Wetter: sehr schön / Temp.: 18 Grad
Wir sind mit unseren Vorbereitungsarbeiten für unseren Italien-Aufenthalt gut voran gekommen. Gemäss Wetterprognosen verschiebt sich das schöne Wetter am Donnerstag allmählich von der Nord- auf die Südseite, für uns die unmissverständliche Aufforderung, dasselbe zu tun ;-) Unser Ziel der Campingplatz "Tamaro" in "Tenero" am "Lago Maggiore" liegt nur etwa 3 Fahrstunden von uns entfernt. Durch den "San Bernadino Basistunnel" überqueren wir die Alpen.
Noch ist der Winter in den Voralpen und Alpen omnipräsent. Das Frühlingstauwetter mit der Schneeschmelze hat noch nicht begonnen, und die Berghänge sind immer noch mit einer dicken Schneedecke überdeckt. Links und rechts des unteren Rheintales sind die Bergketten bis auf ca. 1000 m noch in Weiss gekleidet.


Der Sufner-Stausee beim "San Bernadino Pass" ist zur Hälfte noch mit Eis bedeckt.

Beim Restaurant Stausee machen wir einen kurzen Café-Halt.


Weiter geht's bis zum Tunnel auf ca. 1620 m Höhe über Meer. Der Pass selbst reicht bis auf 2065 m.ü.M.



Auf der Südseite hat es sogar noch etwas mehr Schnee. Doch bald einmal fahren wir durch die "Magadino-Ebene", wo der Winter endgültig vorüber ist und die Temperaturen bereits die 17 Gradmarke erreicht haben. Die Forsitien-Sträucher entlang der Autobahn stehen in voller Blüte, ein wunderschöner Anblick.

Kurz nach Mittag fahren wir durchs Tor des "Campingplatzes Tamaro" bzw. bleiben wir bis zwei Uhr vor der Schranke stehen, da diese während der Mittagszeit geschlossen bleibt ;-)

Der Campingplatz ist überraschend schlecht belegt. Wahrscheinlich ist dies auf das relativ schlechte Wetter über Ostern zurückzuführen. Wir haben jede Menge Auswahl und suchen uns ein sonniges Plätzchen aus.

Der Tag ist noch lang, und so entschliessen wir uns für eine Radtour ins 20 km entfernte "Bellinzona".

Gegenüber anderen Jahren scheint der Frühling im Tessin etwas im Rückstand zu sein, obwohl einige Bäume schon Blütezeit haben.

Die Magnolienbäume sind teilweise schon am Abblühen.

Der gut ausgeschilderte Radweg verläuft durch Wiesen und Felder, entlang verschiedener Flüsschen und Baumalleen und grösstenteils fernab von Autostrassen.

In "Giubiasco" machen wir kehrt und fahren auf dem gleichen Weg mit leichtem Gegenwind wieder zurück zum Campingplatz. Auf dem Radweg sind wir beileibe nicht die Einzigen. Schulklassen sind mit ihren Lehrern ebenso unterwegs, wie Urlauber oder trainierende Radrennfahrer.

Gemäss Wetterprognosen soll das Thermometer morgen noch um weitere 7 Grad ansteigen. Das wären dann bereits vorsommerliche Temperaturen :-)
Zum Abendessen genehmigen wir uns eine Pizza im Campingrestaurant des Nachbarplatzes. Diesen haben wir vom letzten Besuch noch in guter Erinnerung.

Internet-Zugriff auf dem Campingplatz "Tamaro"
Auf dem Campingplatz hat "Swisscom" eine WiFi-Zone mit "Public Wireless" eingerichtet.

Die PrePaid-Preise (ohne ein Swisscom-Abo) sind nicht wirklich günstig. Vor allem ist kein Flatrate-Angebot dabei. Dafür sind die Tarife mit einem Swisscom-Abo konkurrenzfähig. Auch das Empfangs-Signal und die Performance sind hervorragend. Wir haben Spitzen-Downloads von bis zu 5,5 Mb/s gemessen.
(zur Vergrösserung bitte draufklicken)

Spaziergang nach Locarno (CH) (Freitag, 9.4.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad
Ein wunderschöner Tag erwacht. Die Sonne schaut bereits durchs Alkovenfenster, als wir erwachen. Frühstücken vor unserem "Elchi" ist bei den heutigen Temperaturen noch nicht ratsam. Wir messen erst 8,5 Grad. Man spürt die Nähe des Schnees in den umgebenden Bergen.

Gleichwohl heizt die Sonne gewaltig auf und da sich der Himmel heute wolkenlos präsentiert, werden wir die angesagten 24 Grad wohl trotzdem erreichen :-)

Unser heutiges Ziel ist die attraktive Stadt "Locarno". Vom Campingplatz bis zur Innenstadt führt dem Seeufer entlang ein ca. 5 km langer Weg, welcher auch mit Fahrrädern, Inline-Skates oder anderen motorlosen Vehikeln befahren werden kann. Wir lassen unsere Drahtesel zuhause und spazieren auf dem wunderschön angelegten Seeuferweg via "Minusio" und "Muralto" bis ins Zentrum von "Locarno".

Wir sind von diesem anmutigen Uferweg immer wieder begeistert, obwohl wir ihn schon viele Male gegangen/gefahren sind.


Alle spüren den Frühling.

Man kann die frischen Blüten und Blätter der Bäume förmlich wachsen hören.


Nach dreiviertel Stunden Spazieren nähern wir uns "Locarno", wo die gepflegt Strandpromenade beginnt.

Die Blumenpracht ist unbeschreiblich. Die Stadt gibt sich immer wieder Mühe und richtet die farbenfrohen Blumenbeete jedes Jahr erneut mit viel Liebe her.


Entlang des Uferweges und der Strandpromenade gibt es eine grosse Auswahl von gemütlichen Cafés und Restaurants, die zum Verweilen einladen.

Bevor wir uns die Innenstadt mit dem "Piazza Grande" begeben, wollen wir uns die Kirche "Madonna del Sasso" in "Orselina" ansehen.

Die einzigartige Kirche thront hoch über der Stadt und ist unter anderem mit einer Standseilbahn erreichbar.

Wir entscheiden uns fürs Aufsteigen "per pedes" und Hinunterfahren mit der Bahn. Der Aufstieg über den steilen Treppenweg führt uns vorbei an den 12 Kreuzstationen des Leidenswegs Christi.



Leider ist die Kirche wegen Umbaus für Besucher zurzeit nicht zugänglich. Wir geniessen stattdessen die einzigartige Aussicht auf "Locarno" und den "Lago Maggiore".


Für den Rückweg wählen wir die Standseilbahn, welche uns vorbei an drei Zwischenstationen hinunter in die Altstadt führt.


Der "Piazza Grande" (er trägt seinen Namen zu Recht) ist mit seinen Einkaufs-Arkaden ein grosser Anziehungspunkt und immer wieder einen Besuch wert.

Hier trinken wir in einem der vielen gemütlichen Cafés unseren "Cappuccino" mit einem nicht eben landestypischen Apfelstrudel. Die von uns heiss geliebten "Vermiselles" sind bedauerlicherweise bereits ausgegangen.


Anschliessend treten wir den einstündigen Rückweg zum Campingplatz an.

Die Temperaturen haben inzwischen die 24 Gradmarke erreicht, was anscheinend manche Rentner (Frau im Vordergrund) noch gar nicht mitgekriegt haben ;-)

Nach einem kurzen Besuch im Shopping-Center unweit des Campingplatzes ziehen wir uns zufrieden auf denselben zurück. Es war ein wunderschöner Frühlingstag mit Sommerambitionen :-)
Ausflug mit dem Roller nach Cannóbio (I) und Ascona (CH)
(Samstag, 10.4.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 24 Grad
Ein wolkenloser Himmel wölbt sich über dem Tessin. Die 24 Grad von gestern werden wir heute dennoch nicht mehr erreichen. Aber die angesagten 23 Grad wären auch nicht zu verachten ;-) Der Löwenzahn auf unsere Frühlingswiese steht jedenfalls in voller Blüte. Bei uns zuhause blüht er normalerweise ab Mitte April.

Heute unternehmen wir mit unserem Roller einen Ausflug entlang des "Lago Maggiore" bis nach "Cannóbio". Die kurvige Küstenstrasse schlängelt sich elegant dem nordwestlichen Ufer des "Lago Maggiore" entlang.

Der Ausblick auf die verschneiten Schweizer Berge ist eindrucksvoll. Vor "Brissago" liegt die gleichnamige Inselgruppe, im Foto gut sichtbar.

Die Natur soll auch hier dieses Jahr etwa drei Wochen im Rückstand sein.


Dennoch stehen die Mimosenbäume auch hier, wie in Spanien, in voller Blüte.


Das italienische Dorf "Cannóbio" ist ein Touristen-Magnet. Die attraktive Strandpromenade mit den typisch italienischen Hausfassaden ist ein echtes Bijoux.



Jeden Sonntag findet hier ein grosser Strassenmarkt statt. Wir haben für unseren Ausflug den Samstag gewählt, weil morgen eine kurzfristige Wetterverschlechterung eintreten soll. Aber auch ohne Markt kann man in den zahlreichen Boutiquen herumstöbern.





In einem der vielen netten Cafés mit Seesicht geniessen wir einen feinen "Cappuccino" mit Sandwich.

Inzwischen ist es wieder sehr warm geworden (24 Grad), wärmer als die Wetterfrösche prognostiziert hatten. Die momentan herrschende Föhnlage in den Alpen (typische Linsenwolken) hat sicher das Ihrige dazu beigetragen.

Nach dem Lunch verlassen wir das reizende "Cannóbio" in Richtung Schweiz.

Noch einmal geniessen wir den erhebenden Ausblick über den See auf die verschneiten Schweizer Alpen.

Auf dem Rückweg machen wir einen Abstecher nach "Ascona". Die traumhaft schöne Hafenpromenade ist weltbekannt. Von der Uferstrasse aus können wir "Ascona" an seiner charakteristischen Kulisse bereits gut erkennen.

Gleich eingangs zur Hafenpromenade befindet sich das "Ristorante Tirrazza" mit seinem markanten alten Turm.

Bei unserem letzten Besuch waren die Baumalleen schon beblättert, was dem Gesamtbild des Platzes eine kontrastreiche Note verleiht. Leider ist die Natur dieses Jahr noch nicht so weit.



Wir lassen uns in einem der gut belegten Cafés nieder. Das warme Wetter macht durstig.



Nach einem kurzen Rundgang durch die Altstadt kehren wir zu unserem Roller zurück.

Wir umfahren "Locarno" und nehmen den fast 6 km langen Tunnel, der erst kurz vor "Tenero" endet. Nach einem kurzen Einkauf im "Shopping-Center Tenero" machen wir es uns auf dem Campingplatz gemütlich. Anita bereitet uns heute ein vegetarisches Abendessen zu. Gegessen wird heute bei 24 Grad (um sechs Uhr) selbstverständlich im Freien :-)


Velofahrt nach Locarno (CH) (Sonntag, 11.4.2010)
Wetter: sonnig bis bewölkt / Temp.: 14 Grad
Eigentlich wollten wir am Sonntag in Richtung Italien weiterreisen. Die Wetterlage in Mittel- und Süditalien ist jedoch ziemlich schlecht, so dass wir uns entschliessen, unsere Abreise um ein paar Tage zu verschieben. Wir haben ja keine Eile. Von gestern auf heute macht das Thermometer einen Sprung um 10 Grad nach unten. Verantwortlich dafür ist ein Kaltluftausläufer, der von Finnland in Richtung Süden zieht und den Frühling vorerst einmal stoppt.
Mit dem Velo fahren wir nach "Locarno" hinein. Anita wird morgen aus familiären Gründen für ein paar Tage nach Hause fahren. Wir besorgen uns am Bahnhof ein Ticket.

Am "Piazza Grande" geniessen wir anschliessend bei schönstem Sonnenschein einen "Cappuccino".

Um zehn Uhr sind die Plätze und Strassen noch ziemlich leer. Wir erfreuen uns der sonntäglichen Ruhe.

Reisemobil-Stellplatz in "Locarno"
Dem Ufer entlang fahren wir bis zum "Campingplatz Delta". Kurz davor befindet sich auch der offizielle Reisemobil-Stellplatz von "Locarno". Wer ihn noch nicht kennt, sollte ihn tunlichst meiden. Wer ihn schon kennt, wird bestimmt nicht mehr hierher kommen. Hier erhält man für die Taxe von CHF 20.00, welche für einen 24 Stundenaufenthalt erhoben wird, buchstäblich nichts, ausser einem notdürftig hergerichteten Kiesparkplatz.


Weder ein WC, noch Entsorgungsstation, Wasser oder Strom sind hier für diesen stolzen Preis vorhanden. Eine richtiggehende Abzocke :-( Wenn man die fehlende Infrastruktur mit einbezieht, ist dies wohl einer der teuersten Stellplätze Europas, kein wirklich erstrebenswerter Rekord!
Der benachbarte "Campingplatz Delta" ist bezüglich Preis jedoch auch keine echte Alternative. Die Preise, vor allem über die Ostertage, sind horrend und kaum zu bezahlen. Vielleicht besteht mit der Taxgestaltung des Stellplatzes sogar ein kausaler Zusammenhang, wer weiss? Ein Preisvergleich mit unserem "Campingplatz Tamaro" in "Tenero" ergibt für die Ostertage, gerechnet für ein Reisemobil mit 2 Personen, einen ansehnlichen Preisunterschied von CHF 19.00 pro Tag. Mit dem Fahrrad auf dem wunderschön angelegten Uferweg sind auch wir in einer Viertelstunde im Zentrum von "Locarno".
"Locarno" sollte sich über das Potential des Reisemobil-Tourismus besser informieren. Eine gross angelegte Studie der "European Camping Federation ECF" des Jahres 2006 hat schon damals für ganz Europa einen Jahresumsatz von 27,7 Milliarden Euro errechnet (Quelle: Zeitschrift Reisemobil International 1/2008). Laut dieser Studie ergibt sich der Umsatz im Tourismus aus den 375 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen von 3 Milliarden Euro und aus sonstigen Ausgaben während des Urlaubs auf 9 Milliarden Euro. Weitere 3,33 Milliarden Euro stammen von Reisemobilisten, die auf Stellplätzen übernachten. Die heutigen Zahlen dürften noch einiges darüber liegen, denn die Camping-Branche hat in den letzten vier Jahren noch wacker zugelegt.
Fazit
Der Wirtschaftszweig Camping ist zu einem der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren beim Tourismus geworden, der auch den Städten in Form von Einkäufen und Konsumationen in den Cafés und Restaurants und Benutzung von Verkehrsmitteln etc. zu Gute kommt. Wir glauben nicht, dass eine Stadt, wie "Locarno", die massgeblich auf Tourismus setzt, einfach darauf verzichten kann. Ein Umdenken beim Stellplatzangebot wäre dringend anzuraten.
Wir fahren entlang dem Ufer wieder zurück zu unserem Campingplatz in "Tenero". Es ist immer noch sonnig, obwohl von den Wetterfröschen anders vorhergesagt :-)

Am Nachmittag frischt ein kräftiger Wind mit ca. 5 bis 6 Bf. aus westlicher Richtung auf. Zum Windsurfen ist es uns zu kalt. Die Temperatur ist von 14 auf 11 Grad zurückgefallen und die Sonne hat sich hinter die Wolken zurückgezogen.

Unser sonntägliches Abendessen nehmen wir wiederum im Restaurant des Nachbarcampingplatzes ein. Dieser macht einfach die besseren Pizzas :-)
Campingleben in Tenero (CH) (Montag, 12.4.2010)
Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 14 Grad
Nach wie vor liegen wir in einer Kaltluftströmung aus dem Norden. Diese beschert uns auch heute relativ tiefe Temperaturen von maximal 14 Grad. Der Winter ist uns wieder etwas näher gekommen. Es hat über Nacht bis auf 800 m hinunter geschneit.


Um halb Elf Uhr spazieren wir zum Hauptbahnhof in "Locarno". Anita nimmt einen der wenigen direkten Interregiozüge, die ohne Umsteigen bis Zürich durchfahren. Ich halte inzwischen hier in "Tenero" die Stellung und hoffe, dass sie bald wieder gesund und munter zurückkehrt. Die Sonne hat inzwischen wieder Oberhand gewonnen und bringt die Blumenrabatten an der Strandpromenade zum Leuchten.



Für den Bienenflug ist es heute zu kalt.

Die vielen Schwäne sind an die Menschen gewöhnt und recht zutraulich.

Am Nachmittag fahre ich mit dem Roller zum Shopping-Center "Centro Tenero" zum Einkauf. Über 20 Läden, darunter auch ein riesiger "coop"-Lebensmittelmarkt mit einer ebenso grossen "coop"-Hobby-Abteilung, bieten dort ihre Waren an.

Das relativ neue Bauwerk liegt nur 15 Gehminuten vom Campingplatz entfernt und verfügt sogar über einen Aussenparkplatz für Reisemobile, der, weil er gratis benutzt werden kann, leider auch oft von normalen Personenwagen belegt wird. Irgendwann wird dann auch dieser Parkplatz nicht mehr kostenlos sein :-(

Im Center unterhält "coop" auch ein attraktives Selbstbedienungs-Restaurant mit Terrasse.

Gestern Sonntag sind viele Gäste wieder in den Norden gefahren, weil mancherorts die Schulferien zu Ende gegangen sind. Auch auf unserem Campingplatz haben sich die Reihen gelichtet.

Ich geniesse für einmal als Strohwitwer die schöne Abendstimmung am Strand des Campingplatzes.

Viele Gäste ziehen es scheinbar vor, zu vorderst mit freiem Blick auf den See zu stehen, auch wenn die Plätze dort teurer sind.

Der Campingplatz musste vor ein paar Jahren ganze drei Parzellenreihen an den Nachbarplatz abgeben. Die Hintergründe sind uns nicht bekannt. Dadurch ist der Strandanteil ziemlich schmal geworden. Auf der alten Luftaufnahme vor der Grenzbereinigung kann man den ursprünglichen Zustand (unterbrochener roter Strich) und den neuen Grenzverlauf (durchgezogener roter Strich) noch gut erkennen.
(Zur Vergrösserung auf Foto klicken)

Campingleben in Tenero (CH) (Dienstag, 13.4.2010)
Wetter: sehr schön bis leicht bewölkt / Temp.: 16 Grad
Über der "Magadino Ebene" wölbt sich heute Morgen ein wolkenloser Himmel. Infolge der sternenklaren Nacht ist das Thermometer auf gerade mal 5 Grad gesunken. Mit einer "Nordic Walking Runde" auf dem Uferweg bis nach "Locarno" beginne ich den wunderschönen Tag.

Ein Ausflug nach "Lugano" mit dem Roller steht heute auf dem Programm. Normalerweise nehmen wir dafür immer die Autobahn. Diesmal nehme ich die normale Hauptstrasse, welche über den "Monte Ceneri Pass" führt, um zu sehen, ob die Strasse für unser Reisemobil tauglich ist. Die Aussicht auf die "Magadino-Ebene" von der Passstrasse aus ist fantastisch.


Die Bergstrasse ist alles andere als schmal. Schliesslich war dies vor der Erbauung der Autobahn die einzige Verbindung zwischen "Locarno" und "Lugano". Die vierspurige gut ausgebaute Strasse überwindet ca. 350 Höhenmeter bis zur Passhöhe. Lediglich die durchgehende Steigung von 10 % könnte unserem "Elchi" etwas zu schaffen machen ;-)
"Lugano" ist immer wieder eine Reise wert. Die Stadt liegt in einer der schönsten Buchten des gleichnamigen Sees eingebettet zwischen den beiden markanten Gipfeln "San Salvatore" und "Monte Bre".


Die wunderschöne Hafenpromenade und die dahinter liegende Altstadt ist Anziehungspunkt für Besucher aus dem In- und Ausland.



Kurz nach Mittag bin ich bereits wieder zurück in "Tenero". Im coop-Restaurant des Shopping-Centers kann man gut und günstig zu Mittagessen :-) Das Thermometer zeigt bei meiner Rückkehr auf dem Campingplatz erstaunliche 16 Grad an. Die Sonne hat mit April bereits enorme Kraft. Hinzu kommt, dass "Tenero" lediglich auf 200 m.ü.M. liegt.
Fürs Abendessen berücksichtige ich heute das "Ristaurante Pizzeria Tamaro" auf unserem Campingplatz. Möglicherweise hat seit unserem letzten Besuch vor einigen Jahren der Besitzer gewechselt und es ist besser geworden.

Beim Betreten der Lokalitäten fällt gleich das gemütliche, anziehende Interieur auf.

Das geschmackvoll gestaltete Restaurant besitzt jedenfalls ein wesentlich angenehmeres und heimeligeres Ambiente, als das Restaurant auf dem Nachbarcampingplatz, welches einen ziemlich nüchternen Eindruck hinterlässt. Mal sehen, wie es mit dem Essen und der Bedienung ausschaut. Ich bin noch sehr früh dran und kann so meinen Tisch frei wählen.

Das Menü "Salt in Bocca" mit Risotto schmeckt mir ausgezeichnet und der Preis stimmt ebenfalls. Auch die Bedienung ist freundlich und aufmerksam. Offenbar hat der Besitzer tatsächlich gewechselt, denn auch die Pizzas vom Nachbartisch schauen ansprechend aus. Diese werde ich beim nächsten Mal probieren :-)
Ausflug zum Sass da Grüm (CH) (Mittwoch, 14.4.2010)
Wetter: sehr schön bis bewölkt / Temp.: 19 Grad
Ein weiterer Traumtag erwacht. Obwohl das Thermometer erst 5 Grad anzeigt, soll es heute 19 Grad warm werden. Das "Tessin" wird seinem Ruf als Sonnenstube der Schweiz endlich gerecht. Meiner "Nordic Walking Runde" auf dem Uferweg in Richtung "Locarno" steht nichts im Wege.

"Sassa da Gruma" oder "Sass da Grüm", wie es in Deutsch heisst, oberhalb "Vairano" hoch über dem Südostufer des "Lago Maggiore" ist mein heutiges Ziel. Auf dieser traumhaft schön gelegenen Sonnenterrasse ca. 500 m über dem See thront das Kurhotel eines Schulfreundes mit seiner Frau, die diesen speziell energiereichen Ort, welcher nur zu Fuss erreichbar ist, vor Jahren entdeckt und für den Bau eines Kurhotels genutzt haben. Vor neun Jahren waren wir dort zu Gast, um an diesem "Ort der Kraft" neue Energie fürs Berufsleben zu tanken und die ersten Kontakte zum "Tai Qi" und "Qi Gong" zu knüpfen.
Um in den Genuss der prachtvollen Aussicht auf den "Lago Maggiore" mit den umgebenden Dörfern zu kommen, empfiehlt es sich bereits in "Vira" links abzubiegen und die durch das Dorf "Fosano" führende Bergstrasse zu nehmen.

Der Aufstieg ist zwar steil und kurvig, aber er lohnt sich auf jeden Fall.

Gleich vis-à-vis liegt "Locarno" mit seinen Vororten und links des "Maggia-Flussdeltas" das schöne "Ascona".


Der Blumenzauber ist unbeschreiblich. So lassen wir einmal mehr Fotos sprechen.


Auf der Terrasse folgt die Strasse mehr oder weniger der Höhenkurve bis nach "Vairano". Der direkte Blick ins "Centovalli" und auf die drei Eingangsagglomerationen "Locarno", "Ascona" und "Losone" ist fantastisch. Auch der Taleingang des "Maggiatales" ist gut sichtbar.

Von der Terrasse des Café/Restaurants eingangs "Vairano" geniesse ich die unverbaute Aussicht auf den ganzen oberen See.


Um zur steilen Zufahrtsstrasse zum "Sass da Grüm" zu gelangen, fahre ich nun links durch einen schmalen Durchgang hoch um dann gleich wieder rechts in ein in der Falllinie verlaufendes Strässchen abzubiegen. Am oberen Ende dieser Strasse zweige ich zum letzten Mal ab in eine schmale Privatstrasse. Vorbei an einem Gatter nehme ich das letzte Stück unter die Räder. Unter mir liegt das Dorf "Vairano".

Auf dem kleinen Privatparkplatz am Ende der Strasse parkiere ich meinen Roller und steige zu Fuss den ausgeschilderten Waldweg empor.


Nach dem 20-minütigen Aufstieg liegt das Kurhaus "Sass da Grüm" vor mir, für mich ein ganz spezieller Anblick mit vielen guten Erinnerungen.

Es ist mittlerweile bereits Mittag und der Hunger meldet sich. Auf der sonnenbeschienen Terrasse kann ich meinen Tisch zurzeit noch auswählen. Die Hotelgäste sind zurzeit noch an einer Meditation, eine Spezialität des Hauses.

Ich schaue mich zuerst noch etwas um, ob sich was verändert hat. Das Wohnhaus mit der wunderschönen Gartenanlage sieht, wie immer, gepflegt und heimelig aus.



Von hier aus kann ich auch den Verzasca-Staudamm mit dem "Lago di Vogorno" gut erkennen.

Vor allem aber die prächtige Aussicht auf den See ist von hier aus phantastisch.

Inzwischen ist die Meditationsgruppe ebenfalls zum Essen bereit, so dass sich die Terrasse allmählich füllt.

Das Mittagessen, vegetarisch mit frischen Kräutern aus dem eigenen Garten zubereitet schmeckt, wie gewohnt, hervorragend.



Nach dem delikaten Mittagessen vertrete ich mir ein wenig die Füsse und spaziere zum eigentlichen "Ort der Kraft", welcher sich auf einem Felssporn befindet, der weit aus dem Berghang herausragt und schon von weitem sichtbar ist.

An diesem ganz speziellen Ort finden auch die täglichen Meditationen statt.

Nichtsdestoweniger ist auch die Aussicht von diesem Felsvorsprung auf den "Lago Maggiore" aussergewöhnlich und überwältigend.


Nachdem ich mich von "Verena", der Mitinhaberin dieses einzigartigen Ortes, herzlich verabschiedet habe, steige ich wieder hinab zum Roller um die Rückfahrt zum Campingplatz anzutreten. Schade, dass Anita diesmal nicht dabei sein konnte. Ich werde sie heute Abend auf dem Bahnhof von "Locarno" abholen :-)

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