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Dienstag, 20. Juli 2010

Aufenthalt in Hamburg (mit Elchi)

Hamburg (D) (Dienstag, 20.7.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 32 Grad

Wir stehen beizeiten auf, um die Frische des Morgens auszunutzen. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg, ausgerüstet mit unserem Navi, Kartenmaterial und den Ratschlägen von Karin, Eugen und Gerda. Eugen begleitet uns bis zur Elbe, damit wir auch den kürzesten Weg nach Hamburg finden.

Wir können den ganzen Weg bis zu den "Landungsbrücken", wo die Hafenrundfahrten beginnen, auf wunderschön angelegten Radwegen entlang der "Elbe" zurücklegen.


Immer wieder machen wir Halt um die grossen Frachter auf ihrer Fahrt bis zur "Elbe-Mündung" ca. 110 km entfernt, zu bestaunen.



Wir nähern uns allmählich den imposanten "Hamburger" Hafenanlagen von, die mehrheitlich auf der anderen Seite der "Elbe" liegen.



Nach einer guten Stunde kommen wir bei den "Landungsbrücken" an und besteigen sogleich eine kleine Barkasse für eine stündige Hafenrundfahrt.

Der Kapitän weiss viel über die Eigenheiten des Hafens und der momentane anliegenden Schiffe zu erzählen. Dieses im Hafen fest verankerte russische Unterseeboot beispielsweise soll während des kalten Krieges von den Amerikanern unbemerkt vor "New York" umhergekurvt sein.

Ebenfalls im Hafen ausgestellt ist dieses rote englische Feuerboot.

Wahrhaftig imposant sind die riesigen Frachter mit ihren Containern, die Waren aus aller Welt nach "Hamburg" bringen und auch wieder in die übrige Welt hinausbringen. Lediglich 40 Stunden soll das Beladen eines solchen Ungetüms dauern.

Die Krananlagen, die dazu notwendig sind, sind wahre Ungetüme.

Daneben gibt es verschiedene Bootstypen mit ihren spezifischen Aufgaben, wie beispielsweise die vergleichsweise kleinen Schlepperboote.

Grosses Erstaunen ruft die monumentöse Privatyacht des russischen Milliardärs Abramovitsch hervor. Das zurzeit grösste Privatschiff der Welt soll bis jetzt ca. 800 Mio. Euro gekostet haben. Es enthält unter anderem eigene Helikopter, Unterseeboote und sogar ein Raketen gestütztes Flugabwehrsystem. Dass alles gepanzert und aus besten Hightechmaterialien gefertigt ist, versteht sich von selbst. Eine einzige Panzerglasscheibe soll 30'000 Euro kosten.


Wenden wir uns wieder den normalen Schiffen zu, wie beispielsweise diesem nostalgischen Raddampfer.


Oder werfen wir doch einen Blick auf die Innenstadt "Hamburgs", dessen "Skyline" von hier aus vergleichsweise unscheinbar ausschaut.




Nach dem grossen Hafenbecken fahren wir mit unserer Barkasse in den verschiedensten Kanälen umher, hier "Fleets" genannt. Von der Froschperspektive schaut die Stadt wieder total anders aus.


Besonders fallen die vielen Brücken auf, von denen es hier über 2400 Stück geben soll, wesentlich mehr als in "Venedig" oder anderen Städten Europas.


Viele der Hafengebäude sind in den letzten Jahren umfunktionier worden. So ist dieser Kornspeicher in ein begehrtes Wohngebäude umgebaut geworden.

Das Hafengelände wir aber auch für andere Zwecke, wie dieses Theaterzelt genutzt, indem schon mehrere Jahre das Musical "Lion King" gespielt wird.

Bevor wir wieder am Pier bei den "Landungsbrücken" anlegen, fahren wir noch vor einem schnittigen Segelschiff vorbei.


Die Hafenrundfahrt war ein tolles Erlebnis. Obwohl es bereits halb zwölf Uhr ist, entschliessen wir uns als nächstes kurzerhand noch eine eineinhalbstündige Stadtrundfahrt mit einem Doppelstöckerbus anzuhängen :-)


Wir erfahren viele weitere Einzelheiten über diese 1,8 Mio. Einwohner grosse Stadt.


Allmählich meldet sich der Hunger. Wir befinden uns immer noch an den Landungsbrücken. Der schwimmende Pier beherbergt zahlreiche Restaurants wo man essen kann. Wir suchen uns ein gefälliges aus.

Mit unseren Fahrrädern tasten wir uns anschliessend bis zum wunderschönen Regierungsgebäude in der Innenstadt vor.




Von dort aus spazieren wir entlang der "Alsterfleet" zum "Jungfernstieg", wo sich der "Alster Pavillon" mit Cafés und Strandbar befindet.


Beim leckeren Dessert (man gönnt sich ja sonst nichts :-) geniessen wir die schöne Aussicht auf die" Binnenalster".


Nachher fahren wir wieder zurück nach "Wedel". Wir schaffen die 22 km, trotz viel Betrieb auf den Radwegen, in nur fünfviertel Stunden. Übrigens kann man in Hamburg überall Fahrräder mit Elektrohilfsmotor mieten. Sie sollen momentan der absolute Renner sein.


Hamburg (D) (Mittwoch, 21.7.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 33 Grad

Wir fahren mit unseren Rädern wieder nach Hamburg rein. Als erstes besichtigen wir die "St. Michaelis Kirche" mit dem 132 m hohen Turm "Michel" genannt, welcher das Wahrzeichen der "Hansestadt Hamburg" ist.

Er besitzt die grösste Turmuhr Deutschlands. Das Ziffernblatt hat einen Durchmesser von mehr als 24 m. Wir schaffen die 453 Stufen locker und werden mit einer herrlichen Aussicht auf die Stadt und die Hafenanlagen belohnt.




Der oberste Teil des Glockenturms ist für die Öffentlichkeit gesperrt.

Die schönste Barockkirche Norddeutschlands ist eine wahre Augenweide. Sie entstand ursprünglich 1647, wurde nach den Bränden 1750 und 1906 relativ originalgetreu wieder aufgebaut.

Als wir den Kirchenraum betreten greift der Organist gerade gehörig in die Tasten, so dass wir die mächtige Orgel in voller Fülle erleben können.


Auffällig sind die geschweiften Emporen, die dem Innenraum eine beschwingte Leichtigkeit geben.

Wir fahren weiter ins Zentrum der Stadt. Östlich des "Jungfernstiegs" liegt die Haupteinkaufsstrasse Hamburgs, die "Mönckebergstrasse". Ganz am Anfang steht die neu errichtete fünfstöckige "Europa Passage" mit Dutzenden von Shops. Zurzeit findet in den Gängen eine Luftaufnahmen Ausstellung von Hamburg statt.


Wir schlendern ein wenig durch die Stockwerke und schauen, was es hier alles zu kaufen gibt.


Anschliessend bummeln wir weiter durch die "Monckebergstrasse" bis ans Ende, wo sich der ein riesiger "Saturn-Elektronikmarkt" befindet.


Wir suchen nämlich noch eine günstige PrePaid-Lösung für den Internet-Zugriff auf Rügen. O2 hat dort, wo wir uns aufhalten werden leider noch kein Netz. So müssen wir uns an "T-Mobile" und "Vodafone" halten. "T-Mobile" bietet nur eine teure Tagesflatrate an für Euro 5.--/Tag. Bei "Vodafone" werden wir schlussendlich fündig. Für Euro 29.90 erhalten wir einen USB-UMTS-Stick inklusive 3 Stunden freies Surfen im Internet. Mit dem Angebot "Vodafone Websession" kann man jederzeit zwischen viertelstündlichem (Euro 0.49), täglichem (Euro 3.95), wöchentlichem (Euro 12.95) und monatlichem (Euro 39.95) wechseln. Es besteht keine Vertragbindung.

In den Alster-Arkaden hinter dem Regierungsgebäude essen wir zu Mittag.



Am Nachmittag umkreisen wir die "Aussenalster". Diese ca. 11 km lange Rundfahrt auf Radwegen entlang des Sees ist traumhaft schön und bietet jede Menge Möglichkeiten zur Entspannung an idyllischen Bänklein, Badestränden und Strandcafés.



Die lauschigen Cafés müssen wir leider auslassen. Wir haben unser Dessert für heute morgen schon genossen ;-)



Anschliessend fahren wir wieder zurück nach "Wedel", wo Karin und Eugen mit Gerda und Klaus, ihren Mitbewohnern, mit Café und Kuchen auf uns warten.

Zum Abschluss unseres Hamburg-Aufenthaltes gehen wir heute Abend mit Karin und Eugen auswärts essen. Hamburg hat uns sehr gut gefallen und wir hätten noch viel anzuschauen. Vielleicht werden wir dies im nächsten Jahr nachholen, wer weiss? Für die geplante Skandinavienreise werden wir jedenfalls wieder hier vorbeifahren.

Hamburg - Insel Rügen (D) (Donnerstag, 22.7.2010)
Wetter: sehr schön / Temp.: 25 Grad

Über Nacht hat es ein paar Mal leicht geregnet und dadurch ziemlich abgekühlt. Nachdem wir uns von Karin und Eugen herzlich verabschiedet haben, machen wir uns auf den Weg nach "Rügen". Die direkteste Strecke führt quer durch die Stadt Hamburg. Da wir ja stolze Besitzer eines Medion-Navis sind und zurzeit auf den Strassen nur flauer Ferienzeitverkehr herrscht, haben wir keine Bedenken mitten durch die Innenstadt zu fahren. Nur einmal müssen wir wegen einer Höhenbeschränkung (3.90 m) ausweichen. Mit unseren Surfbrettern auf dem Dach ist unser "Elchi" wir zurzeit beinahe 4.00 m hoch. Im Übrigen verläuft die Fahrt reibungslos.

Seit wir von zuhause weggereist sind, hatten wir bei unseren Fahrten immer Rückenwind. Auch heute begleitet uns auf der ganzen Strecke nach "Rügen" ein kräftiger Wind aus West/Südwest. Dadurch sparen wir mächtig Diesel (ca. 2 Liter pro 100 km). Wir kommen gut voran. Kurz nach Mittag überqueren wir die 2008 neu eröffnete "Stralsundbrücke".



Wegen der herrschenden Hauptferienzeit, ist der Campingplatz/Stellplatz schon ziemlich voll. In der zweiten Reihe (vom Meer her gesehen) erhalten wir gerade noch ein schönes Plätzchen gleich vor unseren Freunden, die schon vor zwei Wochen angereist sind.


Wir sind schnell eingerichtet, denn ausser dem Surf-Equipement brauchen wir nichts aufzubauen.

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