Wetter: sehr schön / Temp.: 23 Grad / Wind: 1 - 2 Bf.
Wir nutzen den wunderschönen Tag und fahren mit unseren Drahteseln nach "Peschici". Diese Tour sind wir in den letzten 16 Jahren bestimmt schon dutzende Male gefahren, und immer wieder sind wir von der anmutigen Landschaft angetan. Dieses Jahr ist der "Gargano", wegen des vielen Regens im Frühjahr, besonders grün.

Der Blumenreichtum entlang der Strassen und Wiesen ist eindrücklich.




Die Ginstersträucher dagegen sind eher noch im Rückstand.

Bei der Passhöhe verlassen wir die Hauptstrasse nach "Peschici" und zweigen nach rechts auf die Feldstrasse ab, die über einen Hügelzug ebenfalls nach "Peschici" führt. Auf dem übernächsten Hügelzug thront "Vico del Gargano" der Hauptort dieser schönen Gegend.

Die Wunden der grossen Brandkatastrophe im 2007 sind noch lange nicht verheilt. Dazu braucht es Jahrzehnte. Da wir die ehemals üppigen Wälder noch in guter Erinnerung haben, scheint uns die Landschaft noch eine Spur trostloser, als sie in ihrer Kargheit jetzt schon ist. Es ist ein absolutes Jammerbild und die offensichtliche Brandstiftung durch nichts zu rechtfertigen!

Die Bucht von "San Nicola" ist ebenso kahl, wie die umliegenden Hügel um "Peschici".

Wir fahren weiter bis zur Altstadt von "Peschici".

Die kleine Stadt erlangt ihre Attraktivität vor allem durch die besondere Lage auf einem weit aus dem Meer ragenden Hügelzug mit allseitiger Aussicht aufs Meer und das zerfurchte Hinterland.


Die Gassen der Altstadt sind zwar nicht mit denen von "Vieste" zu vergleichen, aber ein Spaziergang lohnt sich gleichwohl.



Anschliessend lassen wir uns den Café mit Brioche im "Caffé Gelateria Terrazza" munden. Von dort können wir die ganze Haupteinkaufsstrasse und das kleine Pärkchen im Zentrum der Stadt überblicken.


Die gemütliche "Lilly Bar", welche unweit davon an der gleichen Strasse liegt, soll ebenso gut sein.

Übrigens, das "Trabucco", welches wir unlängst besucht haben, kann man von "Peschici" aus zumindest mit dem guten Teleobjektiv unserer "Panasonic Lumix FZ38" gut erkennen (kleine Werbeeinlage ;-) Am Morgen liegt die Fischerplattform allerdings noch im Schatten. Andererseits wäre die Aussicht von dort auf "Peschici" zu dieser Zeit um so besser.


Die Rückfahrt über die Küstenstrasse geht zügiger vonstatten, als die Hinfahrt, weil die Steigungen etwas moderater sind.

Die "Texas Bar" hat leider noch geschlossen. Der Ausblick von der Terrasse auf die grüne Landschaft ist dennoch wunderschön.

Gegen Mittag treffen wir wieder auf dem Campingplatz ein. Die zweistündige Fahrt (ca. 34 km) hat uns gut getan. Der Nachmittag dient dem "Dolce far niente" (dem süssen Nichtstun).
Die Kanalarbeiten kommen voran. Ob diese in unserem Bereich bis Pfingsten fertiggestellt sein werden, steht noch in den Sternen. Eine Fussgängerbrücke soll ebenfalls noch bis dann gebaut werden.

Ein schöner Anblick ist die Baustelle jedenfalls nicht.


Auch die Frösche haben nichts zu lachen, denn ihr Teich wird immer kleiner und seichter.

Ausflug nach Vico del Gargano (I) (Samstag, 1.5.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 23 Grad / Wind: 1 - 2 Bf.
Der 1. Mai gilt in ganz Italien als Feiertag. Da dieser diesmal auf einen Samstag fällt, wirkt sich dies nicht so gravierend aus. Dennoch sind die Strassen stärker befahren, als an normalen Tagen, weil dies viele Familien für einen Ausflug ans Meer und auf den "Foresta Umbra" benutzen.
Wir nehmen unseren Roller und fahren nochmals durch den "Foresta Umbra" nach "Vico del Gargano" hoch. Überall treffen wir auf italienische Familien beim Picknicken. Auf der Passhöhe sind alle Strassen und Parkplätze zuparkiert.

In den Waldlichtungen geht es beinahe zu und her, wie auf dem Rummelplatz.



Selbst am Strassenrand wachsen Orchideen, die wir beim letzten Mal übersehen haben und uns nun anschauen wollen. Einige davon sind sogar endemisch, d. h. sie kommen nur in dieser Gegend vor. Zwischen der Passhöhe und "Vico del Gargano" werden wir fündig.


Der "Gargano" ist eine der artenreichsten Florenprovinzen Italiens. Der "Promontorio del Gargano" wird kaum landwirtschaftlich genutzt. So konnten sich hier sehr vielfältige und botanisch interessante Lebensräume erhalten. Über den allgemein botanischen Reichtum hinaus stellt der "Gargano" mit seinen 61 Orchideenarten eines der wichtigsten Orchideengebiete rund um das Mittelmeer dar, ein eigentliches Orchideenparadies.


Aber auch andere unscheinbare Blumenarten säumen den Strassenrand.


Die kurvenreiche Strasse führt über einen langgezogenen Bergkamm nach "Vico del Gargano". Die Aussicht von dort auf "Peschici" ist fantastisch.


Ebenso prachtvoll sind die Blumen, welche die hügelige Wiesen zurzeit bedecken.


Blühende Ginsterstäucher sind auf dieser Höhenlage noch eher spärlich zu finden.

Dafür gibt es andere attraktive Sträucher.

Die grosse Ginsterfahrt werden wir wohl erst Mitte Mai unternehmen können. Mit unserem Honda-Roller fahren wir weiter nach "Vico del Gargano", wo in der "Pasticceria Gelateria Pizzicato" schon unser Cappuccino mit Dolce wartet :-)


Die Gassen von "Vico del Gargano" sind festlich geschmückt. Die Beleuchtung entfaltet erst am Abend die volle Pracht.

Wir fahren in gemütlichem Tempo weiter in Richtung "Peschici". Selbst die Serpentinenstrasse, welche wir schon dutzende Male gefahren sind, hält ein paar blumige Überraschungen bereit.




Immer wieder faszinierend ist der Blick auf "Peschici" von der Küstenstrasse aus.



Als wir zum Campingplatz zurückkehren, sind wir überrascht, wie viele neue Gäste sich hier einquartiert haben, darunter einige Italiener, die das verlängerte Wochenende für einen Ausflug ans Meer benützen.


Windsurfen im Gargano (I) (Sonntag, 2.5.2010)
Wetter: schön / Temp.: 23 Grad / Wind: 4 - 6 Bf.
Was kümmert die Hunde den gegen Mittag auffrischenden Wind aus Osten, welcher bereits mit satten 5 Bf. über die Bucht bläst.

Nach einer kleinen Überlegungspause begebe ich mich mit dem 5.4 m2 Segel und dem kleinen "Naish-Board" aufs Wasser. Anita hat noch keine Lust zum Surfen und schaut dem Treiben vom Ufer aus zu. Zunächst scheint der Wind für die gewählte Ausrüstung optimal zu sein.


Wer gewinnt wohl das Duell zwischen Windsurfer und Kiter? Der Surfer hätte ja eigentlich Vortritt (Backboardbug vor Steuerboardbug). Was auf dem Foto nicht zu sehen ist: Es ist gerade noch mal gut gegangen ;-)

Leider flaut der Wind schon nach einer halben Stunde ab und wird löchrig. Ich wechsle auf 6.0 m2 und den 105 Liter "Lorch". Doch inzwischen hat der Wind noch mehr nachgelassen.

Das kümmert die Italiener wenig, die heute Sonntag zahlreich am Strand erschienen sind. Hauptsache das "Dolce far niente" am Sandstrand klappt.

Wir ziehen uns erstmal auf unsere Parzelle zurück und erfrischen uns mit einem kleinen Lunch. Wir können es kaum glauben, dass sich "Windguru" und "Windfinder" gleichermassen irren sollen. Vielleicht kommt der Starkwind ja doch noch.
Und tatsächlich, um drei Uhr überall Schaumkronen und erneuter Wind aus Ost bis Südost, diesmal mit 5 bis 6 Bf. Zudem baut sich eine etwa 1 m hohe Welle rechtwinklig zum Wind auf. Mit dem 5.4 m2 Segel bin ich für zwei Stunden gut unterwegs.


Das Warten hat sich gelohnt. Einige haben den tollen Wind versäumt, weil sie vorzeitig eine Biketour unternommen haben.
Die Pizzeria auf unserem Campingplatz hat seit diesem Wochenende geöffnet. Wir werden die Pizza heute Abend mal testen.

Lothar schliesst sich uns an. Nach den Erfahrungen vor zwei Jahren sind wir heute angenehm überrascht. Die Vorspeisen und Pizzas schmecken ausgezeichnet und auch der Preis ist in Ordnung. Offenbar hat der Inhaber gewechselt.

Camping im Gargano und Windsurfen (I) (Montag, 3.5.2010)
Wetter: schön, leicht bewölkt / Temp.: 25 Grad / Wind: 2 - 4 Bf.
Ein sommerlich warmer Tag liegt vor uns, zumindest für mitteleuropäische Verhältnisse. Hier im Süden ist die Hitze im Sommer für uns unerträglich. Mit dem Roller fahren wir nach "Vieste" zum Einkaufen. Heute morgen scheinen die meisten Cafés geschlossen zu haben und so spazieren wir eben ein wenig der gut gepflegten Hafenpromenade entlang.


Heute soll es ja noch Surfwind geben. Vom offenen Meer her rollen jedenfalls bereits stattliche Wellen ins Hafenbecken.


Als wir wieder zurück auf dem Campingplatz sind, mustern wir erst mal den Strand, ob da schon Surfende auf dem Wasser sind. Aber ausser einer italienischen Familie können wir niemanden erblicken. Der Wind scheint hier noch nicht angekommen zu sein.

Unsere neuen Campingnachbarn Max und Herta haben sich bereits eingerichtet, und auch wir haben mittlerweile unser Küchenmöbel mit Grill aufgestellt.


Das stabile Schönwetter hat sich seit 10 Tagen etabliert. Heute Nachmittag erreicht das Thermometer erstmal die 25 Gradgrenze. Eugen und ich unternehmen mangels Surfwind eine Fitnessrunde mit dem Fahrrad nach "Peschici". Als wir zurückkommen, weht immerhin ein Ostwind mit 3 bis 4 Bf., allerdings nicht sehr konstant.


Die "Kiter" mit ihren hoch über dem Wasser liegenden Drachen haben damit grundsätzlich weniger Probleme. Dennoch ist bei ihnen Höhelaufen am Strand auch ein Thema ;-)

Wir lassen das Surfen für heute sein, denn morgen sind 4 bis 5 Bf. vorhergesagt.
Camping im Gargano (I) (Dienstag, 4.5.2010)
Wetter: heiter bis bewölkt / Temp.: 22 Grad / Wind: 3 - 5 Bf.
Obwohl heute ein surfwürdiger Wind mit 4 bis 5 Bf. weht, bleibt unsere Bucht leer. Grund dafür ist die südliche Windrichtung, verursacht durch ein Genua-Tiefdruckgebiet, welches uns einen schräg ablandigen, böigen Wind beschert. Auch für morgen ist leider mit der gleichen ungünstigen Windrichtung zu rechnen. So verzichten wir einmal mehr aufs Surfen.
Blumenwiese im Gargano



Camping im Gargano (I) (Mittwoch, 5.5.2010)
Wetter: schön bis bewölkt / Temp.: 25 Grad / Wind: 3 - 5 Bf.
Aus privaten Gründen unterbrechen wir unsere Reiseberichterstattung an dieser Stelle für eine Weile.

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