Wetter: schön, Hochnebel / Temp.: 16 Grad
Unser Aufenthalt im Raum St. Gallen gestaltet sich durch das schöne Herbstwetter recht angenehm. Lediglich am Dienstag macht das schöne Wetter Pause und es regnet beinahe den ganzen Tag. Wir kommen mit dem Abarbeiten unserer Pendenzen trotzdem gut voran, so dass wir den Besuch der OLMA (Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung) am Donnerstag in Ruhe geniessen können.


Nebst Landwirtschaft ist an der alljährlichen Ausstellung ein grosser Teil der Ernährung und dem Haushalt gewidmet.


Der Besuch der Messe hat für uns eine besondere Bedeutung, da wir uns hier genau vor 25 Jahren näher kennengelernt hatten. Natürlich darf dabei eine St. Galler Bratwurst und unser geliebtes Vermicelles nicht fehlen.


Nach vier Stunden Wandeln durch die erwürdigen Hallen verabschieden wir uns für unbestimmte Zeit von der OLMA.


Morgen werden wir die Schweiz bereits wieder verlassen und in Richtung Spanien unterwegs sein.
St. Gallen (CH) – Digoin (F) (Freitag, 8.10.2010)
Wetter: Hochnebel bis schön / Temp.: 25 Grad
Kurz nach acht Uhr fahren wir los in Richtung Frankreich. Wie gewöhnlich löst sich der Nebel im Raume "Basel" vollständig auf. Wir überqueren die Grenze bei strahlendem Sonnenschein und fahren erst einmal bis vor "Belfort" auf der mautfreien Autobahn A36. Nach einem kleinen, aber nervenraubenden Umweg (unser Navi hat die Einstellung "ohne Maut" verloren und uns auf die Mautautobahn gelotst), landen wir nach "Montbéliard" dann endlich wieder auf der Hauptstrasse. Die "D663" und die anschliessende "D683" schlängeln sich durch das romantische Flusstal des "Doubs".


Was sich auf Frankreichs Strassen alles so rumtreibt. Wenn das nur gut geht.

Wir kommen gut voran, obwohl der Verkehr teilweise sehr dicht ist.


Die Landschaft ist abwechslungsreich und überall dominieren inzwischen herbstliche Farben.


Mehrmals queren wir den "Doubs".

Nach "Besançon" folgen wir den gut ausgebauten Nationalstrassen N73, N80, N70 und N79 und erreichen unser Etappenziel "Digoin" planmässig am späteren Nachmittag. Der Campingplatz "Camping de la Chevrette" liegt sehr ruhig am Rand der Ortschaft unmittelbar am Fluss "Loire". Wir sind leider etwas spät dran, um "Digoin" näher anzuschauen. Wir verschieben es aufs nächste Mal.
Digoin – Gruissan (F) (Samstag, 9.10.2010)
Wetter: sehr schön bis bewölkt / Temp.: 21 Grad / Wind: 3 bis 4 Bf.
Zuhause wird das Wetter von einem kräftigen Russlandhoch bestimmt, welches für beständiges schönes Herbstwetter sorgt. Andererseits nähert sich aus Südwesten eine weitere Schlechtwetterfront, welche auf unserer Reise durch Frankreich und Spanien für nasse Strassen sorgen wird. Mit ein wenig Glück bleibt der heutige Tag, bis wir in Südfrankreich ankommen, noch trocken. Mal sehen…
Am Morgen präsentiert sich uns zunächst ein wolkenloser Himmel. Der Tag fängt schon mal gut an :-) Auf der N79 fahren wir weiter bis nach "Moulins", von wo wir die D2009 bis nach "Clermont Ferrand" nehmen. In "Gannat" steuern wir die Tankstelle beim "Carrefour" an. Schon beim letzten Mal mussten wir um die Tanksäule zu erreichen ziemlich zielen. Der vordere Teil unseres Reisemobils reicht gerade noch unter die niedrige Überdachung.

Weiter geht unsere Fahrt auf der Überlandstrasse D2009.

Nach "Clermont Férrand" beginnt die mautfreie Autobahn A75, die wir bis nach Südfrankreich benutzen.

Die abwechslungsreiche Strecke über das "Massif Central" ist vor allem bei schönem Wetter (wie heute) ein Genuss. Bei einer wunderschön gelegenen "Cafeteria" machen wir unseren Mittagshalt.


Der grosszügige Parkplatz erinnert uns an das englische "Stonehenge".


Noch hält sich das schöne Wetter tapfer.

Das "Viadukt von Millau" ist kostenpflichtig. Wir entschliessen uns diesmal für die Umfahrung durch die Stadt "Millau". Die Durchfahrt verläuft problemlos.


Inzwischen hat sich der Himmel mit Wolken überzogen und es fallen einzelne Regentropfen. Trotzdem ist der Blick von unten auf das imposante Viadukt erhebend.


Vom Zentralgebirge fällt die Autobahn steil ab, so dass manch einer die Bremsen seines Fahrzeugs überstrapaziert. Für LKWs sind deshalb etliche Notbremsrampen erstellt worden, um solche Fahrzeuge im Notfall noch stoppen zu können.

Die mautfreie A75 reicht bis kurz vor "Bézier". Das nun folgende mautpflichtige Autobahnteilstück der A9 lassen wir diesmal aus, weil wir auf der Suche nach einer günstigen Tankstelle sind. Leider haben wir kein Glück und finden für unseren "Elchi" nicht eine einzige Tankstelle mit genügend hoher Überdachung. Die Franzosen scheinen keine hohen Fahrzeuge zu mögen ;-) Etwas verspätet kommen wir auf dem Stellplatz in "Gruissan" an.
Gruissan (F) – Spätzle Fritz (E) (Sonntag, 10.10.2010)
Wetter: regnerisch bis schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 2 bis 7 Bf.
Wir werden von kräftigen Windböen, die unseren "Elchi" durchrütteln, geweckt. Dazu prasseln heftige Regenschauer hernieder, nicht gerade ideales Reisewetter. Bevor wir losfahren überprüfen wir die konkrete Windrichtung, denn wir wissen, dass hier der böige Seitenwind schon manchen Wohnwagen und sogar LKWs von der Strasse abgetrieben hat. Glücklicherweise weht der Wind aus östlicher Richtung, so dass er für uns schräg von hinten oder uns sogar als Rückenwind Vorschub leistet :-)
Bis zur Grenze nehmen wir die mautpflichtige Autobahn A9. Bei "Le Boulou" fahren wir auf der Hauptstrasse weiter, welche sich gut ausgebaut durch die "Pyrenäen" schlängelt. Das französische Grenzdorf "Le Perthus" durchfahren wir diesmal im Regen.

Bis vor "Barcelona" nehmen wir die gut ausgebaute, mautfreie N11. Barcelona umfahren wir auf der Autobahn A7, die wir erst nach "Tarragona" wieder verlassen.

Nun bleiben wir bis zu unserem Etappenziel "Vinaròs" auf der hervorragenden, oft vierspurig ausgebauten N340.


Je weiter wir vorankommen, umso schöner und wärmer wird das Wetter. Wir messen bereits 24 Grad :-)


An der supergünstigen Tankstelle bei ALDI in "Vinaròs" machen wir unseren Tank voll, bevor wir den Stellplatz beim "Spätzle Fritz" aufsuchen. Hier finden selbst grosse Reisemobile und LKWs genügend Platz.

Wir erhalten gerade noch den letzten Platz mit Strom. Es sind doch schon einige Gäste vor uns angekommen.

Endlich wieder mal Sonne und Wärme. Wir geniessen heute den Café im gemütlichen Gartenrestaurant unter Palmen besonders.


Der von der untergehenden Sonne beleuchtete Wolkenturm kann sich sehen lassen.


Spätzle Fritz – La Manga (E) (Montag, 11.10.2010)
Wetter: schön / Temp.: 24 Grad / Wind: 0 bis 2 Bf.
Wir stehen beizeiten auf, damit wir möglichst früh auf dem Campingplatz eintreffen und uns noch einrichten können. Um schneller vorwärts zu kommen, nehmen wir bis nach "Valencia" die mautpflichtige AP7.

Für Interessierte: Der anschliessende Autobahnabschnitt A35 in Richtung "Murcia" ist wieder mautfrei, wie auch die A31 bis "Elche".

Anschliessend nehmen wir die A37, die jedoch bis "Torrevieja" kostenpflichtig ist. Die restliche Autobahn mit "La Manga" kann dann gratis befahren werden.

Auf den letzten Kilometern auf der Zubringerautobahn nach "La Manga" hat man einen guten Überblick auf das "Mar Menor". Beinahe heimatliche Gefühle steigen in uns auf :-)

Unsere reservierte Parzelle brauchen wir nicht lange zu suchen. Nach zwei Stunden Einrichten haben wir uns den Café auf der Terrasse des Strandrestaurants redlich verdient :-) Der Sandstrand präsentiert sich uns unverändert.

"La Manga" scheint zum Greifen nahe und über den Bergen steigen die ersten Gewittertürme in den Himmel.

Überall werden wir von alten Bekannten vom letzten Jahr begrüsst. Auch Freunde von uns sind schon vor Ort und heissen uns herzlich willkommen. Wir fühlen uns gleich wie zuhause.


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