln ins Gleiten kommen. Wir schauen derweil den zahlreich anwesenden Spaniern zu, die den Sonntagnachmittag auf familiäre Weise geniessen.



Dann nach ein Uhr scheint auch uns der Wind, der mittlerweile auf 3 Bf. zugelegt hat, surfwürdig zu sein. Eine Stunde lang gleiten wir mit unserem 7.2 bzw. 6.0 m2 durch die Piratenbucht.

Dann frischt der Südwestwind, der durch die örtliche Thermik unterstützt wird gehörig auf. Ein Segelwechsel auf 6.0 bzw. 5.5 m2 bringt nur vorübergehen eine Entlastung. Schon bald müssen wir noch einen Gang höher schalten und wechseln auf 5.5 bzw. 5.0 m2.


Es dauert nicht lange, da sind uns auch diese Segel zu gross. Mit dem 4.7 m2 Segel und dem 85 Liter Naish-Board wäre ich komfortabel unterwegs gewesen. Stattdessen kämpfe ich mich, wie viele andere auch, eine weitere Stunde ziemlich überpowert durch die Bucht.



Erst gegen fünf Uhr kehren wir mit leuchtenden Augen und müden Armen an den Strand zurück.


Zufriedene Gesichter zeugen vom tollen Surftag.

Wegen des immer noch sehr starken Windes tragen wir jedes Segel einzeln zu unserer Parzelle.
Windsurfen am Mar Menor (E) (Montag, 14.2.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 18 Grad / Wind: 5 bis 8 Bf. (NW)
Das "Mar Menor" ist heute Morgen mit "White horses" überzogen.

Der Wind hat über Nacht auf Nordwest gedreht und weht am Morgen in Böen bis zu 8 Bf. übers "Mar Menor". Willi, Paul und Franz sind mit ihren Windmessern zur Stelle und messen bereits am Ufer über 30 Knoten.



Derweil peitschen Windböen über den Strand und fliegender Sand stiebt durch den Palmenwald.

Die langgezogenen Wolken zeugen vom kräftigen Höhenwind, der dem Tiefdruckgebiet vorausgeht, welches uns in den nächsten Tagen überqueren wird.

Um elf Uhr sind wir mit unserem kleinsten Material auf dem Wasser. Zunächst mit dem 5.0 und später mit dem 4.2 m2 Segel und dem 85 Liter Naish-Board geht die Post ab.






Volle drei Stunden vergnügen wir uns mit dem kräftigen konstanten Nordwestwind, der eine wunderschöne etwa ein Meter hohe Welle aufbaut.

Wie auf ein Kommando lässt er sodann schlagartig nach. Die Spätaufsteher kommen eben mit ihrer Surfausrüstung an den Strand, als wir denselben verlassen. "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

Der Wind bläst inzwischen nur noch mit schlappen 2 bis 3 Bf.

Wir machen es uns unterdessen auf der Terrasse gemütlich und schauen dem Treiben zu.

Immerhin scheint sich der Wind für kurze Zeit zu erholen, so dass wenigstens ein bisschen "Gleitfeeling" aufkommt, wenn auch nur mit grossen Segeln.


"Warum sind wir nicht früher aufs Wasser", mag Klaus zu Günter gesagt haben.

Winfried kommt derweilen mit Finne voran (es hat zurzeit wenig Wasser im Mar Menor) von seinem "Geschwindigkeits-Trip" etwas konsterniert zurück.


Für morgen ist noch weiterer Starkwind mit bis zu 7 Bf. aus Südwesten angesagt. Allerdings sind dazu viele Wolken und auch Regen prognostiziert. Mal sehen, ob's eintrifft…
Windsurfen am Mar Menor (E) (Dienstag, 15.2.2011)
Wetter: Regen bis heiter / Temp.: 14 Grad / Wind: 5 bis 7 Bf. (SW)
Eigentlich hätten wir den ganzen Tag über tollen Surfwind zwischen 5 bis 7 Bf. gehabt. Bei dem regnerischen Wetter ist uns und den meisten andern Windsurfern nicht danach zu Mute. Nach einem kurzen Einkauf in "Cabo de Palos" legen wieder mal einen "Dolce far niente" Tag ein. Am Nachmittag statten wir Brigitte und Klaus einen Besuch ab. Sie möchten gerne aus ihren 34 CDs die besten Musikstücke auf neue CDs brennen lassen. So hat wenigstens unser Notebook heute eine Vollbeschäftigung :-)
Gegen Abend hellt der Himmel auf und der malerische Sonnenuntergang kündigt wieder schöneres Wetter an.

Unter dem Moto, man gönnt sich ja sonst nix, genehmigen wir uns eine Pizza im Strandrestaurant ;-)

Foto des Tages: Wir haben auf dem Dach eines Reisemobils auf unserem Campingplatz doch tatsächlich mein erstes "Mistral Competition Surfbrett" aus dem Jahr 1980 entdeckt ;-)

Windsurfen am Mar Menor (E) (Mittwoch, 16.2.2011)
Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 18 Grad / Wind: 5 bis 8 Bf. (SW)
Der Wind lässt heute auf sich warten. Eigentlich sollte er bereits am Mittag mit 4 Bf. aus Südwesten blasen. Doch erst um zwei Uhr ist der Wind stark genug, so dass wir direkt mit dem 6.0 bzw. 5.5 m2 Segel losfahren können.
Nach einer Stunde mit relativ gleichmässigem, komfortablem Wind von 4 bis 5 Bf. frischt dieser überraschend schnell auf 6 bis 7 Bf. auf. Ich wechsle direkt auf das 4.7 m2 und sattle meinen kleinen "Naish" 85 Liter. Anita bleibt an Land, weil sie den nunmehr böigeren Wind nicht so mag. Dies hat durchaus seine Vorteile. So erscheinen dazwischen auch mal Fotos von mir im Reisetagebuch ;-)

Zwei weitere Stunden heizen wir durch die Piratenbucht und haben eine Menge Spass.



Alsdann nimmt der Wind weiter zu und erreicht in Spitzen die 8 Bf. Grenze, wie von "Windguru" und "Windfinder" prognostiziert. Wir haben alle Mühe unser Material heil zur Parzelle zurückzubringen.
Auch ein zauberhafter Sonnenuntergang darf natürlich nicht fehlen :-)



Es wird eine unruhige Nacht werden mit Windspitzen bis zu 8 Beaufort. Wir zurren alle unsere Segel und Bretter fest und überprüfen vorsorglich die Abspannung unseres Küchenzeltes und der Windschutzplanen. Dann gute Nacht…
Windsurfen am Mar Menor (E) (Donnerstag, 17.2.2011)
Wetter: schön bis heiter / Temp.: 18 Grad / Wind: 6 bis 8 Bf. (NW)
Das gleiche Spiel wie gestern: Bis am Nachmittag warten wir sehnsüchtig auf den angekündigten Starkwind. Noch um ein Uhr stehen Karin und Klaus mit ihrem Surfmaterial wartend am Ufer.


Dann endlich um halb zwei Uhr nähert sich aus nordwestlicher Richtung ein dunkler Streifen. Reinhard kann durch sein Fernglas Schaumkronen ausmachen. Es kann sich nur noch um Minuten handeln bis auch unsere Bucht vom Wind beglückt wird. Karin und Klaus fahren los und markieren die "guinea pigs".



Der Wind nimmt jedoch innert kurzer Zeit massiv zu und weht bereits mit 5 Bf. übers "Mar Menor", als wir mit unserem Surfwägelchen am Strand eintreffen. Klaus ist mit seinem 8.0 m2 Segel bereits überpowert und steuert das rettende Ufer an.

Aber der Wind dreht noch weiter auf. Wir starten gleich mit unseren 5.0 bzw. 4.7 m2 Segeln.



Nach einer wunderschönen Stunde legt der Wind ein weiteres Mal zu und erreicht jetzt Windstärken zwischen 7 und 8 Beaufort. Fliegender Sand weht den am Strand Zurückgebliebenen um die Ohren.

Helm ist bei diesem Windstärken absolute Pflicht. Franz hat den typischen Gefängnisblick.

Ich habe längst auf das 4.7 m2 Segel gewechselt und Anita bleibt am Ufer. Doch auch das kleinere Segel ist mir mittlerweile zu gross. Das 4.2 m2 liegt auf unserer Parzelle, und so kämpfe ich mich mit überpowertem Segel durch die meterhohen Wellen.

Das "Mar Menor" ist zu einem schäumenden Meer geworden.

Michael, ein wilder Engländer, riggt bei tosendem Wind direkt am Ufer auf.

Wir surfen nunmehr auf der Finne ;-)

Das Publikum am Ufer schaut Michael fasziniert zu, wie er auch bei 7 bis 8 Bf. noch tolle Sprünge schafft.


Nach weiteren zwei Stunden lassen nicht nur der Wind nach, sondern auch unsere Kräfte.

Ein weiterer fantastischer Surftag geht dem Ende zu. Morgen soll es nur noch 4 bis 5 Bf. geben. Für viele war der heutige Wind zu stark, und so bleibt die Vorfreude auf morgen.
Windsurfen am Mar Menor (E) (Freitag, 18.2.2011)
Wetter: sehr schön / Temp.: 20 Grad / Wind: 4 bis 5 Bf. (SW)
Der Tag empfängt uns mit wolkenlosem Himmel. Es wird ein Prachtstag und zugleich der sechste Tag in Folge mit Starkwind :-) Um elf Uhr möchten wir noch den abflauenden Nordwestwind ausnützen. Doch es wird nur ein kurzes Gastspiel. Wir kommen kaum ins Gleiten und fahren unser Surfzeugs nach einer halben Stunde kurzentschlossen wieder auf unsere Parzelle zurück. Stattdessen geniessen wir lieber die warme Sonne und lesen ein Buch.


Am Nachmittag während der Kaffeerunde auf der Terrasse des Strandrestaurants schauen wir aufmerksam Lia zu, wie sie versucht, ins Gleiten zu kommen.


Der Wind hat inzwischen auf Südwesten gedreht und nimmt allmählich wieder zu, so dass wir etwas vorschnell unser Surfzeugs an den Strand fahren. Zunächst dümpeln wir trotz grosser Segeln und Bretter zusammen mit vielen anderen als Windsuchende durch die Bucht.

Doch dann nach etwa einer halben Stunde legt der Wind zu und wir gleiten bei gleichmässigen 3 bis 4 Beaufort Wind übers Wasser. Die Piratenbucht ist wieder voll in Surfers Hand.


Um fünf Uhr kann ich sogar auf das 6.0 m2 Segel und den 105 Liter Lorch wechseln und mich nochmals eine halbe Stunde austoben. Zur Krönung des Tages gehen wir zusammen mit Brigitte und Klaus zum Chinesen nach "La Manga" essen.


Ein anderes chinesisches Restaurant in "Cabo de Palos" hatte uns vor einiger Zeit nicht sehr überzeugt. Wir sind zum ersten Mal in diesem Lokal und sind überrascht vom netten Service und dem guten Preis-/Leistungsverhältnis des "Restaurante China Gran Murala".

Ein weiterer Traumtag am "Mar Menor" geht zu Ende.


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