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Donnerstag, 28. Oktober 2010

Aufenthalt in Südspanien III (mit Elchi)

Camping in La Manga (E) (Donnerstag, 28.10.2010)
Wetter: schön / Temp.: 22 Grad / Wind: 1 bis 2 Bf.

Foto des Tages: 180° Panorama "Campingplatz Caravaning La Manga"
zur Vergrösserung bitte auf Foto klicken (400 kB)


Camping in La Manga (E) (Freitag, 29.10.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 23 Grad / Wind: 1 bis 2 Bf.

Foto des Tages: Morgendämmerung über dem "Mar Menor"


Windsurfen in La Manga (E) (Samstag, 30.10.2010)
Wetter: schön bis bedeckt / Temp.: 19 Grad / Wind: 1 bis 5 Bf.

Eine starke Südwestströmung am unteren Rand eines kräftigen Tiefdruckgebietes beschert uns eine warme Nacht. Nach Mitternacht messen wir noch 19 Grad Celsius. Dieses Tief wird uns in den nächsten Tagen stürmischen Wind bringen, so dass wir endlich auch unsere kleinen Surfbretter werden benützen können.

Inzwischen haben wir unsere Windfahne mit einem Windsack aufgerüstet um die Windstärke und Richtung noch besser erkennen zu können.

Leider frischt der Wind erst gegen Abend auf, so dass wir das Windsurfen auf morgen verschieben. Zudem schiebt sich im Laufe des Nachmittags ein Wolkendeckel über "La Manga" und es fängt leicht zu regnen an. Der Regen hält jedoch nicht lange an. Ein paar Unverdrossene wollen den abendlichen Wind nicht ungenutzt vorüberstreichen lassen und surfen bis es dunkel wird.

Foto des Tages: "Ruhe vor dem Sturm"


Windsurfen in La Manga (E) (Sonntag, 31.10.2010)
Wetter: bewölkt bis schön / Temp.: 23 Grad / Wind: 3 bis 6 Bf.

Ein riesiges Doppeltiefdruckgebiet über dem "Golf von Biskaya" sorgt in Südspanien für föhnartige Windverhältnisse. Nach dem Abregnen über den zentralen spanischen Bergen stürzt der Wind aus Südwesten in die Tiefen der Küstenregion von "Murcia" und erwärmt sich dabei mächtig. Wir messen um drei Uhr nachts noch 20 Grad Celsius.

Um drei Uhr werden wir vom starken Wind unsanft aus dem Schlaf gerüttelt. Hammerböen mit über 8 Bf. zerren an unserem "Elchi" und draussen ist der Teufel los. Viele haben den vorhergesagten Wind unterschätzt und ihre Sachen zu wenig festgezurrt. Auch wir schlagen ein paar zusätzliche Heringe in den harten Boden um unsere Segel noch etwas besser zu befestigen.

Am Morgen wird der angerichtete Schaden sichtbar. Wer nicht vorsorglich seine Windschutzwand zusammengerollt hat, kann heute Morgen dieselbige nur noch als Schrott zusammenräumen.



Selbst kleine Gerätehäuschen wurden umgekippt, wenn sie nicht genügend verankert waren.

Beim Morgengrauen ist der ganze Spuck vorbei. Die Sonne zeigt sich wieder und der Wind macht erst mal Pause. Etwas ratlos stehen wir nach dieser windigen Nacht am Strand und fragen uns, wo der angekündigte Tageswind von 5 bis 6 Bf. geblieben ist.

"John" übernimmt heute die Rolle des "guinea pig" (Versuchsschwein) und kommt soeben etwas enttäuscht zurück.

Auch "Keith" kommt mit seinem Surfwagen vergebens an den Strand.

Wir entschliessen uns kurzerhand zunächst an den Sonntagsmarkt in "Cabo de Palos" zu fahren. Am Nachmittag dann nochmals das gleiche Spiel: Diesmal sind wir auch dabei. Egal welches Segel man nimmt, es ist heute immer das Falsche.


Anfangs sind es noch 3 bis 4 Bf.


Dann frischt der Wind zeitweilig bis auf 5 bis 6 Bf. auf. Leider wechselt auch die Windrichtung andauernd, so dass keine richtig entspannte Surfstimmung aufkommen will.


Noch nehmen wir es gelassen, denn morgen Montag soll es nochmals Starkwind geben und zwar aus Nordwesten, den besten Wind, welchen es hier in der "Piratenbucht" faktisch gibt.

Was wird uns die nächste Nacht bringen? Die Wetterfrösche prognostizieren Wind mit bis zu 7 Bf. Die Windräder am Horizont verkraften solche Windgeschwindigkeiten problemlos :-)


Windsurfen in La Manga (E) (Montag, 1.11.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 5 bis 6 Bf.

Um es gleich vorne weg zu nehmen: Der heutige Tag wird für die Windsurfer in der "Pirate Bay" ein absoluter Spitzentag werden. Ein gleichmässiger Wind aus Nordwesten mit 5 bis 6 Bf. und dazu Sonnenschein pur bei 24 Grad lassen kaum noch Wünsche offen.


Um elf Uhr wassern wir unsere Bretter. Mit 6.0 bzw. 5.5 m2 Segeln ziehen wir los.



Um zwölf Uhr wechseln wir auf 5.5 bzw. 5.0 m2 und dazu die kleinsten Bretter, die wir besitzen. Draussen hat sich eine wunderschöne, lange Welle aufgebaut. Wir reiten Wellen ab, springen und halsen, wie schon lange nicht mehr. Es macht riesigen Spass bei solchen Verhältnissen zu surfen :-) Davon haben wir aber auch wochenlang geträumt.



Nach fünf Stunden auf dem Wasser haben wir genug gesurft. Morgen gibt's nur Wind für Frühaufsteher. Gegen Mittag soll der Wind dann total abflauen.

Windsurfen in La Manga (E) (Dienstag, 2.11.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 5 bis 4 Bf.

Ein wolkenloser, dunkelblauer Himmel wölbt sich über uns und dazu weht ein konstanter Nordwestwind mit 5 bis 4 Bf. Ein Geschenk des Himmels!


Da wir zu den Frühaufstehern gehören, werden uns heute Morgen zwei Stunden tollen Surfwind geschenkt ;-) Zunächst können wir überraschenderweise sogar eine halbe Stunde mit dem 6.0 bzw. 5.5 m2 Segeln surfen; dann wechseln wir auf das 7.2 bzw. 6.0 m2 Segel.


In der Bucht vor der "Isla del Ciervo" weht der Wind besonders stark, so dass ich mich längere Zeit dort drüben vergnüge.

Mit dieser idealen Windrichtung gelangt man mit einem einzigen Schlag, ohne aufzukreuzen, in dieses tolle Stehrevier mit sandigem Untergrund, welches normalerweise von "Kitern" benutzt wird.

Gegen Mittag lässt der Wind nach. Zufrieden packen wir unsere sieben Sachen zusammen. Es war einmal mehr ein traumhaft schönes Surferlebnis, und wir waren erstaunlicherweise beinahe alleine auf dem Wasser :-)

Am Nachmittag lässt der Wind dann gänzlich nach. Wie ein Spiegel breitet sich das "Mar Menor" vor uns aus.


Nur mit einem Paddel ausgerüstete Surfer kommen noch vom Fleck.


Fahrradtour nach La Manga (E) (Mittwoch, 3.11.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 21 Grad / Wind: 0 bis 2 Bf.

Über mangelndes schönes Wetter können wir uns bisher nicht beklagen. Auch heute erwartet uns wieder ein prachtvoller Tag. Wolken sucht man am tiefblauen Himmel vergeblich.

Am Nachmittag unternehmen wir eine lockere Fahrradtour nach "La Manga".

Für den Café wählen wir heute ausnahmsweise ein näherliegendes Terrassenrestaurant, welches ebenfalls sehr schön an einer langgezogenen Bucht mit Palmenpromenade liegt :-) Wir haben unser Tagesfitnesspensum schliesslich mit Joggen und den "5 Tibetern" bereits absolviert.



Einige nutzen die milden Herbsttage noch zum Sonnenbaden am Mittelmeerstrand.

Ausflug nach Santiago de la Ribera (E) (Donnerstag, 4.11.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 21 Grad / Wind: 0 bis 2 Bf.

Wir nutzen den wunderschönen Tag und fahren mit dem Roller ans andere Ende des "Mar Menor". Immer wieder beeindruckend ist die stilvolle, anheimelnde Architektur in dieser Gegend. Die Architekten bei uns zuhause wirken vergleichsweise ziemlich phantasielos.

Am nördlichen Ende des "Mar Menor" liegt unser Ziel, die Ortschaft "Santiago de la Ribera". Von dort aus kann man die Spitze der Halbinsel "La Manga" gut erkennen.



Die Strandpromenade schaut heute Freitag ziemlich verlassen aus.

Schon etliche Dattelalmen tragen hier reife Früchte.

Entlang der Salinen (Salinas y Arenales de San Pedro) führt ein unendlich langer Damm an die äusserste Spitze bis zur schmalen Verbindung zum Mittelmeer.

Hier wurden bestimmt einige Hundert Palmen in Reih und Glied verpflanzt.

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